Similo Spielanleitung: Regeln und Tipps zum Ratespiel

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 29. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2026

Similo ist ein kooperatives Ratespiel, bei dem eine Person einen geheimen Hinweisgeber darstellt und die anderen gemeinsam eine gesuchte Figur finden. Entscheidend ist nicht bloß Wissen, sondern das geschickte Deuten von Ähnlichkeiten, Ausschlüssen und kleinen Hinweisen.

Wer die Abläufe einmal verstanden hat, kann sehr zügig mitspielen. Danach hängt viel davon ab, wie gut die Hinweise gelesen werden und wie sauber das Team gemeinsame Schlüsse zieht.

Worum es bei Similo geht

Im Kern versucht die Gruppe, aus einer wachsenden Auswahl von Figuren genau die gesuchte Karte zu erkennen. Eine Person kennt die Zielkarte, legt aber keine direkten Namen oder Beschreibungen offen, sondern spielt über andere Karten Hinweise aus. Die übrigen Mitspielenden müssen aus diesen Hinweisen ableiten, welche Karten ähnlich sind und welche eher ausscheiden.

Der Reiz entsteht aus dem Wechsel zwischen Sicherheit und Unsicherheit. Ein Hinweis kann mehrere Eigenschaften betreffen, etwa Aussehen, Rolle, Stimmung, Herkunft oder andere thematische Gemeinsamkeiten. Gerade weil die Aussagen indirekt sind, lebt das Spiel von Aufmerksamkeit und von guter Abstimmung am Tisch.

Spielmaterial und Vorbereitung

Je nach Version besteht Similo aus einem Kartenstapel mit vielen unterschiedlichen Figuren aus einem gemeinsamen Themenbereich. Vor dem Start legt ihr die Zielkarte geheim fest und mischt den restlichen Stapel gut durch. Die übrigen Karten werden offen in einer Reihe ausgelegt, damit alle den aktuellen Stand jederzeit sehen können.

Es hilft, wenn alle kurz wissen, wer die Rolle des Hinweisgebers übernimmt und wer gemeinsam rät. Die Gruppe sollte außerdem beachten, dass die gesuchte Karte selbst nie offen im Sichtfeld liegt. Sie bleibt verborgen, während nur über passende oder unpassende Vergleiche gearbeitet wird.

So baut ihr das Spiel auf

  1. Die Zielkarte wird verdeckt beiseitegelegt.
  2. Die übrigen Karten werden gemischt.
  3. Eine offene Auslage mit mehreren Figuren wird erstellt.
  4. Die Hinweisgeber-Rolle wird festgelegt.
  5. Die Gruppe beginnt mit dem ersten Vergleichshinweis.

Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass der Einstieg ohne lange Erklärung gelingt. Sobald die ersten Karten liegen, beginnt das eigentliche Ableiten der Gemeinsamkeiten.

So laufen Hinweise im Spiel ab

Der Hinweisgeber wählt in jeder Runde eine Karte aus der Hand oder aus dem verfügbaren Stapel und legt sie so aus, dass sie eine Beziehung zur geheimen Zielkarte erkennen lässt. Dabei kann eine Karte als ähnlich oder als unähnlich eingesetzt werden. Genau diese Unterscheidung ist wichtig, weil die Mitspielenden daraus entnehmen, ob sie in eine bestimmte Richtung denken oder eher eine Karte aussortieren sollen.

Anleitung
1Die Zielkarte wird verdeckt beiseitegelegt.
2Die übrigen Karten werden gemischt.
3Eine offene Auslage mit mehreren Figuren wird erstellt.
4Die Hinweisgeber-Rolle wird festgelegt.
5Die Gruppe beginnt mit dem ersten Vergleichshinweis.

Ähnlichkeit meint dabei nicht nur das Offensichtliche. Eine Figur kann zum Beispiel über Farbe, Haltung, Wirkung, Funktion oder erzählerische Rolle mit der Zielkarte verbunden sein. Ebenso kann ein Ausschluss sinnvoll sein, wenn eine Karte gezielt auf einen Gegensatz hinweist.

Nach jedem Hinweis diskutiert die Gruppe, welche Karten in der Auslage am besten passen. Dann wird meist eine Karte entfernt oder seltener eine verbleibende Karte bestätigt, je nach Spielversion und Spielrunde. Auf diese Weise verdichtet sich die Auswahl Schritt für Schritt.

