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Schach Bauernumwandlung: Welche Figur gewählt werden darf

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Schach Bauernumwandlung: Welche Figur gewählt werden darf

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Ziel

Ein weißer Bauer steht auf e7, das Feld e8 ist frei und der schwarze König befindet sich auf h8. Weiß zieht den Bauern nach e8 und wählt eine Dame. Der Bauer wird entfernt und …

Mein Zug

Ein weißer Bauer steht auf e7, das Feld e8 ist frei und der schwarze König befindet sich auf h8. Weiß zieht den Bauern nach e8 und wählt eine Dame. Der Bauer wird entfernt und …

WAS MÖCHTEST DU WISSEN?

Erreicht ein Bauer die letzte Reihe, muss er sofort in eine Dame, einen Turm, einen Läufer oder einen Springer derselben Farbe umgewandelt werden. Ein König oder ein weiterer Bauer darf nicht gewählt werden. Die Umwandlung ist verpflichtend und gehört noch zu demselben Zug.

Diese vier Figuren stehen zur Auswahl

Der Spieler entscheidet sich bei jeder Bauernumwandlung frei für eine der folgenden Figuren:

  • Dame
  • Turm
  • Läufer
  • Springer

Die Wahl hängt nicht davon ab, welche eigenen Figuren zuvor geschlagen wurden. Ein weißer Bauer darf beispielsweise auch dann zur weißen Dame werden, wenn die ursprüngliche weiße Dame noch auf dem Brett steht. Auf diese Weise kann eine Seite zwei oder sogar mehr Damen, Türme, Läufer oder Springer gleichzeitig besitzen.

Meist fällt die Wahl auf die Dame, weil sie Turm- und Läuferzüge miteinander verbindet und dadurch den größten Bewegungsumfang besitzt. Eine andere Figur zu wählen, wird als Unterverwandlung bezeichnet. Sie ist seltener, kann aber für die Stellung entscheidend sein.

Wann die Umwandlung ausgeführt wird

Ein weißer Bauer wird umgewandelt, sobald er die achte Reihe erreicht. Für einen schwarzen Bauern ist die erste Reihe das Umwandlungsziel. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Bauer geradeaus auf ein freies Feld zieht oder beim Erreichen der letzten Reihe eine gegnerische Figur diagonal schlägt.

  1. Der Bauer zieht regelgerecht auf ein Feld der letzten Reihe.
  2. Der Bauer wird vom Brett genommen.
  3. Die gewählte Dame, der Turm, Läufer oder Springer wird auf das Umwandlungsfeld gestellt.
  4. Erst mit der neuen Figur auf diesem Feld ist der Zug vollständig ausgeführt.

Die neue Figur wirkt sofort. Sie kann mit ihrer Aufstellung Schach geben, eine Mattstellung erzeugen oder gegnerische Felder kontrollieren. Der Bauer darf nicht bis zu einem späteren Zug auf dem Umwandlungsfeld stehen bleiben.

Ein Zugbeispiel mit sofortigem Schach

Ein weißer Bauer steht auf e7, das Feld e8 ist frei und der schwarze König befindet sich auf h8. Weiß zieht den Bauern nach e8 und wählt eine Dame. Der Bauer wird entfernt und eine weiße Dame auf e8 gestellt. Da die Dame von e8 aus die achte Reihe bis h8 kontrolliert, steht der schwarze König unmittelbar im Schach.

In deutscher Kurznotation kann dieser Zug als e8D+ notiert werden. Das Pluszeichen kennzeichnet das Schachgebot. Würde der Bauer auf e8 stattdessen in einen Springer umgewandelt, wäre die Wirkung eine andere, weil der Springer nicht entlang der Reihe zieht.

Wann eine Unterverwandlung besser sein kann

Die Dame ist nicht automatisch in jeder Stellung die richtige Wahl. Turm, Läufer und Springer können besondere Aufgaben erfüllen, die eine Dame nicht in gleicher Weise erfüllt.

  • Springer: Ein neu entstandener Springer kann sofort ein Feld angreifen, das eine Dame vom Umwandlungsfeld aus nicht erreicht. Dadurch sind ein Springerschach, eine Gabel oder sogar Matt möglich.
  • Turm: Seine Wahl kann sinnvoll sein, wenn eine Dame wegen ihrer zusätzlichen diagonalen Wirkung ein Patt verursachen würde, ein Turm aber noch einen legalen Zug für den Gegner offenlässt.
  • Läufer: Auch der Läufer kann in seltenen Stellungen ein Patt vermeiden oder eine bestimmte Diagonale kontrollieren, ohne zusätzliche Linien wie eine Dame zu beherrschen.

Für die Entscheidung zählt die Stellung unmittelbar nach dem Zug: Gibt die neue Figur Schach? Kann sie geschlagen werden? Entsteht unbeabsichtigt Patt? Besitzt der Gegner noch einen legalen Zug? Eine Unterverwandlung ist keine Sondergenehmigung, sondern eine reguläre Auswahl innerhalb der Schachregeln.

Was gilt, wenn die gewünschte Figur fehlt?

