Anleitung für Die Paläste von Carrara

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 6. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 6. Mai 2026

Dieses Spiel führt eine Gruppe von Baumeistern in die Toskana, wo mit verschieden wertigen Marmorsteinen prächtige Gebäude errichtet werden. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie das Spiel funktioniert, welche Aktionen du hast und wie du gezielt viele Punkte sammelst.

Die folgenden Abschnitte erklären zuerst das Spielmaterial und den Ablauf, anschließend die Wertungen, Sonderfälle und typische Spielsituationen. Am Ende kannst du eine Partie ohne Blick in die Originalregeln sicher leiten und taktisch durchdacht spielen.

Spielziel und Grundidee

Alle spielen Baumeister, die in verschiedenen Städten der Region Gebäude errichten. Dazu kaufst du Marmorsteine in unterschiedlichen Farben und Werten, baust damit Bauwerke und wertest sie im richtigen Moment. Wer am Spielende die meisten Siegpunkte erzielt, gewinnt.

Im Zentrum steht eine Drehscheibe mit Marmorsteinen. Je länger günstige Steine liegen bleiben, desto billiger werden sie und rutschen nach und nach in immer attraktivere Preiszonen. Du musst ständig abwägen, ob du sofort kaufst oder noch wartest, riskierst aber, dass andere dir die besten Steine wegschnappen.

Spielmaterial im Überblick

Vor dem ersten Spiel hilft es, die Funktion der wichtigsten Elemente zu kennen. So erkennst du leichter, warum bestimmte Aktionen wichtig sind.

  • Drehscheibe mit Feldern: Zeigt an, wie teuer die ausliegenden Marmorsteine aktuell sind.
  • Marmorsteine in mehreren Farben: Jede Farbe steht sinnbildlich für eine andere Qualität und hat abhängig von der Stadt einen unterschiedlichen Wert.
  • Stadtplättchen: Mehrere Städte (z. B. Pisa, Lucca, Livorno, Carrara, Siena, Florenz) mit unterschiedlichen Anforderungen und Wertigkeiten.
  • Gebäudeplättchen: Verschiedene Gebäudetypen (z. B. Häuser, Paläste, Monumente) mit Symbolen für Anforderungen und Belohnungen.
  • Münzen: Dienen zum Kauf von Marmorsteinen.
  • Siegpunktmarker und Zählleiste: Zum Festhalten der Punkte im Lauf der Partie.
  • Spielermarker: Zur Kennzeichnung von gewerteten Städten oder erfüllten Bedingungen, je nach Version.

Spielvorbereitung Schritt für Schritt

Eine saubere Vorbereitung sorgt dafür, dass der Ablauf am Tisch klar bleibt. Richte das Spiel vor einer Partie wie folgt ein:

  1. Lege den Spielplan mit den Städten und die Drehscheibe in die Mitte des Tisches.
  2. Sortiere die Marmorsteine nach Farbe, mische sie und fülle die Drehscheibe gemäß Vorgabe mit zufällig gezogenen Steinen auf allen Feldern.
  3. Lege die Gebäudeplättchen nach Art oder nach Stapeln sortiert bereit, wie in der Regel vorgesehen.
  4. Jede Person erhält eine Startmenge an Geld und eventuell Startgebäude, falls die gewählte Variante dies vorsieht.
  5. Stelle die Siegpunktmarker aller Spielenden auf das Startfeld der Punkteleiste.
  6. Bestimme eine Startperson und gib dieser das entsprechende Startplättchen oder einen Marker.

Wenn alles ausliegt, prüfe einmal, ob auf der Drehscheibe die korrekte Anzahl Steine liegt und die Marken für Preise klar zu erkennen sind. Danach kann der erste Zug beginnen.

Übersicht über den Spielablauf

Das Spiel verläuft über mehrere Runden, in denen die Spielenden jeweils einen Zug nacheinander ausführen. In deinem Zug darfst du normalerweise genau eine Haupthandlung durchführen. Meist wählst du zwischen dem Erwerb von Marmorsteinen oder dem Bau beziehungsweise der Wertung von Gebäuden.

