Funkenschlag: Nordamerika belohnt Spieler, die Kraftwerke, Rohstoffe und Netzausbau nicht getrennt betrachten. Wer nur billige Kraftwerke kauft, bekommt später zu wenig Versorgung. Wer zu früh viele Städte anschließt, zahlt hohe Rohstoffpreise und wird in der Spielreihenfolge bestraft. Und wer den Ressourcenmarkt ignoriert, steht schnell mit guten Kraftwerken da, die sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben lassen.
Auf der Nordamerika-Karte sind außerdem die Metropolen New York und Mexico City besonders zu beachten, weil sie aus jeweils zwei Stadtfeldern mit Verbindungskosten von 0 Elektro bestehen. Dazu kommt die eigene Rohstoffauffüllung der Nordamerika-Karte, wodurch Ressourcenplanung und Kraftwerkswahl besonders wichtig bleiben.
Nicht zu früh in Führung gehen
Der wichtigste strategische Grundsatz bei Funkenschlag lautet: Führung ist teuer. Wer vorne liegt, muss früher auf Kraftwerke bieten, kauft Rohstoffe später und baut Städte später. Dadurch zahlt der führende Spieler oft mehr und bekommt schlechtere Auswahl.
Auf der Nordamerika-Karte ist das besonders spürbar, weil gute Stadtpositionen und Rohstoffe schnell umkämpft sind. Wer zu früh viele Städte anschließt, sieht auf der Punkteleiste gut aus, bekommt aber in den nächsten Phasen Nachteile. Ein Spieler knapp dahinter kann günstiger Rohstoffe kaufen, günstiger bauen und in der Auktion besser reagieren.
Deshalb ist Zurückhaltung oft stärker als ein schneller Sprint. Du willst nicht dauerhaft Letzter sein, aber du willst auch nicht jede Runde unnötig vorne stehen. Ideal ist eine Position, in der du genug Einkommen hast, aber bei Rohstoffen und Netzausbau noch günstig einkaufen kannst.
Kraftwerke nicht nur nach der Zahl kaufen
Die Zahl auf einem Kraftwerk zeigt den Mindestpreis, aber nicht den echten Wert. Entscheidend ist, wie viele Städte das Kraftwerk versorgt, welche Rohstoffe es braucht und ob diese Rohstoffe auf der Nordamerika-Karte knapp werden.
Ein Kraftwerk kann günstig aussehen, aber teure oder stark umkämpfte Rohstoffe brauchen. Dann kostet es über mehrere Runden mehr, als der Kaufpreis vermuten lässt. Umgekehrt kann ein etwas teureres Kraftwerk besser sein, wenn es mehrere Städte zuverlässig versorgt oder Rohstoffe nutzt, die gerade weniger umkämpft sind.
Achte deshalb nicht nur auf den Auktionspreis. Rechne immer mit: Was kostet mich der Betrieb in den nächsten Runden? Bekomme ich die Rohstoffe zuverlässig? Passt die Kapazität zu meinem geplanten Stadtausbau? Ein Kraftwerk, das genau zu deiner nächsten Ausbaustufe passt, ist oft besser als ein scheinbar starkes Kraftwerk, das dein System aus dem Gleichgewicht bringt.
Rohstoffe sind oft wichtiger als der Kraftwerkspreis
Viele Partien werden nicht in der Auktion entschieden, sondern beim Rohstoffkauf. Wenn mehrere Spieler Kohle, Öl oder Müll brauchen, steigen die Kosten schnell. Dann kann ein eigentlich gutes Kraftwerk zur Belastung werden.
Beobachte deshalb jede Runde, welche Rohstoffe die anderen Spieler benötigen. Wenn drei Spieler Kohle brauchen, wird Kohle teurer und knapper. Wenn nur du einen bestimmten Rohstoff nutzt, bekommst du ihn günstiger und planbarer. Diese Information sollte deine Kraftwerkskäufe stark beeinflussen.
Besonders gefährlich ist es, ein Kraftwerk zu kaufen, dessen Rohstoff bereits stark nachgefragt wird. Dann zahlst du in der Auktion vielleicht viel Geld und anschließend auch noch hohe Betriebskosten. Besser ist ein Mix, der dich unabhängiger macht.
