Arboretum Regeln: Anleitung für Baumkarten, Wege und Punkte

Lesedauer: 8 Min – Beitrag erstellt: 4. August 2026, zuletzt aktualisiert: 4. August 2026
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Bei Arboretum legst du Baumkarten zu einem möglichst wertvollen Wegenetz aus. Der entscheidende Kniff: Eine Kartenfarbe darfst du nur dann werten, wenn du am Spielende mindestens eine Karte dieser Farbe auf der Hand hast. Gleichzeitig können andere Personen dir diese Wertung durch ihre Handkarten streitig machen. Wer die Reihenfolge beim Auslegen, Nachziehen und Werten beachtet, vermeidet die häufigsten Fehler.

Das Kartenspiel wird mit Baumarten gespielt, die jeweils einer Farbe und einem Zahlenwert von 1 bis 8 zugeordnet sind. Ziel ist es, durch geschicktes Anlegen aufsteigende Wege zu bilden und am Ende für möglichst viele Farben die Wertungsberechtigung zu erhalten.

Material und Vorbereitung

Für eine Partie benötigst du das Arboretum-Kartenspiel. Jede Karte zeigt eine Baumart, eine Farbe und einen Zahlenwert. Die Karten werden gemeinsam gemischt. Die genaue Kartenverteilung hängt von der verwendeten Ausgabe und der Zahl der Baumarten ab; maßgeblich ist das Kartenset, das deiner Anleitung beiliegt.

  1. Mische alle Karten gründlich.
  2. Gib jeder Person sieben Karten auf die Hand.
  3. Lege die übrigen Karten als verdeckten Nachziehstapel bereit.
  4. Bestimme eine Startperson.

Vor jeder Person entsteht im Verlauf der Partie ein eigenes Arboretum. Die Karten liegen offen aus und müssen nicht an einem gemeinsamen Spielplan ausgerichtet werden. Zwischen Karten dürfen Lücken entstehen, solange die Verbindung eines Weges später nachvollziehbar bleibt.

So läuft ein Zug ab

Ein Zug besteht immer aus drei Schritten. Diese Reihenfolge bleibt während der gesamten Partie gleich:

  1. Du ziehst eine Karte und nimmst sie auf die Hand.
  2. Du legst eine Karte aus deiner Hand in dein Arboretum.
  3. Du ziehst eine weitere Karte, sodass du wieder auf sieben Handkarten kommst.

Zu Beginn eines Zuges hast du normalerweise sechs Karten auf der Hand, weil du im vorherigen Zug eine Karte ausgelegt hast. Durch das erste Ziehen stehen dir sieben Karten zur Auswahl. Nach dem Auslegen ziehst du erneut eine Karte. Dadurch endet dein Zug wieder mit sieben Handkarten.

Die gezogene Karte darf aus dem verdeckten Stapel stammen. Je nach Spielsituation kannst du stattdessen auch eine offen ausliegende Karte aus einem persönlichen oder gemeinsamen Ablagebereich nehmen, sofern deine Ausgabe diese Möglichkeit vorsieht. Entscheidend ist, dass die gewählte Karte anschließend Teil deiner Hand wird und nicht sofort ausgelegt werden muss.

Karten im Arboretum anlegen

Eine neue Karte wird waagerecht oder senkrecht neben eine bereits ausliegende Karte gelegt. Diagonale Berührungen zählen nicht als Verbindung. Die Karte muss nicht an den zuletzt gelegten Baum anschließen; du darfst dein Arboretum an jeder passenden Stelle erweitern.

Ein Weg besteht aus mindestens zwei Karten derselben Baumartfarbe. Dabei müssen die Zahlenwerte vom Anfang bis zum Ende des Weges streng aufsteigend verlaufen. Zwischen zwei benachbarten Karten darf also keine gleiche oder niedrigere Zahl liegen, wenn beide Karten zum selben Weg gehören.

Ein Weg darf sich durch das Arboretum schlängeln und die Richtung wechseln. Er darf jedoch keine Karte mehrfach verwenden. Außerdem muss die erste und die letzte Karte dieselbe Baumartfarbe besitzen. Die Karten dazwischen können andere Farben zeigen, sofern ihre Werte die aufsteigende Reihenfolge einhalten.

Ein einzelner Baum kann Bestandteil mehrerer Wege sein, wenn die jeweiligen Wege unterschiedliche Richtungen nehmen. Dadurch lohnt es sich, beim Anlegen nicht nur den unmittelbaren Anschluss zu betrachten, sondern auch mögliche spätere Verbindungen.

Werte richtig einordnen

Die Zahlenwerte bestimmen, ob eine Kartenfolge als gültiger Weg infrage kommt. Eine niedrige Karte am Anfang und eine hohe Karte am Ende sind besonders hilfreich, weil sie mehr Zwischenwerte aufnehmen können. Eine hohe Karte kann dagegen den Beginn eines Weges erschweren, während eine niedrige Karte am Ende wenig Spielraum lässt.