Was beim Raten wirklich zählt

Wer gut spielt, sucht nicht nur nach einzelnen Merkmalen, sondern nach Mustern. Ein erster Hinweis kann eine breite Richtung vorgeben, der nächste Hinweis schränkt diese Richtung weiter ein. Dadurch entsteht ein Netz aus Bezügen, das am Ende nur noch wenige sinnvolle Optionen übrig lässt.

Ein häufiger Fehler ist es, einen Hinweis zu wörtlich zu nehmen. Oft ist nicht ein einzelnes Detail gemeint, sondern die Gesamtwirkung. Wenn eine Karte beispielsweise „edel“ wirkt, kann das eine Figur mit königlicher Ausstrahlung, aber auch eine besonders aufwendig gestaltete oder würdevoll auftretende Figur sein.

Wichtig ist außerdem, die Reihenfolge der Hinweise zu beachten. Ein früher Hinweis kann als grobe Spur gedacht sein, während spätere Karten präzisieren oder Korrekturen liefern. Wer nur auf die letzte Karte schaut, übersieht leicht den roten Faden.

Typische Denkfehler am Tisch

  • Zu schnell wird eine Karte nur wegen eines einzelnen Details ausgewählt.
  • Mehrdeutige Hinweise werden nur in einer Bedeutung gelesen.
  • Die bisher entfernten Karten werden beim Weiterdenken nicht genug berücksichtigt.
  • Die Gruppe diskutiert zu lange über Nebenaspekte statt über die stärksten Gemeinsamkeiten.

Gerade bei diesem Spiel ist es sinnvoll, früh zu prüfen, welche Karten immer weniger passen. Das spart Zeit und verhindert, dass man sich an einer scheinbar naheliegenden Figur festbeißt.

Ein sinnvoller Ablauf während der Runde

Hilfreich ist ein ruhiger Rhythmus aus Hinsehen, Besprechen und Entfernen. Zuerst betrachtet ihr alle offenen Karten gemeinsam. Danach wird der neue Hinweis mit den bereits gesammelten Eindrücken abgeglichen. Anschließend entscheidet die Gruppe, welche Figur am wenigsten gut zur Gesamtlage passt.

So bleibt die Runde übersichtlich, auch wenn mehrere Personen mitdenken. Besonders bei jüngeren Mitspielenden oder in gemischten Gruppen zahlt sich dieser Ablauf aus, weil jeder Schritt nachvollziehbar bleibt. Das Spiel wirkt dann weniger chaotisch und mehr wie gemeinsames Entschlüsseln.

Ein kurzes Vorgehen für die ersten Minuten

  1. Die erste Karte als grobe Richtung lesen.
  2. Die auffälligsten Gemeinsamkeiten nennen.
  3. Widersprüche ebenso ernst nehmen wie Ähnlichkeiten.
  4. Nach dem zweiten Hinweis die Auswahl enger machen.
  5. Erst dann eine klare Tendenz festlegen.

Wer so vorgeht, landet meist schneller bei der richtigen Spur. Vor allem verhindert diese Reihenfolge, dass man zu früh eine Richtung festlegt und später nur schwer davon abrückt.

Darauf kommt es beim Hinweisgeben an

Als Hinweisgeber ist es wichtig, nicht zu eindeutig zu werden. Der Reiz entsteht gerade daraus, dass die Gruppe selbst schlussfolgern muss. Ein guter Hinweis lenkt, ohne die Lösung offen zu legen. Dafür braucht es ein Gefühl für die aktuelle Spielsituation und für die Karten, die bereits aus der Auslage verschwunden sind.

Ein Hinweis sollte außerdem zur Gruppe passen. Mit sehr erfahrenen Spielern kann man feiner und riskanter spielen. Mit Einsteigern funktionieren deutlich klarere Vergleiche besser. Wer das berücksichtigt, sorgt dafür, dass das Spielgefühl ausgewogen bleibt.

Manchmal ist es klüger, über eine bekannte Gemeinsamkeit zu arbeiten, anstatt ein exotisches Detail zu wählen. Wenn die Mitspielenden den Bezug sofort erkennen, entsteht schneller Orientierung. Ein zu spezieller Vergleich kann dagegen unnötig viele Deutungen öffnen.

