Monopoly Gefängnis-Regeln: Wann du zahlen, würfeln oder Karte nutzen solltest

Lesedauer: 8 Min – Beitrag erstellt: 2. August 2026, zuletzt aktualisiert: 2. August 2026

Im Gefängnis hast du bei Monopoly drei Möglichkeiten: Du zahlst zu Beginn deines Zuges 50,00, nutzt eine passende Freiheitskarte oder versuchst, mit einem Pasch zu entkommen. Würfelst du spätestens im dritten Gefängniszug keinen Pasch, musst du die 50,00 zahlen und ziehst anschließend mit dem gewürfelten Ergebnis weiter.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst entscheidest du dich für die Zahlungs- oder Kartenoption. Wenn du keine davon verwendest, darfst du auf einen Pasch hoffen. Während deines Aufenthalts bleiben viele normale Besitzaktionen erlaubt, obwohl du nicht über das Spielfeld ziehst.

Wie kommt eine Spielfigur ins Gefängnis?

Es gibt drei offizielle Wege ins Gefängnis:

  • Du landest auf dem Feld „Gehe ins Gefängnis“.
  • Du ziehst eine Karte mit der Anweisung, direkt ins Gefängnis zu gehen.
  • Du würfelst in einem Zug dreimal hintereinander einen Pasch.

Beim dritten aufeinanderfolgenden Pasch endet dein Zug sofort. Du führst keinen weiteren Zug mit diesem Würfelwurf aus, sondern stellst deine Figur direkt auf das Gefängnisfeld. Die Bewegung durch den dritten Pasch zählt also nicht mehr.

Landest du dagegen einfach auf dem Gefängnisfeld, bist du normalerweise nur „zu Besuch“. Deine Figur steht dann im Gefängnisbereich, gilt aber nicht als inhaftiert und darf im nächsten Zug normal weiterziehen.

Was darfst du im Gefängnis tun?

Im Gefängnis setzt du deine Figur nicht durch einen normalen Würfelwurf über das Spielfeld. Trotzdem darfst du dich weiterhin um dein Vermögen kümmern. Du kannst Mieten kassieren, Häuser und Hotels bauen, Grundstücke handeln, Grundstücke verkaufen und Hypotheken aufnehmen oder zurückzahlen, sofern die allgemeinen Regeln dafür erfüllt sind.

Auch andere Spieler dürfen weiterhin auf deine Grundstücke kommen und dort Miete zahlen. Eine wichtige Ausnahme betrifft meist ein Grundstück, auf dem bereits eine Hypothek liegt: Dafür wird keine Miete verlangt. Diese Einschränkung hängt nicht mit dem Gefängnis zusammen, sondern mit der Hypothek.

Das Gefängnis unterbricht deshalb vor allem deine Bewegung. Es nimmt dir nicht automatisch deine Besitzrechte oder deine wirtschaftlichen Entscheidungen.

Die drei Wege zurück aufs Spielfeld

50,00 zahlen und danach würfeln

Zu Beginn eines deiner Gefängniszüge kannst du die Gebühr von 50,00 an die Bank zahlen. Danach würfelst du wie gewohnt und ziehst die Summe beider Würfel. Einen Pasch musst du dabei nicht erzielen. Der normale Zug beginnt erst, nachdem die Gebühr bezahlt wurde.

Anleitung
1Im ersten Gefängniszug darfst du zahlen, eine Karte einsetzen oder auf einen Pasch würfeln.
2Im zweiten Gefängniszug gelten dieselben Möglichkeiten.
3Im dritten Gefängniszug darfst du ebenfalls zunächst zahlen oder eine Karte nutzen.
4Gelingt dir auch dann kein Pasch, zahlst du 50,00 und ziehst mit deinem Wurf weiter.

Diese Möglichkeit ist besonders sinnvoll, wenn du schnell wieder Grundstücke erreichen oder eine günstige Position auf dem Spielfeld nutzen möchtest. Bezahlt wird vor dem Würfeln, nicht erst danach.

Eine Freiheitskarte verwenden

Besitzt du eine Karte wie „Du kommst aus dem Gefängnis frei“, kannst du sie zu Beginn deines Zuges einsetzen. Die Karte wird danach entsprechend den Regeln abgelegt beziehungsweise an den vorgesehenen Platz zurückgelegt. Anschließend würfelst du und ziehst mit dem Ergebnis weiter.