Baue dein Kraftwerksportfolio ausgewogen auf
Ein gutes Kraftwerksportfolio versorgt genug Städte, ohne dich an einen einzigen Rohstoff zu ketten. Wenn alle deine Kraftwerke dieselbe Ressource brauchen, bist du abhängig vom Markt. Sobald andere Spieler denselben Rohstoff kaufen, wird dein Betrieb teuer.
Ein ausgewogener Mix kann aus Kohle, Öl, Müll, Uran, Gas oder erneuerbaren Kraftwerken bestehen, je nach Ausgabe und Kartensatz. Wichtig ist nicht, jede Art zu besitzen, sondern nicht komplett vorhersehbar und angreifbar zu sein.
Auch die Kapazität muss passen. Drei kleine Kraftwerke, die zusammen wenige Städte versorgen, bringen dich nicht weit. Ein zu großer Sprung kann aber ebenfalls teuer sein, wenn du die zusätzliche Kapazität noch nicht in Einkommen umsetzen kannst. Gute Kraftwerkskäufe passen zu deiner nächsten und übernächsten Bauphase.
In Auktionen nicht aus Stolz mitbieten
Funkenschlag lebt von Auktionen, und genau dort verlieren viele Spieler Geld. Ein Kraftwerk wird nicht besser, nur weil du es unbedingt haben willst. Wenn der Preis zu hoch steigt, solltest du aussteigen können.
Ein häufiger Fehler ist das emotionale Weiterbieten. Man hat den Plan im Kopf, dieses Kraftwerk zu kaufen, und lässt sich dann in ein Duell treiben. Am Ende gewinnt man zwar die Auktion, hat aber zu wenig Geld für Rohstoffe und Städte. Dann war der Kauf kein Erfolg, sondern ein teurer Umweg.
Vor jeder Auktion solltest du eine gedankliche Obergrenze haben. Diese Grenze hängt davon ab, wie gut das Kraftwerk zu deinem Plan passt, wie knapp der Rohstoff ist und wie viel Geld du danach noch brauchst. Wer ohne Grenze bietet, macht es den anderen leicht, ihn auszubluten.
Passe dein Gebot an die Bauphase an
Ein Kraftwerk ist nur dann wertvoll, wenn du es rechtzeitig nutzen kannst. Wenn du gerade nicht genug Geld hast, um zusätzliche Städte anzuschließen, bringt dir ein starkes Kraftwerk zunächst wenig. Du zahlst viel, bekommst aber nicht sofort mehr Einkommen.
Umgekehrt kann ein neues Kraftwerk genau dann entscheidend sein, wenn du in derselben Runde oder kurz danach mehrere Städte anschließen willst. Dann verwandelt sich die Kapazität schnell in Einnahmen.
Deshalb solltest du vor dem Bieten fragen: Wie viele Städte kann ich nach dieser Runde wirklich versorgen? Wie viele kann ich anschließen? Reicht mein Geld für Rohstoffe? Ein Kraftwerk ohne passenden Ausbauplan ist häufig zu früh gekauft.
Metropolen gezielt einplanen
New York und Mexico City bestehen auf der Nordamerika-Karte jeweils aus zwei Stadtfeldern mit Verbindungskosten von 0 Elektro zwischen diesen beiden Feldern. Du darfst aber nur ein eigenes Haus in jedem der beiden Stadtfelder einer Metropole haben.
Strategisch bedeutet das: Diese Bereiche können beim Netzausbau sehr attraktiv sein, weil sie kurze Wege ermöglichen und die Karte verdichten. Gleichzeitig werden solche Knotenpunkte schnell interessant für mehrere Spieler. Wer dort früh gut steht, kann Anschlusskosten sparen oder spätere Ausbreitung erleichtern.
Trotzdem solltest du Metropolen nicht nur deshalb ansteuern, weil sie auffällig sind. Entscheidend ist, ob sie zu deinem gesamten Netz passen. Ein günstiger Anschluss ist gut, aber wenn du dadurch in eine umkämpfte Region gerätst oder lange Verbindungen erzwingst, kann der Vorteil verpuffen.
Netzaufbau nicht zu breit beginnen
Ein häufiger Fehler ist ein zu breites Startnetz. Man baut in eine Region hinein, nimmt mehrere Richtungen mit und hofft, später flexibel zu sein. Das kostet aber oft zu viel Verbindungsgeld. Gerade am Anfang ist Geld knapp, und jeder unnötige Elektro fehlt bei Kraftwerken oder Rohstoffen.
