President richtig spielen: Kartenränge, Rollenwechsel und Rundenablauf verstehen
Regeln, Ablauf und wichtige Sonderfälle schnell verständlich nachschlagen.
In 60 Sekunden
Gespielt wird mit einem üblichen französischen Kartenblatt. Je nach Gruppengröße kommt ein Blatt mit 52 Karten zum Einsatz; Joker können als vereinbarte Variante ergänzt werden. Alle Karten werden verteilt. Es ist nicht schlimm, wenn …
Entfernt zunächst alle Karten, die in eurer vereinbarten Fassung nicht benötigt werden. Entscheidet dabei über die Joker.Mischt das Kartenblatt und verteilt sämtliche Karten möglichst gleichmäßig.Jede Person nimmt ihre Handkarten auf und sortiert sie am …
Die Rollen sorgen dafür, dass das Ergebnis einer Runde die nächste beeinflusst. In einer häufig gespielten Fassung tauschen die höchste und die niedrigste Rolle zwei Karten: Scum gibt dem President die beiden höchsten Handkarten.President …
Die Rollen sorgen dafür, dass das Ergebnis einer Runde die nächste beeinflusst. In einer häufig gespielten Fassung tauschen die höchste und die niedrigste Rolle zwei Karten: Scum gibt dem President die beiden höchsten Handkarten.President …
President ist ein Ablegespiel, bei dem du deine Handkarten möglichst früh loswerden musst. In der verbreiteten Grundform ist die 3 der niedrigste und die 2 der höchste Kartenrang. Wer zuerst keine Karten mehr hat, wird President; die letzte Person übernimmt für die nächste Runde die niedrigste Rolle.
Da President in zahlreichen regionalen Fassungen gespielt wird, sollten drei Punkte vor dem Austeilen feststehen: ob Joker mitspielen, wie viele Karten die Rollen tauschen und ob Sonderregeln wie Revolution oder das Beenden mit einer 2 gelten. Die folgende Anleitung beschreibt eine verbreitete Grundform und kennzeichnet typische Varianten ausdrücklich.
Spielziel und benötigte Karten
Gespielt wird mit einem üblichen französischen Kartenblatt. Je nach Gruppengröße kommt ein Blatt mit 52 Karten zum Einsatz; Joker können als vereinbarte Variante ergänzt werden. Alle Karten werden verteilt. Es ist nicht schlimm, wenn einzelne Personen dadurch eine Karte mehr erhalten.
Das Ziel besteht darin, die eigenen Karten vor den anderen abzulegen. Die Reihenfolge, in der die Beteiligten ihre letzte Karte spielen, bestimmt ihre Rollen für die nächste Runde:
- Die zuerst fertige Person wird President.
- Die zweite Person erhält bei ausreichend großer Runde häufig die Rolle Vice President.
- Die vorletzte Person wird je nach Bezeichnung Vice Scum, Vizeletzte oder erhält eine vergleichbare Nebenrolle.
- Die letzte Person wird Scum beziehungsweise Verlierer der Runde.
Die Namen der unteren Rollen unterscheiden sich von Gruppe zu Gruppe. Für das Spielgeschehen ist nicht die Bezeichnung entscheidend, sondern die festgelegte Platzierung und der damit verbundene Kartentausch.
Die Kartenränge von niedrig nach hoch
In der üblichen Rangfolge stehen die Zahlenkarten am Anfang, während die 2 über dem Ass liegt:
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
- 8
- 9
- 10
- Bube
- Dame
- König
- Ass
- 2
Die Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo sind normalerweise gleichwertig. Eine Herz-7 schlägt eine Kreuz-6, aber keine andere 7. Spielt ihr mit Jokern, gelten sie üblicherweise als höchste Karten. Ihre genaue Verwendung muss jedoch vorab vereinbart werden, weil manche Fassungen einen Joker einzeln erlauben, während andere ihn als Ersatzkarte in einem Mehrlingssatz einsetzen.
Wichtig ist die ungewöhnliche Stellung der 2: Sie ist nicht niedrig, sondern schlägt regulär jedes Ass. Wer aus anderen Kartenspielen eine andere Rangfolge gewohnt ist, sollte diesen Unterschied vor der ersten Runde ausdrücklich festhalten.
Vorbereitung der ersten Partie
- Entfernt zunächst alle Karten, die in eurer vereinbarten Fassung nicht benötigt werden. Entscheidet dabei über die Joker.
- Mischt das Kartenblatt und verteilt sämtliche Karten möglichst gleichmäßig.
- Jede Person nimmt ihre Handkarten auf und sortiert sie am besten nach Rang. Gleiche Werte lassen sich dadurch leichter als Paare oder Drillinge erkennen.