Anleitung
1Mische alle Karten gründlich.
2Gib jeder Person sieben Karten auf die Hand.
3Lege die übrigen Karten als verdeckten Nachziehstapel bereit.
4Bestimme eine Startperson.

Beim Anlegen musst du noch keinen vollständigen Weg fertigstellen. Eine Karte darf zunächst als Teil einer offenen Struktur liegen. Erst bei der Schlusswertung wird geprüft, welche Wege tatsächlich gültig sind und welche Kartenfarben gewertet werden dürfen.

Liegt beispielsweise eine rote Karte mit dem Wert 2 neben einer grünen Karte mit dem Wert 5 und anschließend einer roten Karte mit dem Wert 7, kann daraus ein roter Weg von 2 über 5 bis 7 entstehen. Die mittlere Karte muss nicht rot sein. Entscheidend sind die gemeinsame Farbe der Endkarten, die räumliche Verbindung und die aufsteigende Zahlenfolge.

Handkarten für die Schlusswertung sichern

Das Auslegen allein reicht nicht aus, um eine Farbe zu werten. Am Ende der Partie wird für jede Baumfarbe verglichen, wer die höchste Summe dieser Farbe auf der Hand hält. Nur die Person mit der höchsten Summe erhält die Möglichkeit, ihre Wege dieser Farbe zu werten.

Für diese Prüfung zählen die Karten, die am Spielende noch auf den Händen liegen. Deshalb solltest du wichtige Karten nicht automatisch ausspielen. Eine hohe Karte kann als Handkartenwert entscheidend sein, während eine ausgelegte Karte nicht mehr zu deiner Summe beiträgt.

Bei Gleichstand erhält nach den üblichen Regeln keine der beteiligten Personen die Wertung für diese Farbe. Prüfe bei einer abweichenden Formulierung die Anleitung deiner Ausgabe, denn einzelne Regelversionen können bei Gleichständen oder Sonderkarten anders verfahren.

Spielende und Wertung

Die Partie endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist und die vorgesehene letzte Zugfolge abgeschlossen wurde. Danach werden keine weiteren Karten gezogen. Alle Personen behalten ihre Handkarten und prüfen die Mehrheiten der einzelnen Farben.

Für jede Farbe gehst du in mehreren Schritten vor:

  1. Prüfe, ob du mindestens eine Karte dieser Farbe auf der Hand hast.
  2. Vergleiche deine Handkartensumme dieser Farbe mit den Summen der anderen Personen.
  3. Nur bei der höchsten Summe erhältst du die Wertungsberechtigung.
  4. Suche in deinem Arboretum alle gültigen Wege mit der betreffenden Farbe an beiden Enden.
  5. Addiere die Werte der Karten, die zu diesen Wegen gehören, nach den Regeln deiner Ausgabe.

Ein Weg aus zwei Karten bringt nach den üblichen Regeln einen festen Grundwert. Längere Wege erhalten zusätzliche Punkte. Enthält ein gültiger Weg eine Karte mit dem Wert 1 oder 8, kommt normalerweise ein weiterer Bonus hinzu. Da Sonderwertungen und Kartentexte je nach Ausgabe berücksichtigt werden können, solltest du die Wertungssymbole und den Regeltext des eigenen Spiels prüfen.

Eine Karte darf nicht mehrfach innerhalb desselben Weges verwendet werden. Ob eine Karte in mehreren getrennt gewerteten Wegen berücksichtigt werden darf, richtet sich nach der offiziellen Wertungsregel. Bei der Kontrolle hilft es, jeden Weg mit einem Finger oder einem kleinen Marker nachzuverfolgen und bereits gezählte Karten zu notieren.

Wichtige Fehler beim ersten Spiel

  • Diagonal angelegte Karten verbinden: Nur waagerechte und senkrechte Nachbarschaften zählen.
  • Eine beliebige Kartenreihe als Weg werten: Die Endkarten müssen dieselbe Farbe haben, und die Werte müssen streng aufsteigen.
  • Ausgelegte Karten für die Farbmehrheit mitzählen: Die Mehrheit wird anhand der Handkarten am Spielende ermittelt.
  • Eine Farbe trotz geringerer Handkartensumme werten: Ohne höchste Summe besteht normalerweise keine Wertungsberechtigung.
  • Den Nachziehstapel zu früh für leer erklären: Das Ende wird erst nach der vorgesehenen letzten Zugfolge geprüft.

Besonders häufig wird die Handkartenmehrheit unterschätzt. Eine Person kann ein schönes Wegenetz gebaut haben und trotzdem leer ausgehen, wenn eine andere Person die betreffende Farbe stärker auf der Hand hält.

