Dominion: Die Gilden – Spielregeln und Strategietipps

Dominion: Die Gilden ist eine Erweiterung des beliebten Kartenspiels Dominion. Sie bringt neue Karten mit besonderen Mechaniken ins Spiel, die vor allem das Thema Geldmanagement und Flexibilität stärken. Das Besondere: Spieler können nun Münzmarker einsetzen und überbezahlen, um mehr Kontrolle über ihr Deck zu bekommen.

Die Antwort lautet: „Die Gilden“ erweitert Dominion um Münzmarker und Überzahlungen – zwei Mechanismen, die dir mehr Spieltiefe und Planung ermöglichen.

Das bedeutet konkret: Du kannst dein Geld flexibler einsetzen, es für spätere Züge sparen und Karten gezielter verstärken.


Spielmaterial

  • 13 neue Königreichkarten
  • 25 Münzmarker (Pappmarker, die Geld repräsentieren)
  • Anleitungen und Markerübersicht

Neue Mechanismen in „Die Gilden“

1. Münzmarker

Bestimmte Karten (z. B. Steuereintreiber, Münzer, Steinmetz) erlauben dir, Geld nicht sofort auszugeben, sondern als Münzmarker auf dein Spielertableau zu legen.

  • Diese Münzen kannst du in späteren Zügen zusätzlich zu deinem Geld ausspielen.
  • Damit lassen sich größere Einkäufe besser planen.

2. Überbezahlen

Manche Karten haben die Fähigkeit „Überbezahlen“.

  • Kaufst du eine solche Karte, darfst du mehr Geld zahlen als den aufgedruckten Preis.
  • Je nach Höhe des Überzahlens bekommst du einen Bonus (z. B. zusätzliche Karten, Münzmarker oder Aktionen).

Beispiel:
Die Karte Steinmetz kostet 2 Geld. Du überbezahlst mit 4 Geld. Für die 2 „extra“ darfst du dir bis zu zwei zusätzliche Karten nehmen, die jeweils 2 Geld kosten.


Spielablauf (wie im Grundspiel)

  1. Vorbereitung
    • Mischt euer Startdeck (7 Kupfer, 3 Anwesen).
    • Wählt 10 Königreichkartenstapel aus, inklusive einiger aus „Die Gilden“.
    • Legt Vorrat und Münzmarker bereit.
  2. Spielzug
    • Aktionsphase: Spiele eine Aktion aus.
    • Kaufphase: Kaufe Karten, nutze dabei ggf. Münzmarker oder Überbezahlen.
    • Aufräumphase: Alle ausgespielten und gekauften Karten sowie restliches Geld kommen auf den Ablagestapel.
  3. Spielende
    • Sobald 3 Vorratsstapel oder alle Provinzen aufgebraucht sind, endet das Spiel.
    • Es wird wie gewohnt gezählt: Wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

Beispiele für Karten aus „Die Gilden“

  • Bäcker – bringt dir sofort +1 Karte, +1 Aktion und +1 Kauf. Zusätzlich erhält jeder Spieler zu Beginn der Partie 1 Münzmarker.
  • Steuereintreiber – erlaubt es dir, Münzen für später zu sparen.
  • Münzer – gibt dir zusätzliche Münzmarker und langfristige Kaufkraft.
  • Steinmetz – lässt dich überbezahlen, um dir mehr günstige Karten zu sichern.
  • Ratsherr – bietet Karten und Käufe, zwingt die Mitspieler aber zu Entscheidungen.

Strategietipps für „Die Gilden“

  • Münzmarker gezielt einsetzen: Spare sie für teure Karten wie Provinzen oder starke Aktionskarten.
  • Überbezahlen clever nutzen: Plane Käufe so, dass du den Bonus effektiv einsetzen kannst. Manchmal ist es besser, eine Karte nicht sofort zu nehmen, sondern später mit Überzahlung.
  • Balance finden: Zu viele Marker zu sparen kann dich ausbremsen. Nutze sie taktisch, aber halte den Spielfluss hoch.
  • Kombinationen suchen: Viele Gilden-Karten harmonieren mit Kauf- und Geldstrategien. Kombiniere sie mit +Kauf-Karten, um dein Deck flexibel aufzubauen.
  • Flexibilität gewinnen: Durch Münzmarker kannst du in unvorhersehbaren Situationen reagieren, z. B. wenn Mitspieler Stapel leerkaufen.

Häufige Fragen zu Dominion: Die Gilden

Kann man „Die Gilden“ alleine spielen?

Nein, es handelt sich um eine Erweiterung. Du benötigst das Grundspiel oder die Basiskarten.

Wie viele Spieler können mit „Die Gilden“ spielen?

Wie beim Grundspiel: 2–4 Spieler. Mit Kombination anderer Erweiterungen auch mehr.

Verlängert die Erweiterung die Spieldauer?

Nein, die Dauer bleibt ähnlich. Allerdings wird das Spiel taktischer, da Spieler öfter überlegen, ob sie Münzen sparen oder überbezahlen.

Ist „Die Gilden“ eher für Profis oder Anfänger geeignet?

Die Regeln sind leicht verständlich, aber die Effekte sind strategisch tief. Anfänger können sie schnell lernen, Vielspieler holen das Maximum heraus.

Wie stark sind Münzmarker im Vergleich zu normalem Geld?

Sie sind flexibler, da du sie von Zug zu Zug behalten kannst. Dadurch kannst du langfristig planen – ein Vorteil gegenüber einfachem Geld, das sofort ausgegeben werden muss.


Zusammenfassung

Dominion: Die Gilden bringt mit Münzmarkern und Überbezahlung zwei neue Mechanismen, die das Spiel flexibler und taktischer machen. Spieler können Geld sparen, Boni freischalten und ihr Deck gezielter steuern. Die Erweiterung bleibt leicht zugänglich, bietet aber gleichzeitig mehr Tiefe für erfahrene Spieler.

Fazit

„Die Gilden“ ist eine kleine, aber feine Erweiterung für Dominion. Sie verändert den Charakter des Spiels spürbar, ohne es zu überladen. Wer Dominion mag, wird die zusätzlichen taktischen Möglichkeiten schätzen. Besonders spannend ist das flexible Geldmanagement, das Spiele enger und abwechslungsreicher macht. Eine klare Empfehlung für alle, die mehr aus ihren Partien herausholen wollen.

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