Renature Spielregeln: Anleitung für Dominosteine, Tiere und Mehrheiten

Lesedauer: 8 Min – Beitrag erstellt: 17. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026

Bei Renature legst du Dominosteine auf eine Landschaft, setzt Zäune und versuchst, in abgeschlossenen Gebieten die Mehrheit bei den Tieren zu erreichen. Gewertet wird nicht nur das größte Gebiet: Entscheidend sind auch die Tiermehrheiten und der Zeitpunkt, zu dem eine Fläche vollständig von Zäunen umschlossen ist. Für eine Partie brauchst du deshalb einen guten Blick auf die Landschaft, die verfügbaren Tierfelder und die Pläne der anderen.

Die folgende Anleitung erklärt den üblichen Spielablauf. Je nach Ausgabe können sich einzelne Bezeichnungen oder Details beim Material unterscheiden. Die Symbolik auf deinem Spielplan und die beiliegende Originalanleitung haben bei abweichenden Angaben Vorrang.

Worum geht es bei Renature?

Die Landschaft besteht aus verschiedenen Gebieten, die durch das Legen der Dominosteine entstehen. Jeder Stein verbindet zwei Landschaftsfelder. Dabei können gleiche oder unterschiedliche Landschaftsarten aneinandergrenzen. Auf den Feldern befinden sich Tierdarstellungen, die für die spätere Wertung wichtig sind.

Du versuchst, deine eigenen Markierungen so zu platzieren, dass du bei den Tieren eines abgeschlossenen Gebiets mehr Einfluss als die Mitspieler besitzt. Ein Gebiet wird durch Zäune begrenzt. Sobald eine Fläche vollständig eingeschlossen ist, wird sie gewertet und die dort vorhandenen Mehrheiten werden ermittelt.

Material und Vorbereitung

Vor dem ersten Zug wird der Spielplan in die Tischmitte gelegt. Die Dominosteine werden gemischt und als verdeckter Vorrat bereitgelegt. Jeder Spieler nimmt die Spielsteine, Zäune und sonstigen persönlichen Marker in der Farbe seiner Wahl. Nicht benötigtes Material kommt zurück in die Schachtel.

Die Dominosteine werden entsprechend der Spielregel bereitgelegt oder auf eine offene Auslage verteilt. Dadurch ist sichtbar, welche Landschaftskombinationen zur Verfügung stehen. Die Tier- und Landschaftselemente bleiben auf dem Spielplan, sofern sie dort bereits aufgedruckt sind.

Vor dem Start sollte jeder prüfen, wie viele eigene Zäune und Marker die verwendete Ausgabe vorsieht. Diese Anzahl kann sich bei unterschiedlichen Auflagen oder Varianten unterscheiden und sollte nicht durch Material aus einer anderen Version ergänzt werden.

So läuft ein Zug ab

Ein Zug besteht im Kern aus dem Auswählen und Anlegen eines Dominosteins sowie dem Setzen eines eigenen Spielelements. Die Reihenfolge ist wichtig, weil ein neu gelegter Stein ein Gebiet verbinden oder eine spätere Wertung auslösen kann.

  1. Wähle einen verfügbaren Dominostein aus der Auslage oder dem vorgesehenen Vorrat.

  2. Lege den Stein auf zwei passende Landschaftsfelder des Spielplans. Die Verbindung muss regelgerecht an das bereits vorhandene Gebiet anschließen.

  3. Prüfe, ob durch das Legen ein Gebiet abgeschlossen wurde oder ob sich die Grenzen eines bestehenden Gebiets verändert haben.

  4. Setze anschließend dein vorgesehenes Spielelement an die vom Stein oder vom Spielplan erlaubte Stelle. Dabei kann es sich je nach Spielsituation um einen Zaun oder eine Markierung bei einem Tier handeln.

  5. Führe eine sofort ausgelöste Wertung aus, bevor der nächste Spieler an die Reihe kommt.

Ein Dominostein darf nicht einfach dort liegen, wo seine Landschaft optisch passend wirkt. Entscheidend ist, dass alle angrenzenden Kanten und die aufgedruckten Grenzen berücksichtigt werden. Wenn ein Stein mehrere Möglichkeiten besitzt, darfst du die für deine Planung günstigste zulässige Ausrichtung wählen.

Dominosteine richtig einsetzen

Die beiden Hälften eines Dominosteins können unterschiedliche Landschaften zeigen. Beim Anlegen solltest du deshalb nicht nur das unmittelbar passende Feld betrachten. Prüfe auch, welches Gebiet auf der anderen Seite des Steins entsteht und ob dadurch ein Tierfeld erreichbar, abgeschnitten oder in eine spätere Wertung einbezogen wird.