Besser ist ein Start, der günstig erweitert werden kann. Suche Regionen mit bezahlbaren Anschlusskosten und mehreren sinnvollen Folgestädten. Ein gutes Netz wächst natürlich weiter, statt jedes Mal teure Sprünge machen zu müssen.
Wenn du zu früh weit entfernte Städte anschließt, kann dein Netz auseinandergezogen werden. Dann zahlst du später hohe Verbindungskosten, während andere Spieler kompakter und günstiger wachsen. Das rächt sich besonders in der mittleren Spielphase.
Nicht jede billige Stadt ist wirklich gut
Eine Stadt ist nicht automatisch gut, nur weil der Anschluss günstig ist. Entscheidend ist, welche Erweiterungsmöglichkeiten sie eröffnet. Eine billige Sackgasse kann dich später blockieren. Eine etwas teurere Stadt kann besser sein, wenn sie den Weg zu mehreren günstigen Folgestädten öffnet.
Bei Funkenschlag solltest du Städte immer als Teil eines Netzes betrachten. Der einzelne Baupreis ist nur der erste Schritt. Die späteren Verbindungskosten bestimmen, ob der Standort langfristig gut ist.
Prüfe vor dem Bau, wohin du danach wachsen kannst. Wenn du von einer Stadt aus nur mit hohen Kosten weiterkommst, sollte sie wirklich einen klaren Nutzen haben. Sonst ist sie eine Falle, die deinen Ausbau verlangsamt.
Die Reihenfolge beim Bauen bewusst nutzen
In der Bauphase bauen die Spieler nicht alle unter denselben Bedingungen. Die Spielreihenfolge entscheidet, wer zuerst oder später Zugriff auf günstige Städte bekommt. Wer hinten in der Reihenfolge steht, kann oft billiger bauen oder Lücken nutzen.
Wenn du in dieser Runde gute Bauposition hast, solltest du sie nicht verschenken. Baue dort, wo du langfristig Kosten sparst oder Gegnern eine wichtige Stelle wegnimmst. Wenn deine Position schlecht ist, kann es manchmal besser sein, weniger zu bauen und Geld für die nächste Runde zu behalten.
Gerade auf einer umkämpften Karte ist der richtige Bauzeitpunkt entscheidend. Eine Stadt, die jetzt günstig ist, kann später besetzt sein. Umgekehrt kann ein vorschneller Bau dich in Führung bringen und die nächste Runde verteuern.
Einkommen und Versorgung zusammen planen
Mehr Städte bringen nur dann mehr Einkommen, wenn du sie auch mit Strom versorgen kannst. Es bringt wenig, viele Häuser zu bauen, wenn deine Kraftwerke nur einen Teil davon beliefern. Dann hast du Geld ausgegeben, ohne den vollen Ertrag zu bekommen.
Vor jeder Bauphase solltest du wissen, wie viele Städte du tatsächlich versorgen kannst. Wenn du Kraftwerke für acht Städte hast, aber schon zehn Städte besitzt, zahlen sich die zusätzlichen Häuser nicht voll aus. Manchmal ist es besser, erst ein neues Kraftwerk zu kaufen und danach zu bauen.
Umgekehrt solltest du Kraftwerkskapazität nicht zu lange ungenutzt lassen. Wenn du mehr Städte versorgen könntest, aber nicht gebaut hast, entgeht dir Einkommen. Die Kunst besteht darin, Kraftwerke und Stadtausbau möglichst eng aufeinander abzustimmen.
Den Rohstoffmarkt der Gegner lesen
Bei Funkenschlag sieht man sehr gut, welche Kraftwerke die anderen Spieler haben und welche Rohstoffe sie brauchen. Diese Information ist wertvoll. Sie zeigt dir, welche Ressourcen knapp werden und wann ein Kraftwerkstyp besonders attraktiv oder gefährlich ist.
Wenn mehrere Gegner Öl brauchen, kann ein Ölkraftwerk teuer werden. Wenn kaum jemand Müll nutzt, kann ein Müllkraftwerk plötzlich sehr effizient sein. Wenn Uran knapp und teuer wird, verliert ein Uran-Kraftwerk an Reiz, selbst wenn es wenig Brennstoff braucht.