Warum Absprache so wichtig ist

Similo ist kooperativ, also gewinnt oder verliert die Gruppe gemeinsam. Deshalb ist offene, kurze Absprache während des Ratens besonders wertvoll. Dabei geht es nicht darum, alles laut auszudiskutieren, sondern die stärksten Beobachtungen schnell zu bündeln.

Wer seine Überlegung erklärt, hilft den anderen beim Einordnen. So kann eine Person auf ein Merkmal achten, während eine andere die vorherigen Karten im Blick behält. Dieses Zusammenspiel ist oft stärker als die beste Einzelidee.

Gleichzeitig sollte die Gruppe nicht in endlose Debatten kippen. Wenn mehrere Karten nur noch schwach passen, ist ein klarer Schnitt oft besser als langes Abwägen. Das hält die Spannung hoch und sorgt dafür, dass die Runde in Fluss bleibt.

So wird das Spiel leichter oder schwieriger

Die Schwierigkeit lässt sich meist über die Auswahl der Kartensets und die Erfahrung der Gruppe beeinflussen. Themen mit klar unterscheidbaren Figuren sind für den Einstieg oft angenehmer. Später können komplexere Sets mehr Tiefe bringen, weil die Merkmale subtiler werden.

Auch die Zusammensetzung der Tischrunde spielt eine Rolle. Wer ähnliche Interessen hat oder sich mit dem Thema gut auskennt, findet schneller Verbindungen. Eine gemischte Gruppe arbeitet dagegen häufiger über allgemeine Eigenschaften und entdeckt dadurch andere Lösungswege.

Bei jüngeren Kindern hilft es, wenn alle die Bilder gut erkennen können und die Diskussion nicht zu lang wird. Erwachsene profitieren eher von feineren Vergleichen und von Hinweisen, die mehrere Ebenen zugleich ansprechen.

Einige gute Tipps für bessere Runden

Es lohnt sich, Karten nicht nur nach Aussehen, sondern auch nach ihrer Rolle zu betrachten. Figuren, die wichtig, mächtig, freundlich, gefährlich, ruhig oder auffällig wirken, lassen sich oft über diese Stimmung vergleichen. Genau dort liegen häufig die stärksten Anhaltspunkte.

Außerdem zahlt es sich aus, entfernte Karten bewusst mit zu berücksichtigen. Sobald eine Figur ausgeschlossen ist, verändert sich die Bedeutung aller späteren Hinweise. Wer diese Dynamik versteht, liest das Spiel deutlich sauberer.

Wenn ihr merkt, dass mehrere mögliche Lösungen fast gleich gut erscheinen, hilft ein Blick auf den Ablauf der Runde. Welche Karte passt nicht mehr zu den ersten Hinweisen? Welche Figur widerspricht dem letzten Vergleich am stärksten? Diese Fragen bringen oft schneller Klarheit als ein erneuter Blick auf die Gesamtmenge.

Drei Runden aus der Praxis

Am Anfang wird breit gedacht: Die erste Karte zeigt eine eher allgemeine Richtung, etwa etwas Königliches, Tierisches oder Magisches. Die Gruppe nutzt diesen ersten Eindruck nur als Orientierung und prüft danach, welche offenen Karten überhaupt noch in diese Linie passen.

Im Mittelteil wird enger verglichen: Ein zweiter Hinweis greift dieselbe Richtung auf, schränkt sie aber stärker ein. Nun rücken einzelne Karten in den Fokus, die vorher noch gut aussahen, aber mit dem neuen Hinweis nicht mehr zusammenpassen. So entsteht nach und nach ein klareres Bild.

Kurz vor der Lösung wird entschieden: Am Ende bleiben oft nur zwei oder drei Figuren übrig. Dann zählt vor allem, welcher Hinweis am saubersten zusammen mit den vorherigen Karten gelesen werden kann. Häufig gewinnt nicht die auffälligste Figur, sondern diejenige, die alle Hinweise am stimmigsten verbindet.

Was bei häufigen Fehlgriffen hilft

Wenn eine Runde oft in die falsche Richtung läuft, liegt das meist an zu breiten Deutungen oder zu schnellen Entscheidungen. Dann lohnt es sich, jeden neuen Hinweis stärker mit den vorherigen zu verknüpfen. Einzelne Merkmale dürfen nicht losgelöst betrachtet werden, sonst entstehen Scheinkombinationen.

