Black Stories ist ein kultiges Rätsel- und Partyspiel, das mit ungewöhnlichen, oft makabren Kurzgeschichten spielt. Ziel ist es, gemeinsam die rätselhafte Geschichte hinter einer kurzen, düsteren Szene zu rekonstruieren. Die Antwort lautet: Einer liest das Rätsel vor, alle anderen stellen Fragen, und nur durch geschicktes Kombinieren kommt man zur Lösung.
Das bedeutet konkret: Black Stories ist weniger ein Wettkampfspiel, sondern eher ein kommunikatives Denkspiel, bei dem Kreativität, Logik und Teamgeist gefragt sind. Wer gerne um die Ecke denkt und skurrile Situationen löst, wird dieses Spiel lieben.
Spielmaterial
- 50 Karten mit Rätseln (Vorderseite: kurze Szene, Rückseite: Lösung)
- Spielanleitung
Es gibt inzwischen viele Editionen – von „Classic“ über „Funny Death“ bis zu „Christmas“ oder „Real Crime“. Alle folgen demselben Prinzip, nur die Themen variieren.
Ziel des Spiels
Ziel ist es, die Geschichte hinter der kurzen, rätselhaften Szene zu entschlüsseln. Punkte oder ein Sieger stehen weniger im Mittelpunkt – das gemeinsame Knobeln macht den Reiz aus.
Spielablauf – So funktioniert Black Stories
- Spielleiter wählen
Ein Spieler übernimmt die Rolle des Erzählers. Er zieht eine Karte, liest die Vorderseite laut vor und kennt die Lösung auf der Rückseite. - Rätsel vorlesen
Der Erzähler liest nur den kurzen, rätselhaften Text vor, z. B. „Ein Mann liegt tot im Sand, um ihn herum verstreut Glasscherben.“ - Fragerunde starten
Die Mitspieler stellen Fragen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden dürfen. Der Erzähler darf auch mit „irrelevant“ oder „das spielt keine Rolle“ reagieren. - Kombinieren und spekulieren
Durch geschickte Fragen und gemeinsames Kombinieren versuchen die Spieler, die wahre Geschichte hinter dem Rätsel zu entschlüsseln. - Lösung finden
Sobald die Spieler die richtige Geschichte rekonstruiert haben, endet die Runde. Dann kann direkt die nächste Karte gespielt werden.
Beispiel für eine Runde
- Erzähler liest: „Er sprang und starb.“
- Spieler fragen: „Sprang er von einem Gebäude?“ → „Nein.“
- „War Wasser im Spiel?“ → „Ja.“
- „War er ein Fallschirmspringer?“ → „Ja.“
- „Hat sich der Fallschirm geöffnet?“ → „Nein.“
- Lösung: Der Fallschirmspringer sprang aus dem Flugzeug, sein Fallschirm öffnete sich nicht – er starb.
So tastet man sich mit Ja-/Nein-Fragen langsam an die Auflösung heran.
Tipps für spannende Black Stories-Runden
- Stellt offene Fragen, die mehrere Richtungen abdecken.
- Denkt quer – oft sind die Lösungen unerwartet.
- Vermeidet Detailfragen zu früh, sondern grenzt zuerst die grobe Situation ein.
- Erzähler: Gebt sparsame Hinweise, aber helft, wenn die Runde feststeckt.
- Nutzt das Spiel eher locker als Party-Knobelei, nicht als strengen Wettbewerb.
Häufige Fragen zu Black Stories
Wie viele Spieler können Black Stories spielen?
Offiziell ab 2 Spielern, aber am meisten Spaß macht es in einer Gruppe von 4 bis 8 Leuten, weil viele Ideen zusammenkommen.
Wie lange dauert eine Partie?
Eine Runde kann zwischen 5 und 20 Minuten dauern, je nach Schwierigkeit. Ihr könnt so viele Karten spielen, wie ihr möchtet.
Ab welchem Alter ist Black Stories geeignet?
Das Grundspiel ist ab 12 Jahren empfohlen, da manche Rätsel makaber sind. Es gibt aber auch kinderfreundliche Varianten („Junior Black Stories“).
Muss es immer einen Sieger geben?
Nein, das Spiel ist kooperativ. Ziel ist es, gemeinsam die Lösung zu finden – es gibt keinen klassischen Gewinner.
Gibt es Varianten oder Erweiterungen?
Ja, zahlreiche! Von „Black Stories 50“ über „Shit Happens“-ähnliche Abwandlungen bis zu Themen-Editionen wie „Crime“, „Movie“ oder „Christmas“.
Fazit
Black Stories ist ein geselliges Denkspiel, das besonders in Gruppen für Spaß sorgt. Es lebt von kreativen Fragen, überraschenden Wendungen und der Lust, ungewöhnliche Szenen zu entschlüsseln. Am Ende zählt nicht, wer gewonnen hat, sondern dass man gemeinsam lacht, staunt und grübelt. Perfekt für Partys, gemütliche Abende oder zwischendurch.