Catan: Der Aufstieg der Inka ist eine eigenständige Variante von Catan. Das Spiel verwendet bekannte Grundmechaniken wie Rohstoffgewinnung, Siedlungsbau und Handel, erweitert diese jedoch um einen zyklischen Aufstieg und Niedergang von Kulturen. Im Verlauf der Partie entstehen mehrere Zivilisationen, die aufblühen, verfallen und durch neue Kulturen ersetzt werden. Dadurch verändert sich das Spielfeld dauerhaft, und strategische Entscheidungen haben langfristige Auswirkungen über mehrere Entwicklungsphasen hinweg.
Diese Spielanleitung erklärt den vollständigen Aufbau, den Spielablauf, alle Sonderregeln, das Spielende sowie die Schlusswertung so, dass eine Partie ausschließlich anhand dieses Textes gespielt werden kann.
Spielziel
Ziel des Spiels ist es, am Ende der Partie die meisten Siegpunkte zu besitzen. Siegpunkte werden vor allem durch den Bau und die Entwicklung von Siedlungen, Städten und Metropolen sowie durch den Aufstieg von Kulturen erzielt. Anders als im klassischen Catan bleiben errungene Punkte auch dann erhalten, wenn eine Kultur später verfällt.
Spielmaterial
Zum Spiel gehören unter anderem:
- Landschaftsfelder für das Spielfeld
- Zahlenchips zur Rohstoffproduktion
- Rohstoffkarten
- Entwicklungskarten
- Siedlungen, Städte und Metropolen in den Spielerfarben
- Kulturmarker zur Kennzeichnung von Zivilisationen
- Straßen
- Barbarenmarker
- Ein Spielplanrahmen
- Siegpunktleiste und Punktemarker
Ein Teil des Materials ist kulturabhängig und wird im Verlauf des Spiels mehrfach neu ins Spiel gebracht.
Spielaufbau
Der Spielplan wird aus Landschaftsfeldern aufgebaut. Diese werden gemäß Aufbauplan oder zufällig innerhalb des vorgegebenen Rahmens ausgelegt. Anschließend werden die Zahlenchips auf die Landschaftsfelder verteilt.
Jeder Spieler wählt eine Farbe und erhält das zugehörige Baumaterial. Die Kulturmarker werden neben dem Spielfeld als Vorrat bereitgelegt. Rohstoffkarten und Entwicklungskarten werden getrennt gemischt und als verdeckte Stapel ausgelegt.
Jeder Spieler platziert zu Beginn zwei Siedlungen und zwei Straßen gemäß den bekannten Catan-Startregeln. Zu Beginn existiert nur eine aktive Kultur.
Grundprinzip der Kulturen
Im Spiel entstehen im Laufe der Partie mehrere Kulturen. Jede Kultur beginnt mit dem Bau von Siedlungen, entwickelt sich zu Städten und Metropolen und verfällt schließlich.
Eine Kultur ist aktiv, solange sie mindestens eine Siedlung oder Stadt auf dem Spielfeld besitzt. Sobald alle Bauwerke einer Kultur verfallen sind, endet diese Kultur, und eine neue Kultur kann entstehen.
Siegpunkte aus früheren Kulturen bleiben dauerhaft erhalten.
Spielablauf
Das Spiel verläuft in Runden. Der Ablauf eines Zuges entspricht grundsätzlich dem bekannten Catan-Schema, wird jedoch um zusätzliche Prüfungen und Sonderregeln ergänzt.
Ein Zug besteht aus folgenden Phasen:
Zunächst wird mit beiden Würfeln gewürfelt. Anschließend erhalten Spieler Rohstoffe oder es wird ein Sonderfall ausgelöst. Danach darf der aktive Spieler handeln, bauen und Entwicklungskarten ausspielen. Am Ende des Zuges werden gegebenenfalls kulturelle Effekte geprüft.
Rohstoffproduktion
Nach dem Würfeln erhalten alle Spieler Rohstoffe von Landschaftsfeldern, deren Zahlenchip dem Würfelergebnis entspricht, sofern sie dort mit einer aktiven Siedlung, Stadt oder Metropole angrenzen.
Siedlungen produzieren eine Rohstoffkarte, Städte produzieren zwei Rohstoffkarten, Metropolen produzieren entsprechend der geltenden Metropolenregel.
Verfallene Bauwerke erzeugen keine Rohstoffe.
Der Barbarenangriff
Wird eine Sieben gewürfelt, tritt kein normaler Rohstoffertrag ein. Stattdessen wird der Barbarenmarker vorgerückt.
Erreicht der Barbarenmarker das Ende seiner Leiste, erfolgt ein Barbarenangriff. Dabei wird geprüft, ob die Spieler gemeinsam genügend militärische Stärke aufbringen. Gelingt dies nicht, verlieren Spieler Bauwerke ihrer aktiven Kultur, beginnend mit Metropolen, dann Städten, dann Siedlungen.