Beobachte auch, wer Rohstoffe lagern kann. Manche Spieler kaufen früh mehr, um den Markt zu verknappen. Wenn du dann in derselben Ressource hängst, zahlst du den Preis. Ein anderer Kraftwerkstyp kann dich unabhängiger machen.
Rohstoffe nicht zu knapp kaufen
Es ist verlockend, nur genau die Rohstoffe zu kaufen, die du in dieser Runde brauchst. Das spart kurzfristig Geld. Es kann aber riskant sein, wenn ein Rohstoff in der nächsten Runde knapp oder sehr teuer wird.
Wenn du günstige Rohstoffe bekommst und Lagerplatz auf deinen Kraftwerken hast, kann Vorratskauf sinnvoll sein. Du sicherst dir zukünftigen Betrieb und erschwerst es anderen Spielern, günstig einzukaufen. Das gilt besonders für umkämpfte Ressourcen.
Aber Vorsicht: Zu viel Lagerung bindet Geld. Rohstoffe auf Kraftwerken sind nur dann gut, wenn sie später wirklich gebraucht werden. Wer zu viel hortet, hat vielleicht zu wenig für Städte oder Auktionen.
Erneuerbare Kraftwerke richtig bewerten
Kraftwerke ohne Brennstoffkosten sind sehr angenehm, weil sie dich vom Rohstoffmarkt entkoppeln. Sie liefern planbare Versorgung und schützen dich vor teuren Ressourcen. Deshalb sind sie oft mehr wert, als ihr reiner Kaufpreis zunächst vermuten lässt.
Trotzdem solltest du auch hier nicht übertreiben. Ein erneuerbares Kraftwerk mit geringer Kapazität kann dich nicht allein tragen. Wenn du dafür zu viel zahlst, fehlt Geld für den Netzausbau. Entscheidend ist wieder das Verhältnis aus Preis, Kapazität und Timing.
Besonders stark sind solche Kraftwerke, wenn der Rohstoffmarkt angespannt ist. Je teurer Kohle, Öl oder Müll werden, desto wertvoller wird eine Versorgung ohne Brennstoff. In einer entspannten Rohstofflage kann ein normales Kraftwerk günstiger sein.
Den Kraftwerksmarkt aktiv beobachten
Der Kraftwerksmarkt ist nicht nur eine Auswahl an Karten. Er zeigt auch, was bald kommen kann und welche Spieler wahrscheinlich worauf bieten. Wenn ein starkes Kraftwerk im zukünftigen Markt liegt, solltest du abschätzen, wann es erreichbar wird.
Manchmal lohnt es sich, eine Auktion zu beeinflussen, damit ein bestimmtes Kraftwerk früher oder später in den aktuellen Markt kommt. Manchmal ist es besser, ein mittelmäßiges Kraftwerk zu nehmen, weil das nächste starke Kraftwerk für dich zu teuer würde.
Wichtig ist, nicht nur den aktuellen Markt zu sehen. Der zukünftige Markt beeinflusst die Erwartungen der Spieler. Wenn alle auf ein bestimmtes Kraftwerk warten, können die Auktionen davor günstiger werden. Das kann eine Chance sein.
Nicht zu spät modernisieren
Alte Kraftwerke sind am Anfang nützlich, werden später aber ineffizient. Sie versorgen zu wenige Städte oder brauchen zu viele Rohstoffe. Wer zu spät modernisiert, bleibt in der Versorgung hängen und verliert Einkommen.
Ein guter Zeitpunkt zum Modernisieren ist erreicht, wenn ein neues Kraftwerk deutlich mehr Städte versorgt oder dich von einem teuren Rohstoff entlastet. Dann kann sich auch ein höherer Kaufpreis lohnen, weil du in den nächsten Runden mehr Einkommen und weniger Betriebskosten hast.
Warte nicht darauf, dass das perfekte Kraftwerk erscheint. Funkenschlag bestraft Stillstand. Ein gutes rechtzeitiges Kraftwerk ist oft besser als ein perfektes Kraftwerk, das du erst bekommst, wenn die anderen schon davongezogen sind.
Die mittlere Spielphase entscheidet viel
In der Anfangsphase wird vorbereitet. In der Endphase wird zugespitzt. Die mittlere Phase entscheidet aber oft, wer wirklich effizient ist. Dort müssen Kraftwerke, Rohstoffe und Netzausbau zusammen funktionieren.
