SPIELANLEITUNGEN& SPIELREGELN Regel finden

Skat Grand spielen: Warum nur die Buben Trumpf sind

Start›Kartenspiele›Skat Grand spielen: Warum nur die Buben Trumpf sind
Kartenspiele

Skat Grand spielen: Warum nur die Buben Trumpf sind

Regeln, Ablauf und wichtige Sonderfälle schnell verständlich nachschlagen.

AM SPIELTISCH

In 60 Sekunden

Ziel

Der Alleinspieler muss mit seinen Stichen mindestens 61 Augen erreichen. Asse zählen elf, Zehnen zehn, Könige vier, Damen drei und Buben zwei Augen; Sieben, Acht und Neun bringen keine Augen. Die schmale Trumpfreihe verändert …

Mein Zug

Ein Grand wird häufig durch starke Asse, Zehnen und lange Farben getragen. Da nur vier Trümpfe existieren, lassen sich Farbstiche weniger leicht mit einer beliebigen Trumpfkarte kontrollieren als in einem Farbspiel. Zugleich kann schon …

WAS MÖCHTEST DU WISSEN?

Bei einem Grand gibt es keine Trumpffarbe. Ausschließlich die vier Buben bilden die Trumpfreihe; alle übrigen Karten gehören zu ihrer aufgedruckten Farbe. Das unterscheidet den Grand vom Farbspiel, in dem neben den Buben auch sämtliche Karten der angesagten Trumpffarbe stechen können.

Die Trumpfreihe im Grand

Die vier Buben stehen in einer festen Rangfolge. Vom höchsten zum niedrigsten Trumpf gilt:

  1. Kreuz-Bube
  2. Pik-Bube
  3. Herz-Bube
  4. Karo-Bube

Unterhalb des Karo-Buben folgt kein weiterer Trumpf. Ein Ass, eine Zehn oder eine andere Karte kann im Grand nur innerhalb ihrer eigenen Farbe einen Stich gewinnen. Die Rangfolge der Farbkarten lautet wie gewohnt Ass, Zehn, König, Dame, Neun, Acht, Sieben.

Der Name Grand kennzeichnet damit einen eigenen Spieltyp: Der Alleinspieler legt keine Farbe als Trumpf fest. Die Buben behalten dennoch ihre besondere Stellung, die sie auch in den Farbspielen besitzen. Vereinfacht betrachtet ist der Grand ein Spiel mit einer sehr kleinen, nur vier Karten umfassenden Trumpfgruppe.

Ein Bube zählt nicht zu seiner aufgedruckten Farbe

Für die Bedienpflicht werden alle vier Buben als Trumpf behandelt. Der Kreuz-Bube ist im Grand also keine Kreuzkarte, der Herz-Bube keine Herzkarte. Diese Zuordnung entscheidet häufig darüber, welche Karte regelgerecht gelegt werden muss.

  • Wird Kreuz ausgespielt, muss eine vorhandene Kreuz-Farbkarte bedient werden. Der Kreuz-Bube erfüllt diese Pflicht nicht.
  • Wird ein Bube ausgespielt, ist Trumpf eröffnet. Wer einen anderen Buben besitzt, muss einen Buben zugeben.
  • Wer die verlangte Farbe nicht besitzt, darf eine beliebige Karte spielen. Dazu gehört auch ein Bube, mit dem der Stich gestochen werden kann.
  • Wer keinen Buben besitzt, kann auf einen ausgespielten Trumpf eine beliebige Farbkarte abwerfen.

Die Pflicht lautet stets, die ausgespielte Kartenart zu bedienen. Es besteht dagegen kein allgemeiner Zwang, einen Stich zu übernehmen oder einen höheren Trumpf zu legen. Liegt bereits der Pik-Bube im Stich, darf bei vorhandener Trumpfpflicht auch der niedrigere Karo-Bube gespielt werden.

So wird ein Stich im Grand entschieden

Ein kurzer Spielzug zeigt das Zusammenspiel von Farbe und Trumpf. A spielt das Kreuz-Ass aus. B besitzt noch die Kreuz-Zehn und muss sie legen. C hat keine Kreuz-Farbkarte mehr, besitzt aber den Herz-Buben und spielt ihn. C gewinnt den Stich, weil jeder Bube als Trumpf über jeder Farbkarte steht.

Anders fällt derselbe Stich aus, wenn C noch die Kreuz-Sieben auf der Hand hält. Dann muss C Kreuz bedienen und darf den Herz-Buben nicht einsetzen. Zwischen den drei Kreuzkarten gewinnt das Kreuz-Ass, weil innerhalb einer Farbe das Ass vor Zehn und Sieben rangiert.

Spielt A stattdessen den Herz-Buben aus, ist Trumpf verlangt. Besitzt B den Pik-Buben und C den Karo-Buben, müssen beide ihren jeweiligen Buben legen. Den Stich gewinnt B mit dem Pik-Buben, denn nur der Kreuz-Bube steht in der Trumpfreihe noch höher.

Was die schmale Trumpfreihe für das Spiel bedeutet

Ein Grand wird häufig durch starke Asse, Zehnen und lange Farben getragen. Da nur vier Trümpfe existieren, lassen sich Farbstiche weniger leicht mit einer beliebigen Trumpfkarte kontrollieren als in einem Farbspiel. Zugleich kann schon ein einzelner Bube einen sonst sicheren Farbstich des Gegners übernehmen, sofern der betreffende Spieler die ausgespielte Farbe nicht bedienen kann.