Anleitung
1Lege den Spielplan mit den Städten und die Drehscheibe in die Mitte des Tisches.
2Sortiere die Marmorsteine nach Farbe, mische sie und fülle die Drehscheibe gemäß Vorgabe mit zufällig gezogenen Steinen auf allen Feldern.
3Lege die Gebäudeplättchen nach Art oder nach Stapeln sortiert bereit, wie in der Regel vorgesehen.
4Jede Person erhält eine Startmenge an Geld und eventuell Startgebäude, falls die gewählte Variante dies vorsieht.
5Stelle die Siegpunktmarker aller Spielenden auf das Startfeld der Punkteleiste — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Nach jeder Ausführung einer Kaufaktion wird die Drehscheibe weitergedreht, wodurch sich die Preise der verbliebenen Steine verändern. Daraus entsteht ein ständiger Wechsel von attraktiven und weniger attraktiven Feldern, was dein Timing entscheidend beeinflusst.

Die Drehscheibe und die Marmorpreise verstehen

Die Drehscheibe bildet das Herzstück der Mechanik. Auf ihr liegen Steine in verschiedenen Zonen, die mit unterschiedlichen Kosten beschriftet sind. Je weiter ein Feld gedreht wurde, desto preiswerter oder sogar kostenlos können dort liegende Steine werden.

Die Kosten hängen von der Steinfarbe und dem aktuellen Feld ab. Hochwertige Steine starten meist teuer, sinken aber im Preis, wenn sie nicht gekauft werden und mit der Drehscheibe weiterwandern. Niedrigere Qualitäten werden im Vergleich schneller günstig, sind dafür bei den Wertungen weniger einträglich.

Marmor kaufen: So funktioniert die Kaufaktion

Eine der wichtigsten Entscheidungen in deinem Zug ist der Kauf von Marmor. Sobald du dich für diese Aktion entscheidest, läuft sie in einer klaren Reihenfolge ab.

  1. Wähle ein Segment der Drehscheibe, von dem du Steine nehmen möchtest.
  2. Berechne die Kosten der dort liegenden Steine anhand der aufgedruckten Preise und der Farbwerte.
  3. Bezahle den Gesamtpreis mit deinen Münzen.
  4. Nimm alle Steine des gewählten Segments auf dein persönliches Lager.
  5. Lege neue Steine nach Vorgabe aus dem Vorrat in die jetzt leeren Felder der Drehscheibe.
  6. Drehe anschließend die Drehscheibe um den vorgesehenen Abschnitt weiter.

Du darfst in deinem Zug meist nur aus einem Segment kaufen, musst aber nicht alle Steine daraus nehmen, wenn die Regeln der verwendeten Version dies einschränken. Dennoch lohnt es sich häufig, möglichst viele Steine mit einer Aktion zu erwerben, solange du dir die Kosten leisten kannst.

Gebäude errichten: Vom Marmor zum Bauwerk

Statt Marmor zu kaufen, kannst du in deinem Zug Gebäude errichten. Dafür benötigst du die passenden Steine sowie ein verfügbares Gebäudeplättchen, das du bauen möchtest.

Beim Bau gehst du normalerweise folgendermaßen vor:

  1. Wähle ein Gebäudeplättchen aus, das du errichten möchtest.
  2. Prüfe die erforderlichen Steine und Farben, die auf dem Plättchen angegeben sind.
  3. Gib die passenden Marmorsteine aus deinem persönlichen Vorrat aus.
  4. Lege das Gebäude in einer Stadt deiner Wahl auf ein freies Feld, sofern die Stadt die verwendete Steinsorte zulässt.
  5. Beachte spezielle Gebäudeeffekte, falls diese bei der Errichtung sofort gelten.

Jede Stadt erlaubt nur bestimmte Qualitäten von Steinen. In einigen Orten dürfen nur einfache Steine verbaut werden, in anderen auch die hochwertigsten. Diese Einschränkung beeinflusst später, wie lukrativ das Gebäude bei einer Wertung ist.

Die Bedeutung der Städte

Die Städte auf dem Spielplan unterscheiden sich in zwei Aspekten: in den gestatteten Steinqualitäten und in den Belohnungen bei Wertungen. In manchen Städten dürfen beispielsweise nur günstige, in anderen nur teure Steine verbaut werden, bei wieder anderen ist eine Mischung zugelassen.

Gleichzeitig bringen die Städte unterschiedliche Mengen an Siegpunkten oder Einkommen, wenn du dort Gebäude wertest. Niedrigere Städte sind meist schneller zugänglich, bieten aber geringere Erträge. Hochwertige Städte verlangen hochwertige Steine, belohnen dich aber umso stärker, wenn du sie im passenden Moment auswertest.