Anleitung
1Wähle einen verfügbaren Dominostein aus der Auslage oder dem vorgesehenen Vorrat.
2Lege den Stein auf zwei passende Landschaftsfelder des Spielplans. Die Verbindung muss regelgerecht an das bereits vorhandene Gebiet anschließen.
3Prüfe, ob durch das Legen ein Gebiet abgeschlossen wurde oder ob sich die Grenzen eines bestehenden Gebiets verändert haben.
4Setze anschließend dein vorgesehenes Spielelement an die vom Stein oder vom Spielplan erlaubte Stelle. Dabei kann es sich je nach Spielsituation um einen Zaun oder eine M….
5Führe eine sofort ausgelöste Wertung aus, bevor der nächste Spieler an die Reihe kommt.

Eine scheinbar kleine Verbindung kann zwei Bereiche zu einem gemeinsamen Gebiet machen. Dadurch zählen die dort vorhandenen Tiere zusammen. Umgekehrt kann ein Zaun eine Verbindung verhindern und aus einer offenen Landschaft zwei getrennt gewertete Flächen machen.

Lege einen Stein möglichst erst dann, wenn du die Folgen für die Grenzen des Gebiets geprüft hast. Besonders wichtig sind freie Durchgänge, bereits gesetzte Zäune und Tierfelder, bei denen ein Mitspieler schon eine Mehrheit vorbereitet.

Zäune und abgeschlossene Gebiete

Zäune markieren die Grenzen eines Gebiets. Sie werden nach den Regeln der jeweiligen Spielsituation an den vorgesehenen Begrenzungen eingesetzt. Ein Zaun darf nicht so platziert werden, dass eine bereits abgeschlossene Fläche nachträglich wieder geöffnet wird.

Ein Gebiet gilt als abgeschlossen, wenn seine gesamte äußere Grenze durch den Spielplanrand, vorhandene Begrenzungen und gesetzte Zäune geschlossen ist. Innenliegende Bereiche gehören weiterhin zur Fläche, solange sie nicht durch eine eigene Grenze abgetrennt sind.

Nach dem Abschluss wird nicht nur die Größe der Fläche betrachtet. Die enthaltenen Tierarten und die dort liegenden Mehrheitsmarker entscheiden darüber, welche Spieler Punkte erhalten. Entferne oder verschiebe nach der Wertung nur die Elemente, für die die Spielregel das ausdrücklich vorsieht.

Tiere und Mehrheiten

Die Tiere bestimmen, worum bei der Wertung eines Gebiets gespielt wird. Für jede im Gebiet vertretene Tierart wird geprüft, welcher Spieler dort den größten Einfluss besitzt. Die genaue Ermittlung richtet sich nach den eigenen Markierungen, die bei den entsprechenden Tieren liegen.

Wer bei einer Tierart die meisten Marker besitzt, erhält die erste Wertung. Bei einem Gleichstand wird nach der Rangfolge der Ausgabe oder der angegebenen Gleichstandsregel verfahren. Teile die Punkte nicht eigenmächtig auf, wenn die Anleitung für diesen Fall eine andere Entscheidung vorgibt.

Eine Mehrheit bei einem Tier kann wertvoller sein als viele Marker ohne passende Gebietswertung. Deshalb lohnt es sich, vor dem Zug zu prüfen, welche Tierarten in einer Fläche liegen und ob du dort noch rechtzeitig Einfluss gewinnen kannst.

Eine typische Spielsituation

In einem offenen Bereich liegen mehrere Tierfelder, und zwei Spieler haben dort bereits eigene Marker platziert. Ein neuer Dominostein kann diesen Bereich mit einer weiteren Landschaft verbinden. Legst du ihn an, zählt das zusätzliche Tierfeld zur selben Fläche. Setzt du stattdessen einen Zaun an der zulässigen Grenze, bleibt das Tier außerhalb und wird bei einer späteren Wertung getrennt betrachtet.

Vor der Entscheidung vergleichst du daher drei Dinge: Welche Tierart wird durch die Verbindung wichtig, wer hat dort aktuell die Mehrheit und ob ein Mitspieler das Gebiet mit einem weiteren Stein abschließen könnte. Der bessere Zug ist nicht zwingend derjenige, der die größte Landschaft erzeugt.

Wertung und Spielende

Eine Wertung findet statt, sobald ein Gebiet nach den geltenden Regeln vollständig abgeschlossen ist. Die Spieler zählen ihre relevanten Marker in diesem Gebiet und vergleichen sie für die dort vorhandenen Tiere. Die Punkte werden auf der Wertungsleiste oder mit den vorgesehenen Wertungsmarkern festgehalten.

Nach jeder Wertung wird geprüft, ob weitere Gebiete durch denselben Zug abgeschlossen wurden. Diese Flächen müssen ebenfalls nach den Regeln der Ausgabe ausgewertet werden. Erst wenn alle ausgelösten Wertungen beendet sind, beginnt der nächste Zug.