Hilfreich ist auch, deutlich zwischen sicheren und unsicheren Beobachtungen zu unterscheiden. Nicht jede Ähnlichkeit ist gleich stark. Manche Merkmale sind nur Randnotizen, andere tragen die ganze Lösung. Wer das trennt, trifft stabilere Entscheidungen.

Falls eine Gruppe sehr unterschiedlich denkt, kann eine kurze Rollenverteilung helfen. Eine Person achtet auf Bildmerkmale, eine andere auf erzählerische Nähe, eine dritte auf bereits entfernte Karten. So verteilt sich die Aufmerksamkeit, ohne die Runde zu überladen.

Unterschiede zwischen Einsteiger- und Fortgeschrittenenrunden

Bei Einsteigergruppen ist es sinnvoll, mit leicht nachvollziehbaren Vergleichen zu arbeiten. Das sorgt für schnelle Aha-Momente und macht die Grundidee verständlich. Die Gruppe lernt dann vor allem, Karten sicher einzuordnen und Hinweise nicht zu eng zu lesen.

In erfahreneren Runden darf der Hinweis subtiler sein. Dann werden auch Bezüge genutzt, die weniger offensichtlich sind und mehr Raum für Deutung lassen. Das Spiel gewinnt dadurch an Tiefe, weil die Mitspielenden mehrere Ebenen miteinander abgleichen.

Wer die gleiche Gruppe öfter spielen lässt, merkt schnell, wie sehr sich die Qualität der Gespräche verbessert. Anfangs wird noch viel geraten, später werden Hinweise systematischer ausgewertet. Genau dieser Lernfortschritt macht einen großen Teil des Spielspaßes aus.

Die richtige Reihenfolge der Karten im Spielverlauf

Ein zentraler Teil der Similo-Regeln steckt darin, wie sich die Karten über mehrere Hinweise hinweg aufbauen. Jede ausgespielte Karte ist nicht nur eine Bewertung der vorherigen Figur, sondern auch ein neuer Anker für die nächste Entscheidung. Dadurch entsteht eine Kette aus Ähnlichkeiten und Gegensätzen, die ihr im Kopf mitführen müsst. Wer nur auf die zuletzt gelegte Karte schaut, verliert schnell den roten Faden. Wer dagegen die gesamte Reihe liest, erkennt häufiger, welche Eigenschaften sich wiederholen und welche sich abschwächen.

Besonders hilfreich ist es, die Hinweise in eine kleine innere Ordnung zu bringen. Manche Gruppen achten zuerst auf äußere Merkmale wie Größe, Haltung oder Zubehör. Andere denken eher an Rollen, Herkunft oder typische Eigenschaften der Figur. Beides funktioniert, solange ihr im Team dieselbe Logik benutzt. Wichtig ist nur, dass ihr nicht mitten in der Runde zwischen verschiedenen Denkmustern springt. Dann wird aus einer guten Spur schnell eine unklare Mischung.

  • Merkt euch, welche Eigenschaft zuletzt im Mittelpunkt stand.
  • Vergleicht neue Hinweise immer mit der aktuellen Auslage, nicht mit einer alten Vermutung.
  • Haltet an einem gemeinsamen Blick auf die Figuren fest.

Wie ihr mit Mehrdeutigkeiten sauber umgeht

Similo lebt davon, dass Hinweise oft mehrere Deutungen zulassen. Genau darin liegt die Stärke des Spiels, denn jede Karte kann auf verschiedene Weise ähnlich oder unähnlich sein. Eine Figur mit Krone kann etwa als königlich, machtvoll oder außergewöhnlich wahrgenommen werden. Eine Karte mit Tierbezug kann ebenfalls für Lebensraum, Aussehen oder Rolle stehen. Wer solche Ebenen auseinanderhält, trifft meist bessere Entscheidungen. Entscheidend ist, nicht nur das Offensichtliche zu betrachten, sondern den Hinweis im Zusammenhang mit der Spielreihe zu lesen.