Wertungen auslösen und planen

Neben dem Kauf von Marmor und dem Errichten von Gebäuden ist das Auslösen von Wertungen ein zentraler Bestandteil jeder Partie. Wertungen entscheiden oft über den Abstand auf der Punkteleiste, daher lohnt vorausschauende Planung.

Eine Wertung erlaubt dir in der Regel, einen bestimmten Aspekt deines bisherigen Aufbaus zu nutzen, etwa die Menge an Gebäuden in einer Stadt, bestimmte Gebäudetypen oder die Qualität der verbauten Steine. Je nach Variante kannst du Stadtwertungen, Gebäudegruppen oder andere Bedingungen werten.

Arten von Wertungen im Detail

Die genaue Ausgestaltung der Wertungen hängt von der gewählten Spielversion ab, folgt aber meist gemeinsamen Prinzipien. Häufig gibt es:

  • Stadtwertungen: Du wählst eine Stadt und zählst alle dort stehenden Gebäude, eventuell multipliziert mit dem Wert der Stadt.
  • Gebäudetyp-Wertungen: Bestimmte Gebäudearten bringen Punkte oder Geld, wenn du eine passende Wertung auslöst.
  • Steinqualitätswertungen: Verbauter Marmor höherer Qualität kann bei manchen Wertungen mehr Siegpunkte generieren.

Wertungen sind begrenzt. Häufig kannst du jede Art von Wertung nur einige Male in einer Partie nutzen oder du markierst gewertete Städte mit Spielermarkern. Wer zu früh wertet, sichert sich zwar kurzfristige Vorteile, verschenkt aber potenzielle spätere Erträge.

Zugstruktur und typische Entscheidungsfolge

Um deinen Zug effizient zu planen, lohnt sich ein klares Muster. In vielen Situationen gehst du gedanklich diese Schritte durch:

  1. Überprüfe deine aktuelle Geldmenge und deinen Marmorvorrat.
  2. Schaue auf die Drehscheibe: Welche Steine werden im nächsten Zug preiswerter, welche könnten andere sofort kaufen?
  3. Betrachte deine ausliegenden Gebäudeplättchen: Welche könntest du jetzt bauen, welche lohnen sich besonders in bestimmten Städten?
  4. Überlege, ob eine sofortige Wertung dir Punkte oder Geld verschafft, die du dringend brauchst.
  5. Entscheide dich dann für eine Haupthandlung: Marmor kaufen, Gebäude bauen oder Wertung auslösen.

Diese feste innere Reihenfolge hilft, am Tisch schnell zu sinnvollen Entscheidungen zu kommen und gleichzeitig die taktischen Möglichkeiten im Blick zu behalten.

Geldmanagement: Nie ohne Reserven dastehen

Ohne Geld kannst du keine Steine erwerben und dein Aufbau stockt. Gleichzeitig ist Geld eine Ressource, die sich über Wertungen oder bestimmte Gebäude wieder auffüllen lässt.

Plane so, dass du nach einer großen Kaufaktion nicht vollständig auf Null fällst. Manchmal ist es besser, einmal weniger Steine zu nehmen oder eine günstige Wertung zu nutzen, um flüssig zu bleiben. Gebäude, die Einkommen generieren, bieten langfristig große Vorteile, auch wenn sie im ersten Moment unspektakulär erscheinen.

Umgang mit dem eigenen Steinlager

Das persönliche Lager für Marmorsteine kann begrenzt sein, je nach gewählter Version. Übervolle Lager blockieren neue Käufe, zu leere Lager verzögern den Bau neuer Gebäude.

Eine gute Faustregel besteht darin, stets einen Kernbestand an vielseitig nutzbaren Steinen zu halten und gleichzeitig gezielt Materialien für bestimmte Bauprojekte zu sammeln. Wer nur die teuersten Steine hortet, baut möglicherweise zu langsam; wer ausschließlich Billigmaterial hamstert, verschenkt Wertungspotenzial.

Taktiken beim Einkauf von Steinen

Beim Kauf von Marmor geht es nicht nur um die aktuelle Attraktivität eines Segments, sondern auch um die Auswirkung auf die Drehscheibe. Wer kauft, dreht, und damit profitieren nachfolgende Spielende von neuen Konstellationen.

