Die Spielregeln für Imhotep sind schnell erklärt: Über sechs Runden transportierst du eigene Steine mit Schiffen zu verschiedenen Bauplätzen und versuchst, dort möglichst viele Punkte zu holen. In deinem Zug machst du immer genau eine von vier Aktionen: neue Steine nehmen, einen Stein auf ein Schiff legen, ein Schiff zu einem Bauplatz schicken oder eine blaue Marktkarte spielen. Wer nach sechs Runden die meisten Punkte hat, gewinnt.
Spielziel
Du willst nicht einfach nur möglichst viele Steine loswerden, sondern sie an die richtigen Orte bringen. Punkte gibt es je nach Bauplatz sofort, am Ende einer Runde oder erst in der Schlusswertung. Genau deshalb fühlt sich Imhotep trotz einfacher Grundregel recht taktisch an.
Aufbau
In die Tischmitte kommen die fünf Bauplätze auf der A-Seite, daneben die Punkteleiste. Dazu kommen die acht Schiffstafeln, der Marktstapel und sechs zufällig ausgewählte Rundekarten für die passende Spielerzahl. Alle Steine liegen gemeinsam im Steinbruch. Jeder Spieler nimmt einen Schlitten seiner Farbe und setzt einen Stein auf Feld 0 der Wertungsleiste. Der Startspieler beginnt mit 2 Steinen auf seinem Schlitten, die folgenden Spieler im Uhrzeigersinn mit 3, 4 und 5 Steinen.
So beginnt jede Runde
Zu Beginn einer Runde wird die oberste Rundekarte aufgedeckt. Sie zeigt, welche vier der acht Schiffe in dieser Runde verfügbar sind. Außerdem werden die obersten vier Marktkarten offen ausgelegt. Danach sind die Spieler reihum am Zug, beginnend mit dem Startspieler.
Die vier möglichen Aktionen
In deinem Zug darfst du genau eine Aktion ausführen. Du kannst 3 Steine aus dem Steinbruch auf deinen Schlitten nehmen, dabei darf dein Schlitten aber höchstens 5 Steine tragen. Oder du legst 1 Stein von deinem Schlitten auf einen freien Platz eines noch nicht abgefahrenen Schiffs. Oder du schickst 1 Schiff zu einem Bauplatz. Alternativ spielst du 1 blaue Marktkarte, falls du eine vor dir liegen hast.
Ein Schiff darf nur abfahren, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Es muss mindestens so viele Steine geladen haben, wie die grauen Symbole am Bug angeben, und der gewählte Bauplatz muss in dieser Runde noch frei sein. Beim Entladen kommen die Steine in Schiffsreihenfolge vom Bug nach hinten an die Reihe. Genau diese Reihenfolge ist oft entscheidend, weil sie bestimmt, wer an einem Bauplatz zuerst punktet oder zuerst eine Karte wählen darf.
Was die Bauplätze machen
Der Markt ist der flexibelste Bauplatz. Für jeden dort gelieferten Stein nimmt sich dessen Besitzer in Entladereihenfolge eine offene Marktkarte. Danach gehen die Steine zurück in den Steinbruch. Rote Marktkarten werden sofort gespielt, blaue hebst du für einen späteren Zug auf, und andere Marktkarten bringen meist Punkte in der Schlusswertung.
Die Pyramiden geben Sofortpunkte. Jeder gelieferte Stein kommt auf das nächste freie Feld und bringt genau die dort angegebene Punktzahl. Ist die Pyramide fertig gebaut, bringt jeder weitere Stein dort noch 1 Punkt.
Der Tempel wird erst am Ende jeder Runde gewertet. Punkte bringen dort nur die Steine, die von oben noch sichtbar sind. Was überbaut wurde, zählt in dieser Rundenwertung nicht mehr.