Falls eine Karte mehrere passende Merkmale hat, hilft ein engerer Fokus auf das zuletzt Gesagte. Wurde ein Hinweis als ähnlich gelegt, dann sucht ihr eher nach einer Verbindung. Wurde er als unähnlich gelegt, müsst ihr prüfen, welche der naheliegenden Eigenschaften eben nicht passen. Das klingt simpel, wird am Tisch aber oft ungenau umgesetzt. Deshalb lohnt es sich, kurz innezuhalten, bevor ihr euch auf eine Deutung festlegt.

Ein sauberer Umgang mit doppeldeutigen Karten

  1. Benennt erst die Eigenschaften, die euch sofort auffallen.
  2. Prüft dann, welche davon zum letzten Hinweis passen und welche nicht.
  3. Entscheidet euch für die Lesart, die zur bisherigen Reihe passt.

Je öfter ihr auf diese Weise vorgeht, desto weniger geraten Hinweise durcheinander. Das Spiel wird dadurch nicht einfacher, aber klarer lesbar. Genau das macht spätere Runden oft spannender, weil ihr nicht nur einzelne Karten erkennt, sondern Muster besser einordnet.

Rollenverteilung am Tisch und Gruppenrhythmus

Auch ohne feste Rollen funktioniert eine Runde deutlich runder, wenn alle wissen, wie sie miteinander umgehen. Die gebende Person sollte Hinweise nicht zu schnell wechseln, sondern eine erkennbare Linie verfolgen. Die ratenden Personen profitieren davon, wenn sie Gedanken ruhig aussprechen und nicht jede Idee sofort übergehen. So bleibt der Tisch in Bewegung, ohne dass die Runde in ungeordnete Zwischenrufe kippt. Gerade bei Similo ist diese gemeinsame Taktung wichtig, weil das Spiel vom Austausch über Beziehungen zwischen Karten lebt.

Eine gute Gruppenstruktur entsteht oft aus einfachen Absprachen. Manche Runden sammeln erst Gedanken und entscheiden dann gemeinsam. Andere lassen zunächst eine Person sprechen und prüfen danach weitere Ideen. Beides ist möglich, solange die Runde einen klaren Ablauf findet. Wer zu viele Meinungen gleichzeitig ausbreitet, übersieht leicht die Linie des Spiels. Wer zu streng mit Diskussionen umgeht, verschenkt dagegen wichtige Hinweise aus dem Team.

  • Lasst die Deutung einer Karte kurz ausreden, bevor die nächste Idee kommt.
  • Prüft gemeinsam, ob ein Verdacht zur gesamten Auslage passt.
  • Haltet die Kommunikation knapp, aber nachvollziehbar.

Varianten für mehr Abwechslung am Spieltisch

Wer häufiger spielt, kann die Runden mit kleinen Anpassungen abwechslungsreicher machen, ohne die Grundregeln zu verändern. Eine Möglichkeit ist, bestimmte Figuren aus dem Set bewusst stärker in den Mittelpunkt zu rücken, etwa weil sie sich durch klare Merkmale gut unterscheiden. Ebenso kann die Gruppe mit wechselnden Schwierigkeitsgraden arbeiten, indem ein Hinweisgeber sparsamer oder deutlicher auslegt. So entstehen andere Dynamiken, obwohl der Ablauf gleich bleibt.

Auch die Zusammensetzung der Spielgruppe verändert das Erlebnis deutlich. Mit Kindern wird häufig stärker auf sichtbare Unterschiede geschaut, während erfahrene Gruppen oft feinere Beziehungen zwischen den Karten suchen. Das ist kein Gegensatz, sondern eine Frage des Blickwinkels. Wer mit wechselnden Mitspielern spielt, sollte die Runde daher nicht nur nach dem Schwierigkeitsgrad, sondern auch nach der Gesprächskultur anpassen. Ein lockerer Einstieg hilft neuen Personen oft mehr als ein besonders kniffliger Start.

Kleine Anpassungen für neue Runden

  • Wählt Karten, die sich visuell klar unterscheiden.
  • Gebt bei neuen Gruppen etwas mehr Raum für Gespräche.
  • Wechselt gelegentlich die Perspektive beim Hinweisen.

So bleibt das Spiel lebendig, ohne seine klare Struktur zu verlieren. Gerade diese Mischung aus einfacher Regelbasis und wechselnder Denkaufgabe sorgt dafür, dass Similo auch nach mehreren Partien nicht ausgereizt wirkt.