Einige bewährte Überlegungen beim Einkauf sind hilfreich:

  • Kaufe seltene Farben, wenn sie günstig erscheinen und du sie bald verbauen kannst.
  • Vermeide Käufe, die vor allem deinen Mitspielenden bessere Felder schaffen, ohne dass du selbst einen klaren Vorteil hast.
  • Wenn du einen starken Kauf siehst, der gut zu deinen geplanten Gebäuden passt, zögere nicht zu lange, sonst ist der Zug deiner Mitspielenden schneller.

Gebäude sinnvoll in den Städten verteilen

Beim Bau stellt sich immer die Frage, in welcher Stadt ein neues Gebäude am besten aufgehoben ist. Niedrige Städte lassen oft mehr Materialarten zu, lohnen sich bei Wertungen aber weniger. Hochwertige Städte erfordern ausgewählte Steine, können dann aber enorme Punktsprünge erlauben.

Ein ausgewogener Ansatz besteht darin, zuerst einige Gebäude in leichter zugänglichen Städten zu platzieren, um früh zu werten und Ressourcen zu generieren. Später richtest du deinen Fokus stärker auf die anspruchsvolleren Orte, bei denen du mit gezielter Planung starke Endwertungen vorbereitest.

Beispielhafte Spielsituation: Frühe Spielphase

In einer frühen Phase der Partie verfügen die meisten über wenig Geld und nur wenige Steine. Auf der Drehscheibe liegen mehrere günstige einfache Steine sowie einige teure hochwertige Steine. Du besitzt kaum Gebäude und keine Stadt ist bisher deutlich besetzt.

In dieser Situation ist es meist sinnvoll, zuerst eine solide Materialbasis zu erschaffen. Kaufe ein Segment mit mehreren günstigen Steinen, die in vielen Gebäuden einsetzbar sind. Baue damit ein erstes einfaches Gebäude in einer Stadt, die dir später Einkommen oder kleine, aber verlässliche Punkte bringen kann. Nutze anschließend eine frühe Wertung, um dein Geldpolster zu stärken, statt sofort auf die teuersten Paläste zu zielen.

Beispielhafte Spielsituation: Mittlere Spielphase

Zur Mitte einer Partie hast du bereits mehrere Gebäude in unterschiedlichen Städten. Auf der Drehscheibe rotieren hochwertige Steine gelegentlich in preiswerte Bereiche. Einige Städte sind mit deinen eigenen Gebäuden dicht besetzt, andere von Mitspielenden dominiert.

Jetzt lohnt sich die Kombination aus gezielten Käufen und vorbereiteten Wertungen. Kaufe hochwertige Steine, wenn sie in einem günstigen Feld landen und zu geplanten Gebäuden passen. Errichte damit Bauwerke in Städten, in denen du bereits die Mehrheit hältst. Plane eine Wertung für diese Städte ein, sobald mindestens zwei Mitspielende dort ebenfalls Gebäude besitzen, damit dein Vorsprung auf der Punkteleiste deutlicher wird.

Beispielhafte Spielsituation: Späte Spielphase

Gegen Ende der Partie neigt sich der Marmorvorrat dem Ende zu und die möglichen Wertungen werden knapper. Mehrere Städte sind weitgehend bebaut, manche Wertungsarten hast du bereits verbraucht.

In dieser Phase zählt jeder Punkt. Kaufe nur noch Steine, die du sicher vor Spielende verbauen kannst. Nutze die verbleibenden Wertungsmöglichkeiten, um möglichst viele deiner bereits stehenden Gebäude zu erfassen. Ein letzter, gut vorbereiteter Zug besteht oft aus dem Bau eines wertvollen Gebäudes in einer lukrativen Stadt, gefolgt von einer abschließenden Wertung, die noch einmal einen großen Sprung auf der Punkteleiste bringt.

Spielende und Schlusswertung verstehen

Die Partie endet je nach Version, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Häufig lösen eine bestimmte Anzahl genutzter Wertungsmarker, das Erreichen eines Punktegrenzwertes oder ein nahezu leerer Marmorvorrat das Ende aus.

In der abschließenden Wertung werden noch einmal einzelne Elemente berücksichtigt, etwa restliches Geld, bestimmte Gebäude oder nicht genutzte Marker. Wer hier gut vorbereitet ist und seine Ressourcen nicht ungenutzt liegen lässt, kann noch einmal überraschend viele Punkte erzielen. Es lohnt sich, das Erreichen der Endbedingung im Blick zu behalten und gezielt herbeizuführen, wenn es dir nützt.