Die Grabkammer wird erst am Spielende gewertet. Dort zählen zusammenhängende Gruppen gleichfarbiger Steine. Verbunden heißt dabei Seite an Seite; diagonal benachbarte Steine gehören nicht zusammen. Größere Gruppen bringen mehr Punkte, und ein Spieler kann für mehrere getrennte Gruppen Punkte bekommen.
Die Obelisken werden ebenfalls erst am Ende des Spiels gewertet. Jeder Spieler baut dort seinen eigenen Turm in seiner Farbe. Je höher dein Obelisk im Vergleich zu den anderen ist, desto mehr Punkte bekommst du. Bei Gleichstand werden die betreffenden Platzierungspunkte geteilt und abgerundet.
Wann eine Runde endet
Sobald alle vier Schiffe der Runde zu Bauplätzen gefahren sind, endet die Runde sofort. Danach wird der Tempel gewertet. Der Startspieler der nächsten Runde ist dann der Spieler links von der Person, die das vierte Schiff dieser Runde losgeschickt hat. Gerade diese Regel ist wichtig, weil das Abfahren des letzten Schiffs nicht nur die Runde beendet, sondern auch die Zugreihenfolge indirekt beeinflusst.
Spielende und Schlusswertung
Nach sechs Runden endet das Spiel. Dann werden nacheinander die Grabkammer und die Obelisken gewertet. Dazu kommen Punkte durch passende Markt- und Statuenkarten. Nicht gespielte blaue Marktkarten zählen am Ende jeweils noch 1 Punkt. Wer dann insgesamt die meisten Punkte hat, gewinnt. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der mehr Steine auf seinem Schlitten übrig hat.
Worauf du beim ersten Spiel besonders achten solltest
Für die erste Partie reichen im Grunde vier Dinge: erstens immer nur eine Aktion pro Zug, zweitens die Mindestladung der Schiffe, drittens die Entladereihenfolge vom Bug nach hinten und viertens die sehr unterschiedlichen Wertungen der Bauplätze. Wenn das sitzt, spielt sich Imhotep schnell und flüssig. Die eigentliche Tiefe entsteht dann dadurch, dass du oft ein Schiff mitbelädst, das später vielleicht gar nicht dorthin fährt, wo du es gern hättest.
Häufige Fragen
Wie viele Runden dauert Imhotep?
Eine Partie dauert immer 6 Runden. Dafür wird aus den passenden 7 Rundekarten für die Spielerzahl eine zufällig aussortiert und mit den übrigen 6 gespielt.
Wie viele Aktionen habe ich pro Zug?
Genau eine. Du nimmst entweder Steine, legst einen Stein auf ein Schiff, schickst ein Schiff los oder spielst eine blaue Marktkarte.
Wann darf ein Schiff abfahren?
Nur wenn es die nötige Mindestladung erreicht hat und der gewählte Bauplatz in dieser Runde noch frei ist. Pro Bauplatz kann in einer Runde also nur ein Schiff anlegen.
Wie funktioniert die Tempelwertung?
Am Ende jeder Runde zählt dort jeder Stein, der von oben sichtbar ist, 1 Punkt. Überdeckte Steine bringen in dieser Rundenwertung nichts.
Was passiert am Markt?
Für jeden gelieferten Stein nimmt dessen Besitzer in Entladereihenfolge eine offene Marktkarte. Danach gehen alle Steine dieses Schiffs zurück in den Steinbruch.
Wann zählen Grabkammer und Obelisken?
Beide werden erst ganz am Ende des Spiels gewertet. Die Grabkammer belohnt zusammenhängende Farbgruppen, die Obelisken belohnen die Höhe deines Turms im Vergleich zu den anderen.
Fazit
Die Spielregeln für Imhotep sind angenehm klar: eine Aktion pro Zug, sechs Runden, vier Schiffe pro Runde und fünf Bauplätze mit sehr unterschiedlichen Wertungen. Gerade weil das Grundgerüst so einfach ist, lebt das Spiel stark vom Timing, von der richtigen Schiffswahl und davon, Gegner an die falschen Bauplätze zu schicken.