Monopoly-Auktion vergessen: Warum freie Grundstücke versteigert werden
Regeln, Ablauf und wichtige Sonderfälle schnell verständlich nachschlagen.
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Spieler A landet auf der noch freien Badstraße. Er möchte den auf dem Feld angegebenen Kaufpreis nicht zahlen. Der Bankhalter bietet die Badstraße daraufhin allen Spielern zur Versteigerung an. Spieler B eröffnet mit einem …
Spieler A landet auf der noch freien Badstraße. Er möchte den auf dem Feld angegebenen Kaufpreis nicht zahlen. Der Bankhalter bietet die Badstraße daraufhin allen Spielern zur Versteigerung an. Spieler B eröffnet mit einem …
Die Grundregel schreibt die Versteigerung vor, legt aber üblicherweise kein eigenes Korrekturverfahren für eine erst später bemerkte Auktion fest. Die faire Lösung hängt deshalb davon ab, wie weit die Partie inzwischen fortgeschritten ist. Noch …
Die beschriebene Versteigerung gehört zur klassischen Monopoly-Grundregel. Sonderausgaben, vereinfachte Kinderfassungen oder elektronische Varianten können Abläufe verändern. Maßgeblich ist dann der Abschnitt über freie Grundstücke beziehungsweise Auktionen in der Regelbeilage der verwendeten Ausgabe. Auch verbreitete …
Lehnt ein Spieler bei Monopoly den Kauf eines freien Grundstücks ab, muss der Bankhalter dieses Grundstück unmittelbar versteigern. Die Auktion ist keine freiwillige Zusatzregel: Sie verhindert, dass attraktive Felder über viele Runden unverkauft bleiben. Wurde die Versteigerung übersehen, sollte sie möglichst nachgeholt werden, bevor weitere Würfe oder Grundstückskäufe den Spielstand verändert haben.
Wann ein freies Grundstück versteigert werden muss
Die Versteigerung wird ausgelöst, wenn eine Spielfigur auf einem noch nicht verkauften Grundstück landet und der betreffende Spieler es nicht zum aufgedruckten Preis von der Bank kaufen möchte. Das gilt in der klassischen Monopoly-Grundregel nicht nur für Straßen, sondern ebenso für freie Bahnhöfe und Versorgungswerke.
Der Spieler kann das Feld also nicht einfach ablehnen und damit den nächsten Zug beginnen lassen. Stattdessen übernimmt der Bankhalter sofort die Auktion. Der Spieler, der den regulären Kauf ausgeschlagen hat, darf dabei trotzdem mitbieten.
Diese Regel hat eine wichtige Folge: Ein Grundstück kann bei der Auktion für weniger oder mehr als den auf dem Spielplan angegebenen Kaufpreis den Besitzer wechseln. Der aufgedruckte Betrag ist der Preis für den unmittelbaren Kauf, aber kein verbindliches Mindestgebot für die Versteigerung.
So läuft die Versteigerung ab
- Der Bankhalter nennt das freie Grundstück, das versteigert wird.
- Alle Spieler dürfen bieten, einschließlich des Spielers, der gerade auf dem Feld steht und den direkten Kauf abgelehnt hat.
- Die Gebote werden erhöht, bis niemand das höchste Gebot mehr überbieten möchte.
- Der Höchstbietende zahlt sein Gebot an die Bank und erhält die passende Besitzrechtkarte.
- Erst danach wird die Partie regulär fortgesetzt.
Die Bank selbst bietet nicht mit. Übernimmt ein Mitspieler die Verwaltung der Bank, bleibt er dennoch ein normaler Spieler und darf mit seinem eigenen Geld an der Auktion teilnehmen. Er muss seine privaten Geldscheine und das Geld der Bank dabei sauber getrennt halten.
Die klassische Regel verlangt keine feste Bietreihenfolge. Für einen eindeutigen Ablauf sollte der Bankhalter jedes höhere Gebot hörbar wiederholen und vor dem Zuschlag kurz fragen, ob noch jemand erhöhen möchte. Für das Bezahlen zählt allein das höchste bestätigte Gebot.
Was nach einer übersehenen Auktion zu tun ist
Die Grundregel schreibt die Versteigerung vor, legt aber üblicherweise kein eigenes Korrekturverfahren für eine erst später bemerkte Auktion fest. Die faire Lösung hängt deshalb davon ab, wie weit die Partie inzwischen fortgeschritten ist.
- Noch kein weiterer Zug: Die Auktion wird sofort durchgeführt. Das ist die sauberste Korrektur, weil sich der Spielstand noch nicht verändert hat.
- Ein weiterer Spieler hat nur gewürfelt: Lässt sich dessen Zug vollständig und ohne Streit zurücksetzen, kann die Gruppe zur Auktion zurückkehren und danach weiterspielen.
- Weitere Käufe, Zahlungen oder Entscheidungen sind erfolgt: Der Spielstand sollte nicht umfassend zurückgedreht werden. Die Gruppe muss sich auf eine Korrektur einigen, etwa die Auktion unmittelbar vor dem nächsten Zug nachzuholen.
- Die Auktion wird erst mehrere Runden später bemerkt: Ein rückwirkender Neuaufbau ist meist kaum eindeutig möglich. Dann sollte die Gruppe gemeinsam festlegen, ob das Grundstück jetzt versteigert wird oder aufgrund des Regelfehlers bis zum nächsten regulären Betreten frei bleibt. Beides ist eine vereinbarte Korrektur und keine zusätzliche offizielle Grundregel.