Das Spiel endet, wenn der Vorrat oder die vorgesehene Abfolge der Dominosteine aufgebraucht ist oder die Schlussbedingung der Ausgabe erreicht wurde. Danach werden noch offene Schlusswertungen nach der Originalregel durchgeführt. Sieger ist, wer insgesamt die meisten Punkte besitzt.

Häufige Fehler bei Renature

  • Ein Gebiet wird nicht schon deshalb gewertet, weil es groß aussieht. Es muss vollständig begrenzt sein.

  • Tierfelder werden nicht einzeln gewertet, wenn sie zum selben abgeschlossenen Gebiet gehören. Zuerst wird die gesamte Fläche bestimmt.

  • Ein Dominostein darf nicht entgegen den Grenzen oder Anschlussregeln gelegt werden, nur weil dadurch eine bessere Mehrheit entsteht.

  • Ein Gleichstand bei einer Tiermehrheit wird nicht automatisch wie ein alleiniger erster Platz behandelt. Verwende die dafür vorgesehene Regel.

  • Hausregeln zu zusätzlichen Markern oder veränderten Punkten gelten nur, wenn alle Mitspieler ihnen vor dem Spiel zugestimmt haben.

Vor dem Zug kurz prüfen

  • Welche freien Anlegepositionen passen zum ausgewählten Dominostein?

  • Verbindet der Stein zwei bisher getrennte Bereiche?

  • Welche Tierarten liegen danach im selben Gebiet?

  • Wer besitzt bei diesen Tieren derzeit die Mehrheit?

  • Schließt der Zug eine Fläche ab und löst damit eine sofortige Wertung aus?

  • Welche Zäune und eigenen Marker stehen dir für spätere Züge noch zur Verfügung?

Fragen und Antworten zu den Renature-Regeln

Wann ist ein Gebiet wirklich abgeschlossen?

Ein Gebiet ist abgeschlossen, wenn seine vollständige äußere Grenze geschlossen ist. Dabei zählen der Spielplanrand, feste Begrenzungen und gesetzte Zäune zusammen.

Wer erhält die Punkte bei einem Gleichstand?

Das hängt von der Gleichstandsregel der verwendeten Ausgabe ab. Prüfe daher die entsprechende Passage in der Anleitung und behandle einen Gleichstand nicht automatisch wie eine eindeutige Mehrheit.

Zählen Tiere außerhalb eines abgeschlossenen Gebiets mit?

Nein, für die Wertung wird nur das gerade abgeschlossene Gebiet betrachtet. Tiere in benachbarten, aber nicht verbundenen Flächen werden erst berücksichtigt, wenn ihre eigene Fläche gewertet wird.

Darf ein gelegter Dominostein später verschoben werden?

Normalerweise bleibt ein regelgerecht gelegter Stein liegen. Ein Verschieben ist nur erlaubt, wenn die Spielregel eine solche Aktion ausdrücklich vorsieht.

Kann ein Zug mehrere Wertungen auslösen?

Ja, wenn durch einen Stein oder einen Zaun mehrere Gebiete gleichzeitig abgeschlossen werden. Prüfe nach dem Zug alle betroffenen Flächen, bevor der nächste Spieler beginnt.

Was passiert mit übrigen Markern am Spielende?

Verbleibende Marker werden nur dann in Punkte umgewandelt, wenn die Schlusswertung dies vorsieht. Eine eigene Umrechnung sollte nicht ergänzt werden, weil sie das Ergebnis der Partie verändert.

Für einen sauberen Start reicht es, zunächst die Grenzen der Landschaft zu verstehen und bei jedem Zug die Tiermehrheiten mitzudenken. Wer vor dem Anlegen prüft, welche Fläche dadurch entsteht, vermeidet die häufigsten Regelstreitigkeiten und kann seine Zäune gezielter einsetzen.

Checkliste
  • Ein Gebiet wird nicht schon deshalb gewertet, weil es groß aussieht. Es muss vollständig begrenzt sein.
  • Tierfelder werden nicht einzeln gewertet, wenn sie zum selben abgeschlossenen Gebiet gehören. Zuerst wird die gesamte Fläche bestimmt.
  • Ein Dominostein darf nicht entgegen den Grenzen oder Anschlussregeln gelegt werden, nur weil dadurch eine bessere Mehrheit entsteht.
  • Ein Gleichstand bei einer Tiermehrheit wird nicht automatisch wie ein alleiniger erster Platz behandelt. Verwende die dafür vorgesehene Regel.
  • Hausregeln zu zusätzlichen Markern oder veränderten Punkten gelten nur, wenn alle Mitspieler ihnen vor dem Spiel zugestimmt haben.

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