Typische Fehler von Einsteigern

Neue Spielende unterschätzen häufig, wie wichtig Timing und Geldfluss sind. Wer zu lange wartet, um zu werten, lässt anderen die Möglichkeit, mit kleineren, aber häufigeren Wertungen davonzuziehen. Wer zu früh alles Geld in teure Steine steckt, ohne sie zeitnah zu verbauen, verlangsamt den eigenen Fortschritt erheblich.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist das unkoordinierte Bauen. Gebäude ohne klare Stadtstrategie verstreut zu platzieren, bringt zwar kurzfristig Flexibilität, verhindert aber starke Wertungsketten. Besser ist ein planvoller Aufbau, bei dem du erkennbare Schwerpunkte setzt, beispielsweise auf zwei bis drei Städte, die du konsequent entwickelst.

Fortgeschrittene Taktiken und Feinheiten

Mit wachsender Spielerfahrung kommen immer feinere Entscheidungen dazu. Besonders spannend ist das gezielte Beeinflussen der Drehscheibe. Manchmal kaufst du nicht nur wegen der Steine, sondern um durch das Drehen ungünstige Angebote für Mitspielende zu erzeugen oder ihnen potenzielle Schnäppchen wegzunehmen.

Auch der Zeitpunkt, zu dem du das Spielende in Reichweite bringst, ist ein taktisches Instrument. Wenn deine Auslage stärker ist als die der anderen, kann es lohnend sein, auf Bedingungen zu spielen, die die Partie schneller beenden. Umgekehrt kann es sinnvoll sein, das Ende hinauszuzögern, wenn du noch mehrere starke Bau- und Wertungszüge in Vorbereitung hast.

Spielen mit unterschiedlichen Gruppengrößen

Je nach Anzahl der Mitspielenden verändert sich der Charakter des Spiels. In kleiner Runde bleibt die Drehscheibe länger in einer bestimmten Konstellation, sodass du Marmorentwicklungen besser beobachten und planen kannst. Gleichzeitig sind die Städte weniger schnell bebaut, wodurch du mehr Raum für langfristige Strategien hast.

In voller Besetzung wechseln die Angebote auf der Drehscheibe schneller, und die Städte füllen sich zügig. Hier ist flexible Planung gefragt: Du solltest mehrere Baupläne gleichzeitig im Kopf haben, denn Wunschsteine oder begehrte Bauplätze können plötzlich weg sein. Wer es schafft, trotz des höheren Tempos klare Prioritäten zu setzen, hat in solchen Runden einen deutlichen Vorteil.

Häufige Fragen zum Spielablauf

Wie viele Runden sollte man für eine erste Partie einplanen?

Für die erste Partie solltest du inklusive Regel-Erklärung mit etwa 90 bis 120 Minuten rechnen. Späterer Rundenverlauf geht deutlich schneller, weil alle den Ablauf der Aktionen und die Symbolik auf den Plättchen kennen.

Ab welchem Zeitpunkt lohnt sich eine erste Wertung?

Eine frühe Wertung lohnt sich, sobald du mit wenigen Gebäuden bereits mehrere Bedingungen erfüllen kannst. Häufig reicht es, zwei bis drei passende Bauten in einer Stadt zu haben, um an Geld, Prestige oder Siegpunkte zu kommen und den Motor deiner Auslage anzuschieben.

Wie gehe ich mit sehr teurem Marmor auf der Drehscheibe um?

Sehr teure Steine lässt du zunächst stehen und drehst die Scheibe mit anderen Käufen langsam günstiger. Plane deine Bauprojekte so, dass du die teuren Farben erst dann kaufst, wenn sie auf einer preiswerten Sektion der Scheibe liegen.

Wie reagiere ich, wenn eine Mitspielerin mir ein wichtiges Gebäude vor der Nase wegschnappt?

In diesem Fall richtest du deinen Plan zügig auf ein alternatives Gebäude mit ähnlichem Ertrag oder auf eine andere Stadt aus. Halte immer mindestens eine Ausweichkombination im Kopf, damit du nicht mehrere Züge mit Umplanen verbringst.

Was mache ich, wenn mein Geld dauerhaft knapp wird?