Bei der Entscheidung ist wichtig, niemandem nachträglich einen Vorteil zu geben, der nur durch später bekannt gewordene Informationen entsteht. Haben Spieler beispielsweise inzwischen Geld ausgegeben oder eine Farbgruppe vervollständigt, kann eine verspätete Auktion ihre Gebote deutlich beeinflussen. Je früher der Fehler korrigiert wird, desto näher bleibt die Partie am vorgesehenen Ablauf.
Ein vollständiges Beispiel zur Auktionsregel
Spieler A landet auf der noch freien Badstraße. Er möchte den auf dem Feld angegebenen Kaufpreis nicht zahlen. Der Bankhalter bietet die Badstraße daraufhin allen Spielern zur Versteigerung an.
Spieler B eröffnet mit einem niedrigen Gebot. Spieler C erhöht, anschließend bietet auch Spieler A mit. Obwohl A den direkten Kauf abgelehnt hat, ist dieses Gebot erlaubt. B steigt aus, A überbietet C und niemand erhöht weiter. A zahlt ausschließlich sein Höchstgebot an die Bank und erhält die Besitzrechtkarte der Badstraße.
Das Beispiel zeigt den Unterschied zwischen beiden Erwerbswegen: Der unmittelbare Kauf steht nur dem Spieler offen, der auf dem Grundstück gelandet ist. An der anschließenden Auktion dürfen dagegen alle Spieler teilnehmen.
Warum die Auktion für den Spielverlauf wichtig ist
Ohne Versteigerungen könnten Spieler teure oder taktisch unpassende Grundstücke folgenlos ablehnen. Viele Besitzfelder blieben lange bei der Bank, wodurch Farbgruppen später vollständig würden und Mieteinnahmen seltener entstünden. Die Auktion bringt jedes abgelehnte Feld unmittelbar zurück in den Wettbewerb.
Außerdem zwingt sie die Runde zu einer echten Preisentscheidung. Ein Spieler kann auf einen niedrigeren Kaufpreis hoffen, riskiert dabei aber, das Grundstück an einen Mitspieler zu verlieren oder am Ende sogar mehr als den aufgedruckten Betrag zu zahlen. Das Ablehnen des Direktkaufs reserviert weder das Grundstück noch ein späteres Vorrecht.
Bei abweichenden Ausgaben die Regelbeilage prüfen
Die beschriebene Versteigerung gehört zur klassischen Monopoly-Grundregel. Sonderausgaben, vereinfachte Kinderfassungen oder elektronische Varianten können Abläufe verändern. Maßgeblich ist dann der Abschnitt über freie Grundstücke beziehungsweise Auktionen in der Regelbeilage der verwendeten Ausgabe.
Auch verbreitete Hausregeln können den Ablauf verdecken. Die Vereinbarung, abgelehnte Grundstücke einfach frei zu lassen, verändert die klassische Regel und meist auch die Spieldauer. Wer nach offiziellen Grundregeln spielen möchte, sollte den Bankhalter bereits vor dem ersten Zug daran erinnern, nach jeder Kaufablehnung sofort die Auktion zu eröffnen.
Auch bei Geldmangel wird versteigert
Eine Auktion wird nicht nur ausgelöst, wenn ein Spieler ein Grundstück freiwillig nicht kaufen will. Kann er den aufgedruckten Kaufpreis nicht aufbringen oder möchte sein Geld lieber für spätere Mieten behalten, gilt der Direktkauf ebenfalls als abgelehnt. Das Grundstück wird dann unmittelbar versteigert; der Spieler darf trotz fehlender Mittel für den normalen Kauf mitbieten, sofern er ein Gebot anschließend bezahlen kann.
Für die klassische Auktion gibt es keinen Mindestpreis in Höhe des aufgedruckten Kaufpreises. Die Runde sollte vor dem ersten Gebot nur eindeutig festlegen, mit welchem Betrag eröffnet wird. Findet sich kein Spieler, der ein Gebot abgeben möchte, bleibt das Grundstück bei der Bank und kann bei einem späteren Betreten erneut regulär gekauft oder versteigert werden.
Regelfragen zu diesem Spiel
Wann ein freies Grundstück versteigert werden muss
Die Versteigerung wird ausgelöst, wenn eine Spielfigur auf einem noch nicht verkauften Grundstück landet und der betreffende Spieler es nicht zum aufgedruckten Preis von der Bank kaufen möchte. Das gilt in der klassischen Monopoly-Grundregel nicht nur für Straßen, sondern ebenso für freie Bahnhöfe und Versorgungswerke. Der Spieler kann das Feld also nicht einfach ablehnen und damit den nächsten Zug beginnen lassen. Stattdessen übernimmt der Bankhalter sofort die Auktion. Der Spieler, …
Was nach einer übersehenen Auktion zu tun ist
Die Grundregel schreibt die Versteigerung vor, legt aber üblicherweise kein eigenes Korrekturverfahren für eine erst später bemerkte Auktion fest. Die faire Lösung hängt deshalb davon ab, wie weit die Partie inzwischen fortgeschritten ist. Noch kein weiterer Zug: Die Auktion wird sofort durchgeführt. Das ist die sauberste Korrektur, weil sich der Spielstand noch nicht verändert hat.Ein weiterer Spieler hat nur gewürfelt: Lässt sich dessen Zug vollständig und ohne Streit zurücksetzen, kann …
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