Du kannst eine solche Karte auch mit einem anderen Spieler handeln, wenn ihr euch auf einen Handel einigt. Ihr solltet dabei klar festlegen, wann die Karte übergeben wird. Maßgeblich ist, dass sie beim Beginn des Gefängniszugs tatsächlich in deinem Besitz ist.

Mit einem Pasch entkommen

Verwendest du weder Geld noch Freiheitskarte, darfst du würfeln. Zeigen beide Würfel dieselbe Zahl, verlässt du das Gefängnis sofort und ziehst um die gewürfelte Summe. Für diesen Pasch erhältst du keinen zusätzlichen Wurf, weil der Pasch hier der Befreiung dient.

Würfelst du keinen Pasch, bleibt deine Figur im Gefängnis. Dein Zug endet dann unmittelbar. Beim nächsten eigenen Zug kannst du erneut zahlen, eine Karte verwenden oder einen weiteren Befreiungsversuch starten.

Die Regel für den dritten Gefängniszug

Du hast höchstens drei eigene Züge Zeit, um einen Pasch zu würfeln. Die Zählung beginnt mit deinem ersten Zug nach der Einlieferung ins Gefängnis.

  1. Im ersten Gefängniszug darfst du zahlen, eine Karte einsetzen oder auf einen Pasch würfeln.
  2. Im zweiten Gefängniszug gelten dieselben Möglichkeiten.
  3. Im dritten Gefängniszug darfst du ebenfalls zunächst zahlen oder eine Karte nutzen.
  4. Gelingt dir auch dann kein Pasch, zahlst du 50,00 und ziehst mit deinem Wurf weiter.

Würfelst du im dritten Zug einen Pasch, zahlst du die Gebühr nicht. Du verlässt das Gefängnis und ziehst mit diesem Wurf. Die Zahl der bisherigen erfolglosen Versuche ist danach erledigt.

So wird die Zugfolge richtig angewendet

Ein häufiger Streit entsteht, weil die Spieler die Befreiungsoptionen in unterschiedlicher Reihenfolge abhandeln. Halte dich an diese Reihenfolge:

  1. Prüfe, der wievielte eigene Gefängniszug es ist.
  2. Entscheide, ob du die Gebühr zahlen möchtest.
  3. Prüfe, ob du stattdessen eine Freiheitskarte einsetzen willst.
  4. Wenn du keine dieser Möglichkeiten nutzt, würfelst du auf einen Pasch.
  5. Bei einem Pasch ziehst du sofort um die gewürfelte Summe.
  6. Bei einem normalen Wurf bleibst du bis zum nächsten Zug im Gefängnis, außer es handelt sich um den dritten Versuch.

Die Zahlung oder der Einsatz der Karte erfolgt also nicht automatisch. Du darfst dich auch bewusst dafür entscheiden, zunächst einen Pasch zu versuchen. Erst wenn der dritte Versuch ohne Pasch endet, wird die Zahlung verpflichtend.

Beispiel für mehrere Gefängniszüge

Spieler A wird auf das Gefängnisfeld geschickt. Im ersten eigenen Zug würfelt A eine Drei und eine Fünf. Da kein Pasch gefallen ist und A nicht zahlen oder eine Karte verwenden möchte, bleibt die Figur stehen. Im zweiten Zug fallen zwei Vieren. A ist frei und zieht acht Felder.

Anders läuft es, wenn Spieler B im dritten Gefängniszug eine Zwei und eine Fünf würfelt. B muss nun 50,00 zahlen und zieht sieben Felder. Die Figur bleibt nicht bis zum nächsten Zug stehen, weil die drei erlaubten Versuche bereits ausgeschöpft sind.

Wann lohnt sich die Zahlung?

Die 50,00 sind nicht zwingend sofort zu zahlen. Zu Beginn des ersten oder zweiten Gefängniszugs kannst du das Risiko eines weiteren Würfelversuchs eingehen. Gleichzeitig verpasst du in dieser Zeit möglicherweise lukrative Grundstücke, Ereignisfelder oder Chancen, deine Position auf dem Spielfeld zu verändern.

