Wie funktioniert Point Salad? Gemüsekarten, Punktekarten und Kombos verstehen
Regeln, Ablauf und wichtige Sonderfälle schnell verständlich nachschlagen.
In 60 Sekunden
Vor dem Mischen werden von jeder der sechs Gemüsesorten gleich viele Karten verwendet. Nicht benötigte Karten kommen ungesehen zurück in die Schachtel. Bei 2 Personen: 6 Karten je Gemüsesorte Bei 3 Personen: 9 Karten …
Wird einer der drei Stapel leer, bleibt der zugehörige Bereich des Gemüsemarktes im Spiel. Teile den größten verbliebenen Punktestapel und verschiebe ungefähr seine untere Hälfte an die leere Position. Die oben sichtbare Punktekarte des …
Vor dem Mischen werden von jeder der sechs Gemüsesorten gleich viele Karten verwendet. Nicht benötigte Karten kommen ungesehen zurück in die Schachtel. Bei 2 Personen: 6 Karten je Gemüsesorte Bei 3 Personen: 9 Karten …
Point Salad ist ein Kartenspiel, bei dem jede Karte entweder als Gemüse oder als persönliche Wertungsbedingung genutzt wird. In jedem Zug entscheidest du dich zwischen einer offenen Punktekarte und zwei offenen Gemüsekarten. Am Ende werden alle Punktekarten einzeln ausgewertet, wobei dieselbe Gemüsekarte für mehrere Bedingungen zählen darf. Gerade diese Mehrfachnutzung macht starke Kartenkombinationen möglich.
Das Grundspiel besteht aus 108 doppelseitigen Karten mit sechs Gemüsesorten und zahlreichen unterschiedlichen Wertungsbedingungen. Eine Partie endet, sobald sämtliche Karten aus den drei Stapeln und der offenen Auslage genommen wurden. Wer danach die höchste Gesamtpunktzahl erreicht, gewinnt.
Gemüseseite und Punkteseite haben unterschiedliche Aufgaben
Jede Karte besitzt zwei verwendbare Seiten. Auf der Gemüseseite ist eine der sechs Sorten abgebildet. Die Punkteseite nennt eine Bedingung, nach der du am Spielende Punkte erhältst oder verlierst.
Gemüsekarten liefern somit noch keine eigenständigen Punkte. Ihr Wert entsteht erst durch deine Punktekarten. Eine Karotte kann beispielsweise für eine Bedingung zählen, die Karottenpaare belohnt, zugleich eine Mehrheit unterstützen und zusätzlich Teil einer geforderten Kombination sein.
Punktekarten können sehr unterschiedliche Aufgaben stellen:
- Punkte für einzelne Gemüse einer bestimmten Sorte
- Punkte für Paare oder andere Gruppen derselben Sorte
- Punkte für vollständige Sets aus mehreren Sorten
- Punkte für die meisten oder wenigsten Karten einer Sorte
- Bonuspunkte für eine Sorte und Minuspunkte für eine andere
- Punkte abhängig von geraden oder ungeraden Anzahlen
Der aufgedruckte Kartentext ist immer für die Person maßgeblich, die diese Punktekarte besitzt. Deine Wertungsbedingungen gelten nicht automatisch für die Mitspielenden.
Der Aufbau richtet sich nach der Personenzahl
Vor dem Mischen werden von jeder der sechs Gemüsesorten gleich viele Karten verwendet. Nicht benötigte Karten kommen ungesehen zurück in die Schachtel.
- Bei 2 Personen: 6 Karten je Gemüsesorte
- Bei 3 Personen: 9 Karten je Gemüsesorte
- Bei 4 Personen: 12 Karten je Gemüsesorte
- Bei 5 Personen: 15 Karten je Gemüsesorte
- Bei 6 Personen: alle 18 Karten je Gemüsesorte
Mische die ausgewählten Karten und teile sie möglichst gleichmäßig in drei Stapel. Die Punkteseiten liegen oben und bleiben sichtbar. Von jedem Stapel werden zwei Karten genommen, auf die Gemüseseite gedreht und offen unter dem zugehörigen Stapel ausgelegt. So entsteht ein Markt aus sechs Gemüsekarten.