- Bestimmt die Startperson nach eurer vereinbarten Regel.
Für die erste Partie gibt es keine überall verbindliche Startregel. Häufig beginnt die Person mit der Kreuz-3 und muss diese Karte im ersten Spielzug auslegen. Ebenso möglich ist ein zufällig bestimmter Start oder der Platz links von der gebenden Person. Ab der zweiten Partie hängt der Beginn meist von der Rollenverteilung ab.
Wie ein Durchgang auf dem Ablagestapel funktioniert
Eine Runde besteht aus mehreren einzelnen Durchgängen. Die startende Person legt eine einzelne Karte oder mehrere Karten desselben Rangs aus. Die Anzahl der gemeinsam ausgespielten Karten bestimmt, was die folgenden Personen spielen dürfen.
- Auf eine einzelne 6 folgt eine einzelne höhere Karte.
- Auf zwei gleichrangige 8en folgt ein höheres Paar.
- Auf drei Damen folgt ein höherer Drilling.
- Eine einzelne Karte kann kein Paar schlagen, selbst wenn ihr Rang höher ist.
Nach dem Ausspiel ist die nächste Person im Uhrzeigersinn an der Reihe. Sie hat zwei Möglichkeiten:
- Sie legt dieselbe Kartenanzahl mit einem höheren Rang aus.
- Sie passt und spielt in diesem Durchgang keine Karte.
Ob ein gleich hoher Satz erlaubt ist, unterscheidet sich zwischen den Fassungen. In der einfachen Grundregel muss das neue Spiel höher sein. Vereinbart ihr das Ablegen gleich hoher Karten, benötigt ihr zusätzlich eine Regel dafür, ob dadurch die nächste Person übersprungen oder der Stapel sofort beendet wird.
Hat eine Person gepasst, bleibt sie in der verbreiteten Spielweise bis zum Ende dieses Durchgangs draußen. Sie darf also nicht wieder einsteigen, nachdem andere Personen noch höhere Karten gelegt haben. Manche Gruppen erlauben den späteren Wiedereinstieg; auch das ist eine Hausregel, die vor Spielbeginn geklärt werden sollte.
Ein kurzer Spielzug mit Paaren
A eröffnet mit zwei 7en. B legt zwei Buben und erhöht damit regelgerecht, weil Anzahl und Rang passen. C besitzt zwar ein Ass, aber kein Asspaar und muss deshalb passen. D legt zwei Könige. Nachdem die übrigen noch beteiligten Personen ebenfalls passen, gewinnt D diesen Durchgang und eröffnet den nächsten mit einer beliebigen zulässigen Einzelkarte oder einem gleichrangigen Mehrlingssatz.
Wann der Stapel endet und wer neu ausspielt
Ein Durchgang endet, sobald auf das höchste ausgespielte Kartenpaket alle übrigen noch beteiligten Personen gepasst haben. Die Karten werden beiseitegelegt. Wer zuletzt erfolgreich gespielt hat, eröffnet anschließend einen neuen Durchgang und entscheidet wieder über Kartenrang und Anzahl.
Hat diese Person mit ihrem letzten Ausspiel zugleich alle Handkarten abgelegt, kann sie nicht mehr eröffnen. Dann erhält üblicherweise die nächste noch spielende Person in Zugrichtung das Ausspielrecht. Diese Regel verhindert, dass der Ablauf ins Leere läuft.
Die Partie wird nicht beendet, sobald der erste Platz vergeben ist. Die übrigen Personen spielen weiter, bis ihre Reihenfolge feststeht. Sobald nur noch eine Person Karten hält, ist auch der letzte Rang bestimmt.
Rollenwechsel und Kartentausch vor der nächsten Runde
Die Rollen sorgen dafür, dass das Ergebnis einer Runde die nächste beeinflusst. In einer häufig gespielten Fassung tauschen die höchste und die niedrigste Rolle zwei Karten:
- Scum gibt dem President die beiden höchsten Handkarten.
- President gibt im Gegenzug zwei beliebige Karten ab.
- Bei Nebenrollen gibt die vorletzte Person ihre höchste Karte an den Vice President und erhält eine beliebige Karte zurück.
Der Austausch erfolgt nach dem Austeilen und vor dem ersten Ausspiel. Gibt es nur wenige Mitspielende oder möchtet ihr den Vorteil des President begrenzen, könnt ihr ausschließlich eine Karte tauschen. Das ist eine zulässige Gruppenvariante, sollte aber nicht während einer laufenden Partie geändert werden.
Bei der Formulierung „höchste Karten“ zählt der vereinbarte Kartenrang. Eine 2 muss daher vor einem Ass abgegeben werden. Spielen Joker mit und stehen sie über der 2, gehören sie ebenfalls zu den höchsten Karten. Der President darf normalerweise frei auswählen, welche eigenen Karten zurückgehen; es müssen nicht die niedrigsten sein.