Eine Zahlung ist häufig dann attraktiv, wenn du schnell wieder handeln oder auf ein unbebautes Grundstück gelangen möchtest. In einer späteren Spielphase kann das Gefängnis dagegen sogar nützlich sein: Du kassierst weiterhin Mieten, während du gefährliche Felder anderer Spieler nicht mehr direkt erreichst. Die Entscheidung hängt deshalb von deiner Geldreserve, der Verteilung der Häuser und der Lage der anderen Figuren ab.

Typische Fehler bei der Gefängnisregel

  • Auf dem Gefängnisfeld landen bedeutet nicht immer Gefängnis. Ohne Anweisung bist du dort nur zu Besuch.
  • Ein Pasch im Gefängnis gibt keinen Zusatzwurf. Er beendet den Aufenthalt und bewegt die Figur.
  • Die dritte erfolglose Runde endet nicht mit einem Stillstand. Nach der Zahlung ziehst du mit dem gewürfelten Ergebnis weiter.
  • Die Gebühr wird nicht automatisch beim Eintritt fällig. Sie wird erst benötigt, wenn du sie als Befreiungsweg wählst oder der dritte Versuch scheitert.
  • Im Gefängnis sind Besitzaktionen nicht grundsätzlich verboten. Mieten, Handel und erlaubte Bau- oder Hypothekengeschäfte bleiben möglich.

Was gilt bei Hausregeln?

Viele Runden verändern die Gefängnisregel, etwa durch einen höheren Geldbetrag, eine automatische Befreiung nach einer bestimmten Zeit oder zusätzliche Belohnungen für Paschs. Solche Absprachen gelten nur, wenn sie vor oder während der Partie eindeutig festgelegt wurden.

Für eine Regelfrage sollte zuerst geprüft werden, welche Ausgabe von Monopoly und welche Erweiterungen verwendet werden. Karten mit eigenen Anweisungen können eine besondere Situation schaffen. Wenn eine Hausregel von der gedruckten Anleitung abweicht, sollte sie am Tisch ausdrücklich als Hausregel bezeichnet werden.

Häufige Fragen zu den Monopoly-Gefängnisregeln

Darfst du im Gefängnis Miete kassieren?

Ja, auch während deines Gefängnisaufenthalts kassierst du Miete, wenn eine andere Figur auf einem nicht hypothekierten Grundstück von dir landet. Das Gefängnis schränkt deine Bewegung ein, nicht aber deine Eigentumsrechte.

Bekommst du für einen Pasch im Gefängnis einen zusätzlichen Wurf?

Nein. Ein Pasch befreit dich aus dem Gefängnis und du ziehst nur um die gewürfelte Summe. Der sonst übliche zusätzliche Wurf für einen Pasch entfällt in dieser Situation.

Was passiert, wenn du eine Freiheitskarte erst nach dem Würfeln verwenden möchtest?

Die Karte muss zu Beginn deines Gefängniszugs eingesetzt werden, also bevor du würfelst. Hast du bereits ohne Karte gewürfelt, kannst du sie für diesen Zug normalerweise nicht nachträglich verwenden.

Darfst du im Gefängnis Häuser bauen oder Grundstücke handeln?

Ja, du darfst weiterhin Häuser und Hotels bauen sowie Grundstücke handeln, verkaufen oder beleihen, sofern die allgemeinen Monopoly-Regeln erfüllt sind. Dein Aufenthalt verhindert solche Besitzaktionen nicht.

Was geschieht, wenn du im dritten Gefängniszug einen Pasch würfelst?

Dann wirst du ohne Zahlung der Gebühr frei und ziehst mit diesem Paschwurf weiter. Der dritte Zug endet nach dieser Bewegung; einen zusätzlichen Wurf erhältst du nicht.

Kannst du im Gefängnis über Los gehen?

Nein, solange du im Gefängnis bleibst, bewegst du deine Figur nicht über das Spielfeld und erreichst dadurch auch nicht das Los-Feld. Erst nach einer erfolgreichen Befreiung und der anschließenden Bewegung kann ein Los-Feld wieder relevant werden.

Gilt die Gefängnisregel in jeder Monopoly-Ausgabe gleich?

Die Grundregel ist bei klassischen Ausgaben meist vergleichbar, einzelne Ausgaben, Erweiterungen oder Karten können jedoch abweichende Anweisungen enthalten. Bei einem Streitfall solltest du deshalb die Anleitung und die konkret verwendeten Karten prüfen; zusätzliche Absprachen gelten nur als Hausregel.

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