Für die Einschätzung der eigenen Karten sind zwei Fragen besonders wichtig: Wie viele Buben kontrolliert der Alleinspieler, und wie wahrscheinlich erreichen seine hohen Farbkarten tatsächlich einen Stich? Mehrere Asse allein garantieren keinen erfolgreichen Grand. Eine lange Gegenfarbe oder ungünstig verteilte Buben können den Spielverlauf stark verändern.

Die Bubenreihenfolge beeinflusst außerdem die Ansage von Schneider oder Schwarz und die Berechnung des Spielwerts. Der Grand hat den Grundwert 24. Dieser Grundwert wird mit der zutreffenden Spielstufe multipliziert; zu ihr gehören unter anderem die Spitzen sowie Gewinnstufen und gegebenenfalls Hand- oder Ouvert-Merkmale. Die Trumpfregel selbst ändert sich dadurch nicht.

Die Buben bestimmen auch die Spitzen

Weil im Grand nur die Buben Trumpf sind, zählen auch nur sie für die Spitzenfolge, also für „mit“ oder „ohne“. Gezählt wird immer ohne Lücke von oben: Wer Kreuz-Bube, Pik-Bube und Herz-Bube hält, spielt mit drei. Fehlt der Kreuz-Bube, fehlen aber auch Pik-Bube und Herz-Bube, während der Karo-Bube vorhanden ist, lautet die Spitze ohne drei.

Diese Folge endet beim ersten vorhandenen Buben. Hält der Alleinspieler etwa Kreuz-Bube und Herz-Bube, aber nicht Pik-Bube, zählt er nur mit eins. Der Herz-Bube erweitert die Reihe nicht, weil der Pik-Bube dazwischen fehlt. Gerade bei der Spielwertberechnung ist diese lückenlose Reihenfolge wichtiger als die bloße Anzahl der Buben.

Das Spielziel bleibt beim Grand unverändert

Der Alleinspieler muss mit seinen Stichen mindestens 61 Augen erreichen. Asse zählen elf, Zehnen zehn, Könige vier, Damen drei und Buben zwei Augen; Sieben, Acht und Neun bringen keine Augen. Die schmale Trumpfreihe verändert also nicht das Ziel, sondern vor allem den Weg dorthin: Hohe Farbkarten sollen Augen holen, während die Buben gezielt gegnerische Farbstiche übernehmen oder gegnerische Buben binden können.

Häufige Fragen zum Grand

Darf eine Dame einen Buben schlagen?

Nein. Keine Farbkarte schlägt einen Buben. Eine Dame kann einen Stich nur nach den Regeln ihrer Farbe gewinnen, wenn kein Trumpf im Stich liegt und keine höhere Karte der ausgespielten Farbe gespielt wurde.

Ändert sich die Bubenreihenfolge bei Grand Hand?

Nein. Auch bei Grand Hand gilt Kreuz-Bube vor Pik-Bube, Herz-Bube und Karo-Bube. Der Zusatz Hand besagt, dass der Alleinspieler den Skat nicht aufnimmt; er verändert weder die Trumpfkarten noch deren Reihenfolge.

Sind beim Grand ouvert weitere Karten Trumpf?

Nein. Auch beim offenen Grand bleiben ausschließlich die vier Buben Trumpf. Ouvert verändert die Gewinnstufe und verlangt, dass der Alleinspieler seine Karten offenlegt und alle Stiche macht; es führt keine zusätzliche Trumpffarbe ein.

HÄUFIGE REGELFEHLER

Das wird häufig falsch gespielt

  • Ein Bube zählt nicht zu seiner aufgedruckten Farbe
  • Häufige Fragen zum Grand
  • Darf eine Dame einen Buben schlagen?
HÄUFIGE FRAGEN

Regelfragen zu diesem Spiel

Was die schmale Trumpfreihe für das Spiel bedeutet

Ein Grand wird häufig durch starke Asse, Zehnen und lange Farben getragen. Da nur vier Trümpfe existieren, lassen sich Farbstiche weniger leicht mit einer beliebigen Trumpfkarte kontrollieren als in einem Farbspiel. Zugleich kann schon ein einzelner Bube einen sonst sicheren Farbstich des Gegners übernehmen, sofern der betreffende Spieler die ausgespielte Farbe nicht bedienen kann. Für die Einschätzung der eigenen Karten sind zwei Fragen besonders wichtig: Wie viele Buben kontrolliert der …

Darf eine Dame einen Buben schlagen?

Nein. Keine Farbkarte schlägt einen Buben. Eine Dame kann einen Stich nur nach den Regeln ihrer Farbe gewinnen, wenn kein Trumpf im Stich liegt und keine höhere Karte der ausgespielten Farbe gespielt wurde.

Ändert sich die Bubenreihenfolge bei Grand Hand?

Nein. Auch bei Grand Hand gilt Kreuz-Bube vor Pik-Bube, Herz-Bube und Karo-Bube. Der Zusatz Hand besagt, dass der Alleinspieler den Skat nicht aufnimmt; er verändert weder die Trumpfkarten noch deren Reihenfolge.

Sind beim Grand ouvert weitere Karten Trumpf?

Nein. Auch beim offenen Grand bleiben ausschließlich die vier Buben Trumpf. Ouvert verändert die Gewinnstufe und verlangt, dass der Alleinspieler seine Karten offenlegt und alle Stiche macht; es führt keine zusätzliche Trumpffarbe ein.

Regelabweichung entdeckt?

Wenn dir bei einer Regel ein Unterschied zu deiner Ausgabe aufgefallen ist, kannst du uns über die Kontaktmöglichkeit einen Hinweis geben. Bitte nenne möglichst Spiel und Edition.

Schreibe einen Kommentar