Bestimmt eine Startperson. Alle beginnen ohne Handkarten und ohne eigene Auslage. Genommene Karten werden während der Partie offen vor der jeweiligen Person gesammelt, damit Gemüsemengen und Punktekarten jederzeit erkennbar bleiben.
In deinem Zug wählst du genau eine von zwei Kartenaktionen
Ein Spielzug besteht im Kern aus einer einzigen Wahl: Du nimmst entweder eine Punktekarte oder zwei Gemüsekarten. Die beiden Möglichkeiten dürfen nicht miteinander vermischt werden.
- Nimm die oberste Punktekarte von einem der drei Stapel und lege sie mit der Punkteseite nach oben vor dir ab.
- Oder nimm zwei beliebige Gemüsekarten aus dem offenen Markt. Sie dürfen unter demselben Stapel oder unter unterschiedlichen Stapeln liegen.
Nach dem Nehmen von Gemüse werden die entstandenen Lücken einzeln aufgefüllt. Ziehe dafür jeweils die oberste Karte des Stapels über dem freien Platz, drehe sie auf ihre Gemüseseite und lege sie offen in den Markt. Eine direkt vom Stapel genommene Punktekarte erzeugt dagegen keine Marktlücke.
Danach ist die nächste Person an der Reihe. Es gibt keine Zwischenwertung und keine feste Rundenzahl.
Was geschieht mit einem leeren Punktestapel?
Wird einer der drei Stapel leer, bleibt der zugehörige Bereich des Gemüsemarktes im Spiel. Teile den größten verbliebenen Punktestapel und verschiebe ungefähr seine untere Hälfte an die leere Position. Die oben sichtbare Punktekarte des ursprünglichen Stapels soll dabei oben liegen bleiben. Gibt es nur noch einen Stapel, wird mit diesem weitergespielt, bis auch die letzten Karten genommen oder zum Auffüllen des Marktes verwendet wurden.
Eine Punktekarte darf dauerhaft zu Gemüse werden
Einmal während deines Zuges darfst du eine eigene Punktekarte umdrehen. Ihre Rückseite wird dadurch zu einer normalen Gemüsekarten-Seite. Diese Entscheidung ist endgültig: Die Karte darf später nicht wieder als Punktekarte verwendet oder zurückgedreht werden.
Das Umdrehen ist sinnvoll, wenn eine Wertungsbedingung nicht mehr zu deiner Auslage passt oder ihre Gemüseseite mehrere andere Punktekarten verbessert. Du verlierst zwar die ursprüngliche Bedingung, erhältst dafür aber ein zusätzliches Gemüse. Ob sich das lohnt, hängt von der gesamten Auslage ab und ist keine automatische Pflichtaktion.
Beispiel: Du besitzt eine Punktekarte, deren Bedingung durch die bereits verteilten Karten kaum noch erreichbar erscheint. Zeigt ihre Rückseite eine Paprika, kann das Umdrehen trotzdem nützlich sein, wenn dir genau diese Paprika für ein Set fehlt und zugleich deine Paprikamehrheit stärkt.
So werden Paare, Sets, Mehrheiten und Abzüge gewertet
Am Spielende wertest du jede noch sichtbare Punktekarte separat aus. Die Ergebnisse werden addiert; aufgedruckte Abzüge werden dabei als negative Werte berücksichtigt. Eine Punktekarte wird nicht verbraucht, nachdem sie eine Kombination gewertet hat.
Paare und vollständige Gruppen
Bei einer Bedingung für Paare teilst du die Anzahl der geforderten Gemüsesorte in vollständige Zweiergruppen. Eine übrig gebliebene Karte bildet kein weiteres Paar. Besitzt du beispielsweise fünf Karotten, entstehen daraus zwei vollständige Karottenpaare; die fünfte Karotte bleibt für diese Punktekarte ohne Wirkung.
Steht auf der Punktekarte ein Wert von 3 Punkten je Karottenpaar, ergibt die Beispielauslage 2 × 3 = 6 Punkte. Die fünfte Karotte darf trotzdem für alle anderen Punktekarten berücksichtigt werden.