In vielen Fassungen beginnt nach dem Tausch die niedrigste Rolle. Andere Gruppen lassen weiterhin den President oder die Person mit der Kreuz-3 eröffnen. Entscheidet euch für genau eine Startregel, denn sie beeinflusst den Wert des Rollenwechsels deutlich.
Die drei Absprachen, die Regeldiskussionen vermeiden
Die Grundmechanik von President ist schnell gelernt. Unklarheiten entstehen meist nicht beim Kartenrang, sondern durch vermischte Varianten. Vor der ersten Karte genügen drei kurze Festlegungen:
- Spielt ihr mit Jokern, und welchen Rang beziehungsweise welche Ersatzfunktion haben sie?
- Darf nach einem Pass später im selben Durchgang wieder eingestiegen werden?
- Welche Rollen tauschen wie viele Karten, und wer eröffnet nach dem Tausch?
Zusätzliche Sonderregeln sollten erst hinzukommen, wenn alle die Grundform beherrschen. Dazu zählt etwa die Revolution: In manchen Fassungen kehrt ein Vierling die Rangfolge um, sodass niedrige Karten vorübergehend oder bis zum Rundenende stärker werden. Diese Wirkung gehört nicht zwingend zu President und darf daher nicht ohne vorherige Vereinbarung ausgelöst werden.
Auch Regeln wie das sofortige Abräumen nach einer 2, das Überspringen bei gleichen Karten oder das Verbot, mit einer bestimmten Karte auszugehen, sind Varianten. Ohne entsprechende Absprache gelten ausschließlich die festgelegte Rangfolge, die gleiche Kartenanzahl und das Überbieten mit einem höheren Rang.
Ein vollständiger Rundenablauf in kompakter Reihenfolge
- Alle Karten werden verteilt; ab der zweiten Partie findet anschließend der vereinbarte Rollentausch statt.
- Die festgelegte Startperson eröffnet mit einer Karte oder mehreren Karten desselben Rangs.
- Reihum wird mit derselben Anzahl höherer Karten überboten oder gepasst.
- Nach den Pässen aller übrigen Beteiligten räumt die zuletzt erfolgreich spielende Person den Stapel ab und eröffnet neu.
- Wer keine Karten mehr besitzt, scheidet aus dem weiteren Spiel aus und erhält die nächste freie Platzierung.
- Die letzte verbliebene Person erhält die niedrigste Rolle. Danach werden neu gemischt, ausgeteilt und die Rollen tauschen ihre Karten.
Damit die Rangfolge wirklich nachvollziehbar bleibt, sollte die Gruppe ausgeschiedene Personen in ihrer Zielreihenfolge notieren oder ihre Sitzplätze entsprechend kennzeichnen. Das ist besonders bei größeren Runden hilfreich, in denen neben President und Scum auch die beiden Nebenrollen vergeben werden.
Für eine klare Grundpartie empfiehlt sich zunächst das Spiel ohne Joker, Revolution und zusätzliche Kartenwirkungen. Sobald Kartenränge, Passregel und Rollenwechsel sicher sitzen, lassen sich einzelne Varianten gezielt ergänzen, ohne den eigentlichen Ablauf zu verändern.
Regelfragen zu diesem Spiel
Wie ein Durchgang auf dem Ablagestapel funktioniert
Eine Runde besteht aus mehreren einzelnen Durchgängen. Die startende Person legt eine einzelne Karte oder mehrere Karten desselben Rangs aus. Die Anzahl der gemeinsam ausgespielten Karten bestimmt, was die folgenden Personen spielen dürfen. Auf eine einzelne 6 folgt eine einzelne höhere Karte.Auf zwei gleichrangige 8en folgt ein höheres Paar.Auf drei Damen folgt ein höherer Drilling.Eine einzelne Karte kann kein Paar schlagen, selbst wenn ihr Rang höher ist. Nach dem Ausspiel …
Wann der Stapel endet und wer neu ausspielt
Ein Durchgang endet, sobald auf das höchste ausgespielte Kartenpaket alle übrigen noch beteiligten Personen gepasst haben. Die Karten werden beiseitegelegt. Wer zuletzt erfolgreich gespielt hat, eröffnet anschließend einen neuen Durchgang und entscheidet wieder über Kartenrang und Anzahl. Hat diese Person mit ihrem letzten Ausspiel zugleich alle Handkarten abgelegt, kann sie nicht mehr eröffnen. Dann erhält üblicherweise die nächste noch spielende Person in Zugrichtung das Ausspielrecht. Diese Regel verhindert, dass der …
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