Bei akutem Geldmangel priorisierst du Wertungen, die Geld ausschütten, und kaufst in ein bis zwei Zügen nur wirklich notwendige Steine. Du kannst außerdem gezielt Gebäude nutzen, die bei der Abrechnung Münzen liefern, statt ausschließlich auf Siegpunkte zu setzen.

Welche Rolle spielen die grünen Steine im Vergleich zu den weißen?

Grüne Steine sind meist günstiger und erlauben es, früh mehrere Gebäude zu bauen und deine Städte zu füllen. Weiße Steine sind rarer und wertvoller und bringen dir in hochwertigen Gebäuden oft bessere Erträge, die vor allem in der Schlussphase zählen.

Wie lässt sich die letzte Runde am besten planen?

Du beobachtest, wann der Nachziehstapel der Gebäude und die restlichen Steine knapp werden, und planst von dort aus rückwärts. Versuche, in den letzten zwei bis drei Zügen deine wichtigsten Wertungen abzuschließen, statt noch neue Gebäude anzufangen, die du nicht mehr richtig nutzen kannst.

Wie kann ich mit stärkeren Spielerinnen und Spielern mithalten?

Orientiere dich am Anfang an deren Zugabfolge und beobachte, wie sie die Drehscheibe und die Städte kombinieren. Konzentriere dich lieber auf wenige, klar erkennbare Wertungsstrategien, statt alles gleichzeitig auszuprobieren.

Sollte ich möglichst viele verschiedene Städte bebauen?

Zu Beginn reicht es oft, ein bis zwei Städte gezielt zu entwickeln, bis sie dir verlässliche Wertungen ermöglichen. Erst im weiteren Ablauf lohnt die Ausbreitung in zusätzliche Orte, wenn du deren Spezialeffekte und Vorgaben sinnvoll in deinen Plan einbauen kannst.

Wie wichtig ist die Reihenfolge meiner Aktionen in einem Zug?

Die Aktionsreihenfolge entscheidet häufig darüber, ob du wichtige Steine oder Gebäude noch bekommst. Überlege vor deinem Zug, welche Option deinen Gegnerinnen und Gegnern die besten Möglichkeiten wegnehmen kann, ohne deinen eigenen Plan zu sabotieren.

Wie kann ich mir die vielen Symbole und Effekte leichter merken?

Lege dir in den ersten Runden nur wenige unterschiedliche Gebäudetypen zu und wiederhole deren Effekte immer laut beim Bauen oder Werten. Mit der Zeit erkennst du die Symbole fast automatisch, sodass der Spielfluss deutlich flüssiger wird.

Gibt es einen sinnvollen Einstieg für Kinder oder Gelegenheitsspieler?

Für Gruppen mit weniger Erfahrung empfiehlt es sich, zunächst ohne die anspruchsvolleren Wertungsoptionen und Sonderregeln zu spielen. So können alle in Ruhe den Umgang mit der Drehscheibe, den Steinen und den Basisgebäuden üben, bevor sie sich an die volle Spieltiefe wagen.

Fazit

Die Kombination aus Drehscheibe, Städteausbau und flexiblen Wertungen macht dieses Spiel zu einer abwechslungsreichen strategischen Herausforderung. Wer das Zusammenspiel von Marmorfarben, Gebäudetypen und Städten versteht, kann seine Züge sehr planvoll gestalten und belohnt sich mit starken Schlusswertungen. Mit jeder Partie wächst die Routine, und damit eröffnen sich immer neue Wege zum Sieg.

Checkliste
  • Drehscheibe mit Feldern: Zeigt an, wie teuer die ausliegenden Marmorsteine aktuell sind.
  • Marmorsteine in mehreren Farben: Jede Farbe steht sinnbildlich für eine andere Qualität und hat abhängig von der Stadt einen unterschiedlichen Wert.
  • Stadtplättchen: Mehrere Städte (z. B. Pisa, Lucca, Livorno, Carrara, Siena, Florenz) mit unterschiedlichen Anforderungen und Wertigkeiten.
  • Gebäudeplättchen: Verschiedene Gebäudetypen (z. B. Häuser, Paläste, Monumente) mit Symbolen für Anforderungen und Belohnungen.
  • Münzen: Dienen zum Kauf von Marmorsteinen.
  • Siegpunktmarker und Zählleiste: Zum Festhalten der Punkte im Lauf der Partie.
  • Spielermarker: Zur Kennzeichnung von gewerteten Städten oder erfüllten Bedingungen, je nach Version.

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