Monasterium Regeln: Anleitung für Novizen, Klöster und Würfel

Lesedauer: 8 Min – Beitrag erstellt: 18. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026

Bei Monasterium setzt du deine Würfel nicht einfach für Aktionen ein, sondern nutzt sie, um Novizen durch ein Klosternetz zu bewegen und Mönche in verschiedene Klöster zu entsenden. Ziel ist es, durch geschickte Würfelverteilung Ansehen zu gewinnen, Aufgaben zu erfüllen und am Ende die meisten Punkte zu sammeln. Wichtig ist dabei, dass jeder Würfelwert nur bestimmte Aktionsmöglichkeiten eröffnet und manche Wege erst durch zuvor eingesetzte Mönche oder Novizen zugänglich werden.

Spielziel und Grundidee

Jeder Spieler leitet eine klösterliche Gemeinschaft. Im Verlauf der Partie schickst du Novizen zu den umliegenden Klöstern, erfüllst Aufträge und platzierst dort eigene Mönche. Dadurch erhältst du neue Fähigkeiten, zusätzliche Einflussmöglichkeiten und Siegpunkte.

Das zentrale Element sind die Würfel. Am Anfang einer Runde werden die Würfel aller Spieler geworfen. Anschließend ordnest du sie so den Aktionsbereichen zu, dass du deine geplanten Schritte ausführen kannst. Ein hoher Würfelwert ist nicht automatisch besser als ein niedriger: Entscheidend ist, welche Aktion du gerade brauchst und ob du mehrere Würfel desselben Werts sinnvoll einsetzen kannst.

Aufbau des Spiels

Lege den Spielplan in die Tischmitte und baue die Klöster sowie die Verbindung zwischen ihnen gemäß der Anleitung auf. Die verfügbaren Aufgaben, Plättchen und Marker werden bereitgelegt. Jeder Spieler wählt eine Farbe und nimmt die zugehörigen Novizen, Mönche, Einflussmarker und Würfel.

Die eigenen Figuren kommen zunächst an den vorgesehenen Startort. Die Würfel werden so bereitgelegt, dass jeder Spieler sie zu Beginn einer Runde werfen kann. Vor dem ersten Zug sollte außerdem geprüft werden, welche Aufgaben und Belohnungen in der jeweiligen Partie ausliegen, denn sie beeinflussen die Planung von Anfang an.

Eine Runde vorbereiten

  1. Alle Spieler würfeln ihre verfügbaren Würfel.
  2. Die Würfel werden den passenden Aktionsfeldern oder Bereichen zugeordnet.
  3. Die Spieler führen ihre Aktionen nacheinander aus beziehungsweise wechseln sich nach der vorgesehenen Reihenfolge ab.
  4. Nach der Nutzung eines Würfels wird dieser entsprechend den Regeln erschöpft oder aus dem verfügbaren Bereich entfernt.
  5. Wenn alle Würfel genutzt wurden oder niemand mehr sinnvoll handeln kann, endet die Runde und die nächste Runde wird vorbereitet.

Die genaue Reihenfolge ist wichtig, weil eine frühe Bewegung neue Möglichkeiten für spätere Aktionen schaffen kann. Plane deshalb nicht nur den ersten Schritt, sondern prüfe vor dem Einsatz eines Würfels, welche Figuren danach erreichbar sind und welche Belohnung du dadurch auslöst.

Novizen bewegen und Mönche entsenden

Novizen bilden die Verbindung zwischen deinen eigenen Klöstern und den verfügbaren Aktionsmöglichkeiten. Durch Bewegungsaktionen gelangen sie in andere Bereiche des Spielplans. Eine Bewegung darf nicht unabhängig von den vorhandenen Verbindungen erfolgen: Wege, Zugänge und bereits freigeschaltete Bereiche bestimmen, wohin ein Novize gelangen kann.

Anleitung
1Alle Spieler würfeln ihre verfügbaren Würfel.
2Die Würfel werden den passenden Aktionsfeldern oder Bereichen zugeordnet.
3Die Spieler führen ihre Aktionen nacheinander aus beziehungsweise wechseln sich nach der vorgesehenen Reihenfolge ab.
4Nach der Nutzung eines Würfels wird dieser entsprechend den Regeln erschöpft oder aus dem verfügbaren Bereich entfernt.
5Wenn alle Würfel genutzt wurden oder niemand mehr sinnvoll handeln kann, endet die Runde und die nächste Runde wird vorbereitet.