Sets aus verschiedenen Sorten
Verlangt eine Karte eine bestimmte Zusammenstellung, zählt nur jedes vollständige Set. Benötigt ein Set beispielsweise eine Karotte, einen Salat und eine Paprika, begrenzt die knappste dieser drei Sorten die Zahl der vollständigen Sets.
Mit drei Karotten, zwei Salaten und einer Paprika lässt sich genau ein solches Set bilden. Die übrigen Karotten und der zweite Salat reichen ohne weitere Paprika nicht für ein zweites Set. Auch hier bleiben die Karten für andere Wertungsbedingungen verfügbar.
Mehrheiten und Minderheiten
Bei Bedingungen wie meiste Zwiebeln vergleichst du die betreffende Gemüsesorte in allen persönlichen Auslagen. Kommt es bei dieser Bedingung zu einem Gleichstand, gewinnt die Person, welche die entsprechende Punktekarte besitzt. Haben mehrere Personen jeweils eine passende Mehrheitskarte, wird jede dieser Karten aus Sicht ihres Besitzers geprüft.
Bei einer Bedingung für die wenigsten Karten einer Sorte kann auch eine Anzahl von null berücksichtigt werden. Wer keine entsprechende Gemüsekarten besitzt, kann somit die niedrigste Anzahl haben.
Gerade und ungerade Anzahlen
Bei Wertungsbedingungen für gerade Anzahlen zählt null nicht als gerade Anzahl. Eine solche Punktekarte benötigt daher eine positive gerade Menge, etwa zwei, vier oder sechs Karten der genannten Sorte. Andere Bedingungen können null durchaus berücksichtigen, sofern ihr Wortlaut dies zulässt.
Bonus und Abzug auf derselben Karte
Enthält eine Punktekarte sowohl einen positiven als auch einen negativen Teil, werden beide Bestandteile berechnet und miteinander verrechnet. Bei einem beispielhaften Wert von 2 Punkten je Karotte und minus 1 Punkt je Zwiebel ergeben drei Karotten und zwei Zwiebeln auf dieser Karte (3 × 2) − (2 × 1) = 4 Punkte.
Andere Punktekarten werden anschließend unabhängig davon ausgewertet. Die drei Karotten und zwei Zwiebeln aus dem Beispiel können dort erneut zählen.
Wie aus einzelnen Karten eine Kombo entsteht
Eine Kombo besteht in Point Salad nicht aus einer besonderen Aktivierungsfolge. Sie entsteht, wenn dieselben Gemüsekarten mehrere deiner Wertungsbedingungen gleichzeitig erfüllen. Eine gute Auslage verbindet Bedingungen, statt für jede Punktekarte völlig andere Gemüsesorten sammeln zu müssen.
Angenommen, du besitzt drei Punktekarten: Eine belohnt Karottenpaare, eine verlangt Sets aus Karotte und Salat, und eine vergibt Punkte für eine Karottenmehrheit. Vier Karotten und zwei Salate können dann gleichzeitig zwei Karottenpaare, zwei vollständige Karotte-Salat-Sets und eine mögliche Mehrheit unterstützen. Keine Karotte muss einer einzelnen Punktekarte fest zugeordnet werden.
Ein Konflikt entsteht, wenn eine Karte dasselbe Gemüse belohnt, das eine andere Karte bestraft. Dann ist nicht nur der Bonus zu betrachten. Entscheidend ist die Summe aller Bedingungen. Eine zusätzliche Zwiebel kann etwa ein wertvolles Set vervollständigen, aber gleichzeitig auf einer anderen Punktekarte einen Abzug auslösen.
Wann eine Punktekarte besser ist als zwei Gemüse
Die Wahl hängt davon ab, wie stark die sichtbare Bedingung mit deiner vorhandenen Auslage zusammenarbeitet. Eine Punktekarte ist meist interessant, wenn du ihre Voraussetzung bereits teilweise erfüllst, mehrere deiner Gemüsesorten erfasst werden oder sie eine zweite Wertungsmöglichkeit für dieselben Karten eröffnet.
