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Medici Spielregeln: Anleitung für Waren, Schiffe und Punkte

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Medici Spielregeln: Anleitung für Waren, Schiffe und Punkte

Regeln, Ablauf und wichtige Sonderfälle schnell verständlich nachschlagen.

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In 60 Sekunden

Ziel

Am Ende des dritten Handelstags gewinnt die Person mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Geld und Siegpunkte bilden dabei dieselbe Größe: Ein gewonnenes Gebot wird von deinem Stand abgezogen, Wertungserträge werden ihm wieder hinzugefügt. Jeder Handelstag …

Vorbereitung

Lege den Spielplan in die Mitte und sortiere die Warenkarten entsprechend der Spielerzahl. Welche Karten verwendet oder aussortiert werden, steht in der Aufbauübersicht deiner Ausgabe. Jede Person wählt eine Farbe und stellt ihre Markierungen …

Mein Zug

Das Paket wird aufgeteilt: Alle aufgedeckten Karten bilden ein einziges Los. Die gewinnende Person nimmt sie vollständig. Ein zu großes Paket wird mitgeboten: Wer nicht genug freie Schiffplätze besitzt, ist für dieses Los nicht …

Spielende

Nach der vollständigen Wertung werden alle Warenkarten von den Schiffen entfernt. Die Schiffe stehen im nächsten Handelstag wieder mit ihrer gesamten Kapazität zur Verfügung. Geldstände und Warenpositionen bleiben erhalten. Der Kartenvorrat wird nach den …

WAS MÖCHTEST DU WISSEN?

Medici ist ein Auktionsspiel über drei Handelstage. Du ersteigerst Warenkarten, belädst damit dein Schiff und erhältst Einnahmen für eine wertvolle Ladung sowie für gute Positionen bei den einzelnen Warensorten. Bezahlt wird mit Florin beziehungsweise Punkten auf der Zählleiste. Ein teurer Einkauf kann somit die Ladung verbessern und trotzdem das Endergebnis verschlechtern.

Diese Anleitung behandelt das klassische Brettspiel von Reiner Knizia, nicht Medici: The Card Game oder eine Würfelspiel-Variante. Da mehrere Ausgaben mit abweichender Ausstattung und spielerzahlabhängigen Wertungsskalen existieren, müssen Startstand, verwendeter Kartenstapel und die Zahlen der Ladungswertung zur eigenen Ausgabe passen. Die grundlegende Abfolge aus Auktion, Schiffsbeladung und doppelter Wertung bleibt davon unberührt.

Spielziel und Zusammenspiel der Wertungen

Am Ende des dritten Handelstags gewinnt die Person mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Geld und Siegpunkte bilden dabei dieselbe Größe: Ein gewonnenes Gebot wird von deinem Stand abgezogen, Wertungserträge werden ihm wieder hinzugefügt.

Jeder Handelstag hat zwei voneinander getrennte Wertungen:

  • Schiffswertung: Die Werte aller Karten in einem Schiff werden addiert. Die Ladungen werden nach ihrer Gesamtsumme eingeordnet.
  • Warenwertung: Die Werte der einzelnen Warensorten werden auf den zugehörigen Warenleisten gesammelt. Gute Positionen auf diesen Leisten bringen zusätzliche Einnahmen.

Die Warenleisten wirken über die gesamte Partie. Die Schiffe werden dagegen nach jedem Handelstag geleert. Du kannst also in einer Runde eine schwache Schiffsladung haben und dennoch deine langfristige Stellung bei einer Warensorte verbessern.

Vorbereitung der klassischen Brettspielausgabe

  1. Lege den Spielplan in die Mitte und sortiere die Warenkarten entsprechend der Spielerzahl. Welche Karten verwendet oder aussortiert werden, steht in der Aufbauübersicht deiner Ausgabe.
  2. Jede Person wählt eine Farbe und stellt ihre Markierungen auf die vorgegebenen Startfelder der Geld- und Warenleisten.
  3. Jede Person erhält ein Schiff. Bei drei bis sechs Personen kann ein Schiff höchstens fünf Karten aufnehmen. Im Spiel zu zweit beträgt die Kapazität sieben Karten.
  4. Mische die für den Handelstag benötigten Warenkarten und lege sie als verdeckten Vorrat bereit.
  5. Bestimmt die erste Person, welche die Auktion eröffnet. Die Rolle wird im weiteren Spiel in der festgelegten Reihenfolge weitergegeben.

Übernimm den anfänglichen Florinstand und die spielerzahlabhängigen Rangwerte unmittelbar vom Spielplan oder aus der Aufbauübersicht deiner Ausgabe. Diese Zahlen sind nicht in allen Veröffentlichungen identisch. Ein Wertungsstreifen für vier Personen darf beispielsweise nicht für eine Partie zu zweit benutzt werden.