Erreicht ein Novize ein passendes Kloster, kannst du dort unter den vorgesehenen Bedingungen einen Mönch einsetzen. Dafür müssen meist die erforderlichen Würfelwerte und die passende Verbindung vorhanden sein. Ein eingesetzter Mönch bleibt in der Regel auf dem Spielplan und bringt dir entweder sofort oder dauerhaft einen Vorteil.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Ein früher Mönch kann dir zusätzliche Optionen für mehrere Runden eröffnen. Gleichzeitig solltest du nicht alle Figuren in ein einziges Kloster schicken, wenn dadurch Aufgaben, Mehrheiten oder Verbindungen in anderen Bereichen unerreichbar werden.

Würfel sinnvoll einsetzen

Die Würfelwerte steuern, welche Aktionen du bezahlen oder auslösen kannst. Häufig ist nicht nur die Anzahl der Würfel wichtig, sondern auch ihre Verteilung. Mehrere Würfel mit gleichem Wert können eine starke Aktion ermöglichen, während einzelne Werte für Bewegung oder andere vorbereitende Schritte benötigt werden.

Eine sinnvolle Planung besteht meist aus drei Fragen:

  • Welche Figur soll in dieser Runde ihren Standort verändern?
  • Welcher Würfelwert wird für die gewünschte Entsendung oder Aufgabe gebraucht?
  • Welche Würfel müssen zurückbleiben, damit eine zweite Aktion möglich bleibt?

Vermeide es, Würfel nur deshalb früh einzusetzen, weil eine Aktion gerade verfügbar ist. Manche Belohnungen verbessern deine späteren Möglichkeiten deutlich. Erst die Bewegungsrichtung festzulegen und danach die passende Entsendung vorzubereiten, ist oft ergiebiger als mehrere unverbundene Einzelaktionen.

Aufgaben, Belohnungen und Einfluss

Aufgaben geben dir zusätzliche Ziele innerhalb der Partie. Sie können sich beispielsweise auf bestimmte Klöster, Figuren, Verbindungen oder Sammlungen beziehen. Lies die Bedingungen frühzeitig und entscheide, welche Aufgaben zu deiner Ausgangslage passen.

Erfüllte Aufgaben bringen je nach Auslage Punkte, Einfluss oder andere Vorteile. Manche Belohnungen helfen sofort, andere wirken über mehrere Runden. Ein kurzfristiger Vorteil ist nicht immer die beste Wahl, wenn du dadurch eine wertvolle Mehrheitswertung oder eine größere Zielkombination aufgibst.

Einfluss ist wichtig, weil er neue Möglichkeiten bei der Bewegung, beim Einsatz von Mönchen oder bei der Nutzung bestimmter Bereiche eröffnen kann. Behandle Einfluss daher nicht nur als Zwischenstand. Er ist zugleich ein Werkzeug, mit dem du spätere Aktionen vorbereitest.

So kann ein Zug ablaufen

Angenommen, ein Novize steht bereits in der Nähe eines Klosters, in dem du noch keinen Mönch eingesetzt hast. Zuerst verwendest du einen passenden Würfel, um den Novizen in den angrenzenden Bereich zu bewegen. Danach nutzt du einen weiteren Würfel für die Entsendung. Erfüllst du die zusätzlichen Voraussetzungen, wird der Mönch platziert und du erhältst den damit verbundenen Vorteil.

Falls der zweite Würfel nicht ausreicht, kann die Bewegungsaktion trotzdem sinnvoll sein. Der Novize befindet sich dann bereits an der richtigen Stelle und kann in einer späteren Runde entsendet werden. Nicht jeder Zug muss sofort Punkte bringen; manchmal ist die Vorbereitung einer starken Folgeaktion die bessere Entscheidung.

Spielende und Wertung

Die Partie endet, sobald die in der Anleitung festgelegte Endbedingung eintritt. Je nach Spielsituation kann dies durch eine bestimmte Anzahl platzierter Mönche, erfüllte Aufgaben oder den Verbrauch eines relevanten Vorrats ausgelöst werden. Die laufende Runde wird nach den offiziellen Vorgaben noch vollständig abgehandelt, sofern dies für das Spielende vorgesehen ist.

Anschließend werden die Punkte aus den erreichten Aufgaben, den eingesetzten Figuren, den Verbindungen und weiteren Wertungsbereichen zusammengerechnet. Auch verbliebene Ressourcen oder nicht erfüllte Bedingungen können die Schlusswertung beeinflussen. Sieger ist, wer insgesamt den höchsten Punktestand erreicht.