Der Barbarenangriff kann den Verfall einer Kultur beschleunigen.
Handel
Der aktive Spieler darf mit Mitspielern oder dem allgemeinen Vorrat handeln. Die bekannten Handelsregeln gelten unverändert.
Häfen können genutzt werden, sofern sie mit einer aktiven Siedlung oder Stadt besetzt sind.
Bauen
Der aktive Spieler darf während seines Zuges beliebig viele Bauaktionen durchführen, sofern er die Kosten bezahlt.
Gebaut werden können:
- Straßen
- Siedlungen
- Städte
- Metropolen
- Entwicklungskarten
Siedlungen dürfen nur auf freien Kreuzungen errichtet werden, die an eine eigene Straße angrenzen. Städte ersetzen eigene Siedlungen. Metropolen ersetzen eigene Städte und stellen die höchste Ausbaustufe dar.
Aufstieg einer Kultur
Eine Kultur steigt auf, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, insbesondere durch den Bau von Metropolen und durch erfolgreiche Verteidigung gegen Barbarenangriffe.
Beim Aufstieg erhält der Spieler Siegpunkte, die dauerhaft zählen, auch wenn diese Kultur später verfällt.
Verfall einer Kultur
Eine Kultur verfällt, wenn ihre Bauwerke durch Barbarenangriffe zerstört werden oder wenn sie aus anderen Gründen vom Spielfeld verschwinden.
Beim Verfall werden alle Bauwerke dieser Kultur entfernt. Straßen können je nach Spielsituation bestehen bleiben oder ebenfalls entfernt werden.
Nach dem Verfall beginnt der Aufbau einer neuen Kultur.
Neue Kultur beginnen
Sobald eine Kultur vollständig verfallen ist, darf der betroffene Spieler oder die betroffenen Spieler eine neue Kultur beginnen. Dafür werden neue Kulturmarker verwendet.
Neue Kulturen starten wieder mit Siedlungen und Straßen, wobei bestehende Spielfeldstrukturen genutzt werden können.
Die Siegpunkte früherer Kulturen bleiben erhalten.
Entwicklungskarten
Entwicklungskarten funktionieren ähnlich wie im klassischen Catan. Sie können militärische Vorteile, Fortschritte oder zusätzliche Siegpunkte bringen.
Siegpunkte aus Entwicklungskarten bleiben ebenfalls dauerhaft erhalten.
Spielende
Das Spiel endet, sobald ein Spieler die erforderliche Anzahl an Siegpunkten erreicht oder überschreitet. Die genaue Siegpunktzahl ist abhängig von der Spieleranzahl und den vereinbarten Spielregeln.
Das Spiel endet sofort, sobald die Bedingung erfüllt ist.
Schlusswertung
Es gibt keine gesonderte Schlusswertung. Sobald ein Spieler die notwendige Siegpunktzahl erreicht, gewinnt er das Spiel.
Alle während der Partie erworbenen Siegpunkte zählen, unabhängig davon, aus welcher Kultur sie stammen.
Zusammenfassung
Catan: Der Aufstieg der Inka erweitert das bekannte Catan-Spielprinzip um den zyklischen Aufbau und Verfall von Kulturen. Spieler errichten Siedlungen, entwickeln diese zu Städten und Metropolen und verteidigen ihre Zivilisation gegen Barbarenangriffe. Verfällt eine Kultur, gehen ihre Bauwerke verloren, nicht jedoch die errungenen Siegpunkte. Dadurch entsteht ein langfristiges Strategiespiel, bei dem Planung über mehrere Kulturphasen hinweg entscheidend ist.
Häufige Fragen zum Spiel
Zählen Siegpunkte aus verfallenen Kulturen weiterhin?
Ja. Alle Siegpunkte bleiben dauerhaft erhalten, auch wenn die zugehörige Kultur später verfällt.
Können mehrere Kulturen gleichzeitig aktiv sein?
Ja. Mehrere Spieler können gleichzeitig unterschiedliche aktive Kulturen besitzen.
Produzieren verfallene Bauwerke Rohstoffe?
Nein. Nur aktive Siedlungen, Städte und Metropolen erzeugen Rohstoffe.
Können Straßen nach dem Verfall einer Kultur bestehen bleiben?
Das hängt von der Spielsituation ab. In der Regel werden Straßen ebenfalls entfernt, wenn sie ausschließlich zur verfallenen Kultur gehören.
Beendet ein Barbarenangriff das Spiel?
Nein. Ein Barbarenangriff kann Bauwerke zerstören, aber das Spiel endet nur durch das Erreichen der Siegpunktzahl.
Kann man Entwicklungskarten auch nach dem Verfall einer Kultur nutzen?
Ja. Entwicklungskarten und ihre Effekte bleiben unabhängig von Kulturen bestehen.