Wenn du in dieser Phase zu viel Geld in Auktionen verlierst, fehlt dir der Ausbau. Wenn du zu viele Städte baust, fehlt dir Geld für Rohstoffe. Wenn du zu wenige Städte baust, nutzt du deine Kraftwerke nicht aus. Genau hier trennt sich gutes Timing von zufälligem Spielen.
Eine starke mittlere Phase bedeutet: Du kaufst nicht jedes Kraftwerk, sondern das passende. Du baust nicht maximal, sondern wirtschaftlich. Du kaufst Rohstoffe nicht blind, sondern mit Blick auf die nächste Runde.
In der Endphase nicht am falschen Ort sparen
Am Ende zählt, wie viele Städte du versorgen kannst. Ein paar gesparte Elektro helfen wenig, wenn dir dadurch eine Stadt, ein Rohstoff oder ein Kraftwerk fehlt. In der Endphase musst du anders rechnen als am Anfang.
Wenn ein zusätzlicher Bau dich in die Nähe des Spielsiegs bringt, kann ein teurer Anschluss richtig sein. Wenn ein Rohstoff teuer ist, aber deine Versorgung sichert, musst du ihn kaufen. Geld auf der Hand gewinnt nicht, wenn es nicht in Versorgung umgesetzt wird.
Trotzdem sollte die Endphase nicht chaotisch werden. Prüfe genau: Wie viele Städte kann ich nach dem Bau versorgen? Welche Rohstoffe brauche ich? Kann ein Gegner vor mir das Spielende auslösen? Wer diese Fragen beantwortet, spielt die letzten Runden deutlich sicherer.
Gegner nicht unbeabsichtigt zum Sieg führen
Manchmal löst ein Spieler das Spielende aus, obwohl ein anderer besser vorbereitet ist. Das ist einer der häufigsten Endspielfehler. Du baust auf die nötige Stadtzahl, aber ein Gegner kann mehr Städte versorgen und gewinnt dadurch.
Vor einem großen Ausbau musst du deshalb prüfen, wer von einem Spielende profitiert. Es reicht nicht, selbst viele Städte zu haben. Du musst auch genug Kraftwerke und Rohstoffe besitzen, um sie zu versorgen.
Wenn ein Gegner sichtbar mehr Versorgungskapazität hat, kann es falsch sein, das Spielende zu beschleunigen. Dann ist es besser, noch eine Runde zu modernisieren, Rohstoffe zu sichern oder die eigene Versorgung zu verbessern.
Typische Fehler bei Funkenschlag: Nordamerika
Ein häufiger Fehler ist zu schnelles Bauen. Viele Städte sehen stark aus, führen aber zu schlechter Reihenfolge, teuren Rohstoffen und Geldmangel. Wer vorne liegt, zahlt in den nächsten Phasen oft mehr.
Ein zweiter Fehler ist ein zu einseitiger Kraftwerksmix. Wenn alle eigenen Kraftwerke denselben Rohstoff brauchen, wird man abhängig und leicht angreifbar. Sobald der Markt knapp wird, steigen die Betriebskosten.
Auch zu teure Auktionen sind gefährlich. Ein Kraftwerk kann strategisch passen, aber ab einem bestimmten Preis zerstört es deinen nächsten Zug. Dann fehlt Geld für Rohstoffe oder Netzausbau.
Ein weiterer Fehler ist eine zu späte Modernisierung. Alte Kraftwerke können dich lange tragen, aber irgendwann blockieren sie dein Wachstum. Wer den richtigen Zeitpunkt verpasst, kommt in der Endphase nicht mehr hinterher.
Gute Einsteigerstrategie
Für die ersten Partien ist eine vorsichtige, ausgewogene Strategie sinnvoll. Kaufe Kraftwerke, die genug Städte versorgen, aber dich nicht auf einen überfüllten Rohstoffmarkt zwingen. Baue Städte in einer kompakten Region und vermeide teure Sprünge.
Versuche, nicht dauerhaft vorne zu liegen. Eine Position knapp hinter der Spitze ist oft angenehm, weil du bessere Einkaufsmöglichkeiten bekommst. Nutze diesen Vorteil, um günstiger Rohstoffe zu kaufen und dein Netz planvoll zu erweitern.