Häufige Fragen zu Similo

Wie gewinnt man bei einer Runde?

Gewonnen ist eine Runde, wenn die ratende Person die gesuchte Figur rechtzeitig findet. Dafür müssen die Hinweise so gesetzt sein, dass am Ende nur noch die richtige Karte übrig bleibt. Scheidet die geheime Figur durch einen falschen Tipp aus, ist die Runde verloren.

Wie viele Karten werden für das Spiel benötigt?

Für das Grundspiel braucht ihr den Kartenstapel mit den Figuren eines Themenpakets. Gespielt wird mit einer verdeckten Zielkarte und mehreren Auslagekarten, die als Auswahl dienen. Die genaue Anzahl richtet sich nach der gewählten Variante und dem Aufbau vor der Runde.

Wer gibt die Hinweise?

Eine Person übernimmt die Rolle der hinweisgebenden Seite und kennt die gesuchte Karte. Alle anderen versuchen, die Figur durch geschicktes Ausschließen zu finden. Nach der Runde werden die Rollen meist gewechselt, damit alle beide Aufgaben kennenlernen.

Wie lang dauert eine Partie?

Eine Partie geht oft nur wenige Minuten, weil in jeder Runde nur eine begrenzte Zahl an Hinweisen und Entscheidungen vorkommt. Die Spieldauer hängt davon ab, wie sicher die Gruppe Hinweise deutet und wie gut die Karten im Blick behalten werden.

Darf man bei den Hinweisen alles sagen?

Nein, die Hinweise müssen aus den Karten selbst abgeleitet werden. Erlaubt sind Aussagen über Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen Figuren, nicht aber freie Beschreibungen ohne Bezug zur Auslage. Genau darin liegt der Reiz des Spiels.

Was passiert nach einem falschen Ausschluss?

Wird eine Karte entfernt, die später doch wichtig gewesen wäre, bleibt die Runde trotzdem so stehen. Dadurch verringert sich die Auswahl schneller und der Druck steigt mit jedem Tipp. Deshalb lohnt es sich, bei jedem Zug sorgfältig zu prüfen, welche Karten wirklich übrig bleiben sollen.

Kann man Similo zu zweit spielen?

Ja, das Spiel funktioniert sehr gut zu zweit. Dann übernimmt eine Person die Hinweise und die andere das Raten. Die Regeln bleiben gleich, nur die Absprache am Tisch fällt stärker ins Gewicht.

Ist das Spiel auch für Kinder geeignet?

Die Regeln sind leicht zu lernen, deshalb eignet sich das Spiel auch für jüngere Gruppen. Wichtig ist nur, dass alle die Motive auf den Karten gut erkennen und einfache Vergleiche ziehen können. Mit einem passenden Thema steigt die Zugänglichkeit deutlich.

Wie viele Hinweise sollte man am Anfang geben?

Zu Beginn helfen Hinweise, die mehrere Karten klar einordnen oder voneinander trennen. Ein zu spezieller Tipp kann die Auswahl schnell zu stark einschränken. Wer sauber startet, schafft meist bessere Bedingungen für die folgenden Züge.

Kann man verschiedene Themen mischen?

Ja, viele Gruppen kombinieren zwei Themenstapel, um neue Partien zu erhalten. Dann werden Figuren aus unterschiedlichen Welten miteinander verglichen, was das Spiel abwechslungsreicher macht. Wichtig ist nur, dass alle Karten derselben Runde aus dem gewählten Aufbau stammen.

Fazit

Das Spiel lebt von klugen Vergleichen, ruhigem Vorgehen und einem guten Blick für Details. Wer die Karten aufmerksam prüft und Hinweise sauber setzt, kommt meist schnell zur richtigen Lösung. Gerade die einfache Struktur sorgt dafür, dass jede Runde anders verläuft.

Checkliste
  • Zu schnell wird eine Karte nur wegen eines einzelnen Details ausgewählt.
  • Mehrdeutige Hinweise werden nur in einer Bedeutung gelesen.
  • Die bisher entfernten Karten werden beim Weiterdenken nicht genug berücksichtigt.
  • Die Gruppe diskutiert zu lange über Nebenaspekte statt über die stärksten Gemeinsamkeiten.

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