Eine Auktion von der Auslage bis zur Beladung

Die aktive Person deckt zunächst eine Warenkarte auf. Sie darf weitere Karten hinzufügen, bis höchstens drei Karten offenliegen. Sobald sie aufhört oder die dritte Karte aufgedeckt hat, wird das gesamte Paket versteigert. Die Karten dürfen weder getrennt noch teilweise erworben werden.

  1. Die Bietrunde beginnt bei der nächsten teilnahmeberechtigten Person und läuft einmal reihum.
  2. Wer an die Reihe kommt, nennt ein Gebot oder passt. Ein gültiges Gebot muss das bisherige Höchstgebot übertreffen; das gewinnende Gebot beträgt mindestens 1 Florin.
  3. Wer passt, kann in derselben Auktion nicht später wieder einsteigen.
  4. Die Person mit dem höchsten Gebot bezahlt den genannten Betrag und legt das vollständige Kartenpaket auf ihr Schiff.
  5. Danach beginnt die nächste Auktion gemäß der in der Ausgabe angegebenen Reihenfolge der aktiven Person.

Ein Gebot ist nur erlaubt, wenn auf dem eigenen Schiff genügend freie Plätze für sämtliche angebotenen Karten vorhanden sind. Sind beispielsweise noch zwei Plätze frei, darfst du auf ein Paket aus einer oder zwei Karten bieten, nicht aber auf drei Karten.

Niemand darf freiwillig nur einen Teil eines ersteigerten Pakets laden. Diese Regel macht die Entscheidung über die Größe der Auslage bedeutsam: Drei starke Karten können einen hohen Preis erzielen, während ein großes Paket für Personen mit fast vollem Schiff überhaupt nicht mehr zugänglich ist.

Vollständiges Beispiel einer Warenauktion

Aufgedeckt werden drei Warenkarten mit den aufgedruckten Werten 4, 3 und 2. Person A hat noch drei freie Plätze und bietet 4 Florin. Person B besitzt nur zwei freie Plätze und darf nicht mitbieten. Person C erhöht auf 6 Florin, alle weiteren Personen passen.

Person C zahlt 6 Florin und lädt alle drei Karten. Der Wert dieser Karten beträgt zusammen 9. Bei der späteren Schiffswertung erhöht das Paket den Gesamtwert der Ladung um 9. Für die Warenleisten werden die aufgedruckten Werte dagegen getrennt den jeweiligen Warensorten zugerechnet. Das Gebot von 6 zählt nicht zum Ladungswert, sondern wird sofort vom Geldstand abgezogen.

Wann ein Handelstag endet

Sobald ein Schiff vollständig beladen ist, nimmt seine Besitzerin oder sein Besitzer an den restlichen Auktionen dieses Handelstags nicht mehr teil. Das Schiff bleibt bis zur Wertung unverändert liegen.

Der Handelstag endet, wenn alle Schiffe voll sind oder der Kartenvorrat keine weitere reguläre Auslage mehr zulässt. Kann nur noch eine Person Karten aufnehmen, greift die Zuteilungsregel der jeweiligen Ausgabe: Sie erhält die noch vorgesehenen Karten, soweit Vorrat und freie Schiffplätze dies erlauben. Dafür wird keine normale Konkurrenzauktion mehr durchgeführt.

Ein Schiff muss am Ende nicht zwingend voll sein. Liegen keine verwendbaren Karten mehr bereit, wird mit den tatsächlich geladenen Karten gewertet.

Schiffsladungen richtig vergleichen

Für die Ladungswertung addiert jede Person sämtliche Zahlenwerte auf den Karten ihres Schiffs. Die Warensorte spielt für diese Summe keine Rolle. Eine Karte mit dem Wert 5 trägt ebenso fünf Einheiten zum Schiffswert bei wie jede andere Warenkarte mit derselben Zahl.

Danach werden die Schiffe vom höchsten bis zum niedrigsten Gesamtwert geordnet. Die beste Ladung erhält den höchsten Ertrag, die weiteren Plätze die niedrigeren Erträge der passenden Wertungsskala. Die genaue Staffelung hängt von der Spielerzahl und Ausgabe ab und ist auf dem Spielplan oder der Wertungsübersicht angegeben.

Haben mehrere Schiffe denselben Gesamtwert, werden die betroffenen Rangwerte nach der Gleichstandsregel zusammengefasst und geteilt. Erforderliche Bruchteile werden gemäß Regelvorgabe abgerundet. Belegen zwei Personen gemeinsam den ersten Rang, wird der unmittelbar folgende Rang übersprungen; die nächste Person wird entsprechend hinter den beiden Gleichstehenden eingeordnet.

Warenleisten über drei Handelstage führen

Nach der Ladungswertung werden die Werte nach Warensorten ausgewertet. Für jede Karte bewegst du deinen Marker auf der passenden Warenleiste um den aufgedruckten Wert vorwärts. Maßgeblich ist somit nicht allein die Anzahl der Karten, sondern deren jeweiliger Warenwert.