Die Auswahl ist auch dann erlaubt, wenn keine passende zusätzliche Figur neben dem Brett liegt. Eine bereits geschlagene Figur muss ebenfalls nicht verfügbar sein. Bei einer privaten Partie kann die Runde eine eindeutig erkennbare Ersatzfigur vereinbaren, etwa einen umgedrehten Turm für eine zusätzliche Dame. Wichtig ist, dass beide Seiten ohne Zweifel wissen, welche Figur dargestellt wird.

In einer Turnierpartie sollte keine mehrdeutige Ersatzlösung verwendet werden. Ist die gewünschte Figur nicht vorhanden, wird die Uhr nach dem vorgesehenen Turnierverfahren angehalten und die Spielleitung gerufen. Der Bauer darf nicht ersatzweise auf der letzten Reihe stehen bleiben, während die Partie weiterläuft.

Häufige Regelfehler bei der Bauernumwandlung

  • Der Bauer wird nicht automatisch zur Dame. Der Spieler darf zwischen vier zulässigen Figuren wählen.
  • Eine Umwandlung in den König oder in einen Bauern ist nicht erlaubt.
  • Die Figur muss dieselbe Farbe wie der umgewandelte Bauer haben.
  • Die Zahl der bereits vorhandenen Figuren begrenzt die Auswahl nicht.
  • Die neue Figur wirkt sofort und nicht erst ab dem nächsten Zug.
  • Auch ein schlagender Bauernzug auf die letzte Reihe endet mit einer Umwandlung.

Die zentrale Entscheidung fällt somit direkt beim Erreichen der letzten Reihe. Dame, Turm, Läufer und Springer sind zulässig; welche davon gewählt wird, bestimmt allein der ziehende Spieler anhand der Stellung.

Die Umwandlung muß auch den eigenen König schützen

Wie jeder Schachzug ist auch eine Bauernumwandlung nur erlaubt, wenn der eigene König danach nicht im Schach steht. Ein Bauer darf also nicht auf die letzte Reihe ziehen, wenn dadurch etwa eine Linie zu dem eigenen König geöffnet wird. Die gewählte Figur kann dagegen unmittelbar zur Verteidigung beitragen, beispielsweise indem sie nach der Umwandlung eine gegnerische Angriffslinie blockiert.

Die neue Figur erhält ihre Zugkraft sofort, bewegt sich aber nicht ein zweites Mal. Der gesamte Zug besteht ausschließlich aus dem Bauernzug auf die letzte Reihe und dem Ersetzen des Bauern durch die gewählte Figur. Erst im nächsten eigenen Zug darf die neue Dame, der Turm, Läufer oder Springer ziehen.

Die Wahl ist mit dem ausgeführten Zug festgelegt

Wer eine Figur auf das Umwandlungsfeld gestellt hat, kann die Entscheidung nicht nachträglich ändern, nur weil eine andere Wahl besser gewesen wäre. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf Schach, mögliche Schläge und Patt, bevor die Ersatzfigur aufgestellt wird. In einer lockeren Partie sollte die gewählte Figur klar angesagt werden, falls mehrere Ersatzfiguren verwendet werden.

HÄUFIGE REGELFEHLER

Das wird häufig falsch gespielt

  • Häufige Regelfehler bei der Bauernumwandlung
HÄUFIGE FRAGEN

Regelfragen zu diesem Spiel

Wann die Umwandlung ausgeführt wird

Ein weißer Bauer wird umgewandelt, sobald er die achte Reihe erreicht. Für einen schwarzen Bauern ist die erste Reihe das Umwandlungsziel. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Bauer geradeaus auf ein freies Feld zieht oder beim Erreichen der letzten Reihe eine gegnerische Figur diagonal schlägt. Der Bauer zieht regelgerecht auf ein Feld der letzten Reihe.Der Bauer wird vom Brett genommen.Die gewählte Dame, der Turm, Läufer oder Springer wird auf …

Wann eine Unterverwandlung besser sein kann

Die Dame ist nicht automatisch in jeder Stellung die richtige Wahl. Turm, Läufer und Springer können besondere Aufgaben erfüllen, die eine Dame nicht in gleicher Weise erfüllt. Springer: Ein neu entstandener Springer kann sofort ein Feld angreifen, das eine Dame vom Umwandlungsfeld aus nicht erreicht. Dadurch sind ein Springerschach, eine Gabel oder sogar Matt möglich.Turm: Seine Wahl kann sinnvoll sein, wenn eine Dame wegen ihrer zusätzlichen diagonalen Wirkung ein Patt …

Was gilt, wenn die gewünschte Figur fehlt?

Die Auswahl ist auch dann erlaubt, wenn keine passende zusätzliche Figur neben dem Brett liegt. Eine bereits geschlagene Figur muss ebenfalls nicht verfügbar sein. Bei einer privaten Partie kann die Runde eine eindeutig erkennbare Ersatzfigur vereinbaren, etwa einen umgedrehten Turm für eine zusätzliche Dame. Wichtig ist, dass beide Seiten ohne Zweifel wissen, welche Figur dargestellt wird. In einer Turnierpartie sollte keine mehrdeutige Ersatzlösung verwendet werden. Ist die gewünschte Figur nicht …

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