Eine sinnvolle Spielweise

Halte zunächst mehrere Farben offen, statt dich früh auf eine einzige Baumart festzulegen. Beobachte, welche Karten andere Personen aufnehmen oder auslegen. Daraus lässt sich zwar nicht sicher auf ihre Hand schließen, doch auffällige Kartenwechsel liefern Hinweise darauf, welche Farben umkämpft sein könnten.

Beim Bau deines Arboretums solltest du Wege nicht nur nach ihrer Länge beurteilen. Ein kurzer Weg mit einer gut gesicherten Handkartenmehrheit kann wertvoller sein als eine lange Strecke, deren Farbe dir am Ende nicht zugesprochen wird. Ebenso wichtig ist die räumliche Planung: Lasse ausreichend Anschlussmöglichkeiten, damit hohe oder niedrige Zwischenwerte später noch eingebaut werden können.

Wenn eine Karte für einen Weg und zugleich für die Handkartenmehrheit wichtig ist, musst du zwischen sofortigem Ausbau und späterer Wertung abwägen. Diese Entscheidung gehört zum Kern des Spiels. Ein sicherer Weg ist nicht automatisch die beste Wahl, wenn du dadurch die entscheidende Karte einer Farbe aus der Hand gibst.

Regelstreitigkeiten und unterschiedliche Ausgaben

Bei einer unklaren Situation prüfst du zuerst, ob eine Erweiterung, eine Sonderkarte oder eine andere Sprach- beziehungsweise Auflagenversion verwendet wird. Vergleiche anschließend die Begriffe für Weg, Farbmehrheit und Wertung direkt mit der beiliegenden Anleitung.

Eine selbst festgelegte Lösung sollte als Hausregel angekündigt werden. Das gilt besonders bei Gleichständen, der mehrfachen Verwendung einzelner Karten und der Frage, ob eine bestimmte Kartenfolge als Weg gilt. So bleibt für alle Personen klar, welche Entscheidung offiziell belegt ist und welche nur für diese Runde getroffen wurde.

Fragen und Antworten zu den Arboretum-Regeln

Darfst du eine Karte aus einem Ablagestapel nehmen und anschließend eine andere Karte abwerfen?

Das ist nur erlaubt, wenn deine Ausgabe einen entsprechenden offenen Ablagebereich vorsieht. In diesem Fall nimmst du die gewählte Karte zunächst auf die Hand und legst danach eine beliebige Handkarte in dein Arboretum; sie wird nicht automatisch zur Ablagekarte.

Kann ein Weg durch eine Lücke im Arboretum führen?

Nein, zwischen zwei aufeinanderfolgenden Karten eines Weges muss eine waagerechte oder senkrechte Verbindung bestehen. Eine bloße gedachte Linie über eine Lücke reicht nicht aus, auch wenn die Zahlenfolge und die Endfarben ansonsten passen.

Wie gehst du mit einer Karte um, die zu mehreren Wegen gehören könnte?

Prüfe jeden möglichen Weg einzeln und achte darauf, dass innerhalb eines einzelnen Weges keine Karte zweimal vorkommt. Ob eine Karte zusätzlich in einem anderen getrennt gewerteten Weg berücksichtigt werden darf, entscheidet die Wertungsregel deiner Ausgabe; bei Unklarheit ist die Anleitung maßgeblich.

Was passiert, wenn niemand die höchste Handkartensumme einer Farbe allein erreicht?

Bei einem Gleichstand besteht nach der üblichen Regel keine eindeutige Wertungsberechtigung für diese Farbe. Die betreffenden Wege werden dann nicht gewertet, sofern die Anleitung deiner Ausgabe keine abweichende Gleichstandsregel nennt.

Wann ist der letzte Zug bei leer werdendem Nachziehstapel beendet?

Das Spiel endet nicht zwingend in dem Moment, in dem die letzte Karte gezogen wurde. Entscheidend ist, ob die in deiner Ausgabe vorgesehene letzte Zugfolge noch vollständig abgeschlossen werden muss; erst danach beginnt die Schlusswertung ohne weitere Kartenzieh-Aktionen.

Checkliste
  • Diagonal angelegte Karten verbinden: Nur waagerechte und senkrechte Nachbarschaften zählen.
  • Eine beliebige Kartenreihe als Weg werten: Die Endkarten müssen dieselbe Farbe haben, und die Werte müssen streng aufsteigen.
  • Ausgelegte Karten für die Farbmehrheit mitzählen: Die Mehrheit wird anhand der Handkarten am Spielende ermittelt.
  • Eine Farbe trotz geringerer Handkartensumme werten: Ohne höchste Summe besteht normalerweise keine Wertungsberechtigung.
  • Den Nachziehstapel zu früh für leer erklären: Das Ende wird erst nach der vorgesehenen letzten Zugfolge geprüft.

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