Häufige Fehler bei Monasterium

  • Würfelwerte werden als allgemeine Aktionspunkte behandelt, obwohl sie bestimmten Aktionsmöglichkeiten zugeordnet sind.
  • Ein Novize wird bewegt, ohne die anschließend benötigte Verbindung oder Voraussetzung zu prüfen.
  • Aufgaben werden erst kurz vor dem Ende beachtet, obwohl ihre Bedingungen mehrere Runden Vorbereitung benötigen.
  • Ein Vorteil wird sofort genutzt, obwohl eine spätere Aktion dadurch stärker verbessert würde.
  • Hausregeln zu Würfeltausch, Bewegung oder Reihenfolge werden mit den offiziellen Regeln vermischt.

Bei einem Streitfall sollte zuerst die genaue Spielsituation betrachtet werden: Wo steht die Figur, welcher Würfel wurde eingesetzt und welche Voraussetzung ist im jeweiligen Bereich abgebildet? Wenn eine Erweiterung oder eine andere Ausgabe verwendet wird, müssen deren Sonderregeln getrennt von der Grundregel behandelt werden.

Eine gute Planung für die nächsten Runden

Beobachte nicht nur deine eigenen Figuren. Auch die verfügbaren Aufgaben und die freien Plätze in den Klöstern verändern sich durch die Züge der anderen Spieler. Ein Ziel, das in einer Runde noch leicht erreichbar ist, kann später blockiert oder deutlich teurer werden.

Versuche außerdem, deine Würfel nicht vollständig auf eine einzige Aktionsart zu konzentrieren. Eine Mischung aus Bewegung, Vorbereitung und Entsendung hält dich handlungsfähig. Besonders am Anfang ist es meist sinnvoll, zuerst zusätzliche Möglichkeiten freizuschalten und danach gezielt auf größere Wertungen hinzuarbeiten.

Das Wichtigste für den Start

Beginne jede Runde mit einem Blick auf deine Aufgaben, die erreichbaren Klöster und die Würfelverteilung. Lege fest, welche Figur den größten Fortschritt machen soll, und ordne die übrigen Aktionen diesem Plan unter. Wer Bewegungen, Entsendungen und Belohnungen miteinander verbindet, nutzt die Würfel wesentlich effizienter als jemand, der nur einzelne Vorteile sammelt.

Fragen und Antworten zu den Monasterium-Regeln

Darf ein Novize jeden beliebigen Weg zum nächsten Kloster nehmen?

Nein, maßgeblich sind die auf dem Spielplan vorgesehenen Verbindungen und die jeweils freigeschalteten Zugänge. Prüfe vor der Bewegung, ob der Zielbereich tatsächlich erreichbar ist und ob für die anschließende Entsendung weitere Voraussetzungen gelten.

Was passiert, wenn ein Würfelwert für die geplante Aktion nicht ausreicht?

Die Aktion darf dann nicht einfach mit einem anderen Wert oder als allgemeine Punktzahl ausgeführt werden. Du kannst den Würfel für eine erlaubte Alternative nutzen oder den Novizen lediglich vorbereitend in eine bessere Position bringen, sofern die Regeln diese Bewegung zulassen.

Kann ein bereits eingesetzter Mönch später wieder versetzt werden?

Das hängt von der konkreten Regel des jeweiligen Klosters und der verwendeten Ausgabe ab. Ohne ausdrücklich vorgesehene Versetzungs- oder Rücknahmeaktion bleibt die Figur an ihrem eingesetzten Ort; eine freiwillige Rückholung sollte daher nicht als Grundregel angenommen werden.

Wie lassen sich Aufgaben bei der Schlusswertung richtig berücksichtigen?

Eine Aufgabe zählt nur, wenn ihre Bedingungen vollständig erfüllt wurden und die Partie dafür die entsprechende Wertung vorsieht. Kontrolliere deshalb vor der Endabrechnung jede Bedingung einzeln und trenne erfüllte Aufgaben von bloß begonnenen oder nicht abgeschlossenen Zielen.

Was gilt, wenn Grundspiel und Erweiterung unterschiedliche Abläufe vorgeben?

Dann gelten die Sonderregeln der Erweiterung nur für die Situationen und Komponenten, auf die sie sich beziehen. Bei einem Widerspruch sollte die konkrete Ausgabe beziehungsweise die Anleitung der Erweiterung maßgeblich sein; eine Hausregel darf nicht stillschweigend als offizielle Regel behandelt werden.

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