Die Positionen auf jeder Warenleiste werden anschließend miteinander verglichen. Wer bei einer Warensorte am weitesten vorn liegt, erhält den höheren Rangwert; die nachfolgende Position erhält den niedrigeren Rangwert der Ausgabe. Bei Gleichstand werden die betroffenen Rangwerte geteilt und bei Bedarf nach den Regeln abgerundet. Auch hier fällt der nach einem geteilten ersten Rang liegende Platz aus.

Die Marker bleiben nach der Wertung auf den Warenleisten stehen. Dadurch zählen die in früheren Handelstagen erworbenen Waren weiterhin. Nach der ersten Runde kann eine Führung klein sein, während sich bis zur dritten Runde ein deutlicher Vorsprung entwickelt.

Beispiel für einen geteilten Warenrang

Person A und Person B stehen bei derselben Warensorte gemeinsam an der Spitze, Person C folgt dahinter. A und B teilen die Erträge für den ersten und zweiten Rang nach der Gleichstandsregel. Person C erhält nicht den Ertrag des zweiten Rangs, weil dieser bereits in die Teilung eingeflossen ist. Sie wird als nächste Platzierung behandelt, sofern die Wertungsskala für diese Spielerzahl dort noch einen Ertrag vorsieht.

Vom zweiten Handelstag bis zum Spielende

Nach der vollständigen Wertung werden alle Warenkarten von den Schiffen entfernt. Die Schiffe stehen im nächsten Handelstag wieder mit ihrer gesamten Kapazität zur Verfügung. Geldstände und Warenpositionen bleiben erhalten. Der Kartenvorrat wird nach den Vorgaben der Ausgabe für die nächste Runde vorbereitet.

Der zweite und dritte Handelstag folgen demselben Ablauf:

  • Warenpakete aus einer bis drei Karten bilden und versteigern.
  • Gewonnene Pakete vollständig laden und Gebote bezahlen.
  • Volle Schiffe aus den weiteren Auktionen nehmen.
  • Zuerst die gesamten Schiffswerte, danach die Positionen der einzelnen Warensorten werten.

Nach der Wertung des dritten Handelstags endet die Partie. Es findet keine weitere Auktion und keine zusätzliche Verkaufsphase statt. Die höchste Punktzahl beziehungsweise der höchste Florinstand gewinnt. Sieht die Ausgabe keine weitere Entscheidung bei Gleichstand vor, teilen sich die punktgleichen Personen den Sieg.

Regelfehler, die das Ergebnis stark verändern

  • Das Paket wird aufgeteilt: Alle aufgedeckten Karten bilden ein einziges Los. Die gewinnende Person nimmt sie vollständig.
  • Ein zu großes Paket wird mitgeboten: Wer nicht genug freie Schiffplätze besitzt, ist für dieses Los nicht bietberechtigt.
  • Ein voller Frachtraum bietet weiter: Ein vollständig beladenes Schiff scheidet für den laufenden Handelstag aus den Auktionen aus.
  • Das Gebot wird erst später abgezogen: Der Kaufpreis wird sofort bezahlt. Nur so bleibt sichtbar, wie viel Spielraum für weitere Auktionen besteht.
  • Warenkarten werden bloß gezählt: Für Ladung und Warenleisten sind die aufgedruckten Werte maßgeblich.
  • Warenmarker werden zurückgesetzt: Nur die Schiffe werden zwischen den Handelstagen geleert. Die Positionen auf den Warenleisten bleiben bestehen.
  • Die falsche Rangskala wird verwendet: Schiffserträge richten sich nach der tatsächlichen Spielerzahl und der vorliegenden Ausgabe.

Der zentrale Zielkonflikt bleibt in allen drei Runden gleich: Eine wertvolle Ladung erhöht die Aussicht auf Wertungserträge, doch jeder dafür bezahlte Florin fehlt in der Endabrechnung. Erfolgreich ist nicht automatisch das Schiff mit den höchsten Kartenwerten, sondern die Person, die Wertungserträge und Kaufpreise über alle drei Handelstage am besten ausbalanciert.

HÄUFIGE REGELFEHLER

Das wird häufig falsch gespielt

  • Regelfehler, die das Ergebnis stark verändern
HÄUFIGE FRAGEN

Regelfragen zu diesem Spiel

Wann ein Handelstag endet

Sobald ein Schiff vollständig beladen ist, nimmt seine Besitzerin oder sein Besitzer an den restlichen Auktionen dieses Handelstags nicht mehr teil. Das Schiff bleibt bis zur Wertung unverändert liegen. Der Handelstag endet, wenn alle Schiffe voll sind oder der Kartenvorrat keine weitere reguläre Auslage mehr zulässt. Kann nur noch eine Person Karten aufnehmen, greift die Zuteilungsregel der jeweiligen Ausgabe: Sie erhält die noch vorgesehenen Karten, soweit Vorrat und freie Schiffplätze …

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Wenn dir bei einer Regel ein Unterschied zu deiner Ausgabe aufgefallen ist, kannst du uns über die Kontaktmöglichkeit einen Hinweis geben. Bitte nenne möglichst Spiel und Edition.

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