Zwei Gemüsekarten sind häufig stärker, wenn sie sofort mehrere bestehende Bedingungen verbessern, ein weiteres vollständiges Paar oder Set bilden oder eine umkämpfte Mehrheit verändern. Auch die offene Information spielt eine Rolle: Nimmst du begehrtes Gemüse nicht, kann es direkt der nächsten Person zugutekommen.
Diese Abwägung ist Strategie und keine zusätzliche Spielregel. Du darfst eine scheinbar unpassende Punktekarte nehmen und später umdrehen, doch das kostet zunächst die Gelegenheit, zwei offene Gemüse zu wählen.
Spielende, Gesamtergebnis und Gleichstand
Die Partie endet, sobald alle Karten aus den drei Punktestapeln und dem Gemüsemarkt genommen wurden. Danach zählt jede Person die Ergebnisse ihrer sichtbaren Punktekarten zusammen. Zu Gemüse gedrehte Punktekarten besitzen keine Wertungsbedingung mehr und werden ausschließlich als Gemüse berücksichtigt.
Die höchste Gesamtsumme gewinnt. Herrscht auch bei der Gesamtpunktzahl Gleichstand, gewinnt von den Beteiligten die Person, die innerhalb der ursprünglichen Zugreihenfolge später an der Reihe war. Diese Regel unterscheidet sich vom Gleichstand bei einer einzelnen Mehrheits- oder Minderheitsbedingung, der zugunsten des Besitzers der betreffenden Punktekarte entschieden wird.
Für eine fehlerfreie Endwertung empfiehlt es sich, die Punktekarten nacheinander abzurechnen und jedes Zwischenergebnis zu notieren. Gemüsekarten werden dabei nicht entfernt oder verschiedenen Bedingungen zugeteilt. Erst die Summe aller positiven und negativen Ergebnisse bestimmt das Endergebnis.
Das wird häufig falsch gespielt
- Eine Punktekarte darf dauerhaft zu Gemüse werden
Regelfragen zu diesem Spiel
Was geschieht mit einem leeren Punktestapel?
Wird einer der drei Stapel leer, bleibt der zugehörige Bereich des Gemüsemarktes im Spiel. Teile den größten verbliebenen Punktestapel und verschiebe ungefähr seine untere Hälfte an die leere Position. Die oben sichtbare Punktekarte des ursprünglichen Stapels soll dabei oben liegen bleiben. Gibt es nur noch einen Stapel, wird mit diesem weitergespielt, bis auch die letzten Karten genommen oder zum Auffüllen des Marktes verwendet wurden.
Wie aus einzelnen Karten eine Kombo entsteht
Eine Kombo besteht in Point Salad nicht aus einer besonderen Aktivierungsfolge. Sie entsteht, wenn dieselben Gemüsekarten mehrere deiner Wertungsbedingungen gleichzeitig erfüllen. Eine gute Auslage verbindet Bedingungen, statt für jede Punktekarte völlig andere Gemüsesorten sammeln zu müssen. Angenommen, du besitzt drei Punktekarten: Eine belohnt Karottenpaare, eine verlangt Sets aus Karotte und Salat, und eine vergibt Punkte für eine Karottenmehrheit. Vier Karotten und zwei Salate können dann gleichzeitig zwei Karottenpaare, zwei vollständige …
Wann eine Punktekarte besser ist als zwei Gemüse
Die Wahl hängt davon ab, wie stark die sichtbare Bedingung mit deiner vorhandenen Auslage zusammenarbeitet. Eine Punktekarte ist meist interessant, wenn du ihre Voraussetzung bereits teilweise erfüllst, mehrere deiner Gemüsesorten erfasst werden oder sie eine zweite Wertungsmöglichkeit für dieselben Karten eröffnet. Zwei Gemüsekarten sind häufig stärker, wenn sie sofort mehrere bestehende Bedingungen verbessern, ein weiteres vollständiges Paar oder Set bilden oder eine umkämpfte Mehrheit verändern. Auch die offene Information spielt …
Regelabweichung entdeckt?
Wenn dir bei einer Regel ein Unterschied zu deiner Ausgabe aufgefallen ist, kannst du uns über die Kontaktmöglichkeit einen Hinweis geben. Bitte nenne möglichst Spiel und Edition.