Achte außerdem darauf, Kraftwerkskapazität und Städtezahl zusammenzuhalten. Wenn du sechs Städte versorgen kannst, solltest du nicht zwölf Städte bauen. Wenn du zehn Städte versorgen kannst, aber nur sieben besitzt, lässt du Einkommen liegen. Die Balance ist wichtiger als ein einzelner spektakulärer Zug.
Fortgeschrittene Tipps
Fortgeschrittene Spieler nutzen die Spielreihenfolge aktiv. Sie bauen manchmal bewusst weniger, um in der nächsten Runde bessere Rohstoffpreise und bessere Bauposition zu bekommen. Sie treiben Auktionen hoch, ohne selbst zu viel zu zahlen, und lesen den Rohstoffbedarf der Gegner genau.
Auch der Kraftwerksmarkt wird stärker taktisch genutzt. Wer erkennt, welches Kraftwerk für welchen Spieler entscheidend ist, kann Auktionen besser einschätzen. Manchmal lohnt es sich, einem Gegner ein Kraftwerk teuer zu machen. Manchmal ist es besser, ihn ein unpassendes Kraftwerk kaufen zu lassen.
In der Endphase rechnen starke Spieler nicht nur ihre eigenen Möglichkeiten, sondern auch die der Gegner. Wer kann wie viele Städte versorgen? Wer hat genug Rohstoffe? Wer kann das Spielende auslösen? Diese Übersicht entscheidet oft die Partie.
Häufige Fragen
Was ist der wichtigste Tipp für Funkenschlag: Nordamerika?
Der wichtigste Tipp ist, nicht zu früh zu weit nach vorne zu gehen. Wer führt, zahlt oft mehr für Rohstoffe und baut später. Eine Position knapp hinter der Spitze kann wirtschaftlich stärker sein.
Welche Kraftwerke sind am besten?
Die besten Kraftwerke sind nicht automatisch die teuersten. Stark sind Kraftwerke, die zur geplanten Städtezahl passen, zuverlässige Rohstoffe nutzen und im richtigen Moment mehr Versorgung ermöglichen.
Sollte ich viele Städte schnell anschließen?
Nicht unbedingt. Städte bringen nur dann wirklich Einkommen, wenn du sie auch mit Strom versorgen kannst. Zu schnelles Bauen kann dich in der Reihenfolge bestrafen und Geld binden.
Wie wichtig ist der Rohstoffmarkt?
Sehr wichtig. Rohstoffpreise entscheiden, ob ein Kraftwerk wirtschaftlich ist. Wer dieselben Rohstoffe braucht wie mehrere Gegner, zahlt oft zu viel.
Wann sollte ich ein Kraftwerk modernisieren?
Modernisiere, wenn ein neues Kraftwerk deutlich mehr Städte versorgt oder dich von teuren Rohstoffen entlastet. Warte nicht zu lange auf das perfekte Kraftwerk.
Sind erneuerbare Kraftwerke besonders stark?
Sie können sehr stark sein, weil sie keine Rohstoffe brauchen. Trotzdem muss der Kaufpreis zur Kapazität passen. Ein zu teuer gekauftes Kraftwerk kann den Netzausbau bremsen.
Wie spiele ich die Endphase besser?
Rechne vor einem großen Ausbau genau nach, wie viele Städte du wirklich versorgen kannst. Löse das Spielende nicht aus, wenn ein Gegner besser vorbereitet ist.
Sollte man Rohstoffe auf Vorrat kaufen?
Ja, wenn sie günstig sind und du sie sicher brauchst. Zu viel Vorrat bindet aber Geld. Vorratskauf ist stark, wenn er dich absichert oder Gegnern den Markt verteuert.
Was ist auf der Nordamerika-Karte besonders wichtig?
Die Metropolen New York und Mexico City, günstige Netzanschlüsse, Rohstoffplanung und das richtige Timing beim Ausbau sind besonders wichtig. Wer Netz und Kraftwerke nicht zusammen plant, verliert schnell Effizienz.
Was machen Anfänger häufig falsch?
Anfänger bauen oft zu schnell, bieten zu hoch auf Kraftwerke oder kaufen Rohstoffe ohne Blick auf die Gegner. Außerdem wird die Spielreihenfolge häufig unterschätzt.